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Region Amberg
Montag, 23. Oktober 2017 7

Aktionstag

„Wer weiterdenkt, kauft näher ein“

Zum Tag der Regionen präsentieren sich am 3. Oktober beim Erntedankmarkt im Kloster Ensdorf nicht nur viele Direktvermarkter.
Von Hubert Söllner

„A Probiererl“ für die Besucher gibt es beim Erntedankmarkt sicher an vielen Ständen. Fotos: Söllner

Ensdorf.Bereits zum 19. Mal sind alle regional Engagierten in Deutschland dazu aufgerufen, sich am bundesweiten Tag der Regionen zu beteiligen. Im Aktionszeitraum von 22. September bis 8. Oktober, mit dem Erntedank-Tag als Höhepunkt, trommeln wieder Regionalinitiativen, Kommunen, Vereine oder Handwerks- und Lebensmittelbetriebe unter dem Jahresmotto „Wer weiterdenkt, kauft näher ein“ für die Stärken ihrer Regionen. Sie wollen zeigen, wie glaubwürdige Regionalität gelebt werden kann. Das versucht auch die Umweltstation Kloster Ensdorf wieder beim Erntedankmarkt im Kloster Ensdorf.

Erstmals am Feiertag

Dieser findet erstmals am Feiertag 3. Oktober statt und ist eine der wenigen Aktion dieser Kampagne im Landkreis Amberg-Sulzbach. Eröffnet wird der Erntedankmarkt von Melanie Hahn, der neuen Leiterin der Umweltstation. Zuvor gibt es einen Gottesdienst in der Hauskapelle, da das Erntedankfest der Pfarrei an einem anderen Termin stattfindet.

Viele regionale Direktvermarkter mit Produkten aus Natur, Kunst und Kultur, die regionale Identität als Markenzeichen haben, sind mit einem Stand vertreten. Ein Ganztagesprogramm mit Gottesdienst, Frühschoppen und Spielen für Kinder ist geboten. Neu ist dieses Jahr der Schwerpunkt E-Mobilität.

Für musikalische Unterhaltung wird auch wieder die Ensdorfer Blaskapelle sorgen.

Wie sieht fairer, regionaler, saisonaler Konsum aus? Was ist typisch für meine Region? Woher stammen die Produkte und wer stellt sie her? Was hat die Entwicklung der Landschaft in meiner Region mit regionalen Produkten zu tun? Und wie kann ich gezielt kleine und mittelständische Unternehmen in meiner Region unterstützen?

Antworten auf diese Fragen will in den zwei Wochen um Erntedank der Tag der Regionen bei zahlreichen Aktionen deutschlandweit geben. Gemeinsam mit möglichst vielen regionalen Akteuren sollen regionale Produkte, Dienstleistungen und Handwerk sowie regionales Engagement in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Nähe des Verbrauchers zum Produzenten und die Chance, beim täglichen Einkauf Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung von Regionen zu treffen, steht im Fokus.

Regional macht Spaß

Die Aktionen wollen den Menschen vermitteln, dass es Spaß machen kann, regional, sozial und umweltbewusst zu wirtschaften bzw. zu handeln und wie nachhaltig es ist, mit bewussten (Kauf-)Entscheidungen Regionalkultur zu unterstützen.

„Vieles von dem, was wir tun, hat keinen Bezug mehr zu unseren Regionen. Einkaufen, Essen, Arbeiten, Reisen, Engagement, Kultur– was früher unerreichbar war, ist völlig normal, aber auch immer komplexer geworden. Die Bedürfnisse der Regionen und ihrer Bewohner bleiben dabei oft auf der Strecke. Eigene Stärken geraten in den Hintergrund, einseitiges globales Wirtschaften lässt uns immer weiter auseinanderrücken“, erklärt der Bundesverband der Regionalbewegung, der Initiator des Projekts ist.

Die Aktion in Ensdorf zum Tag der Regionen findet jedes Jahr guten Anklang.

Für den Erntedankmarkt in Ensdorf am 3. Oktober sind die Standflächen im Kreuzgang des Klosters seit Wochen vergeben.

Mehr als 40 Akteure haben sich schon angemeldet und planen bereits seit Monaten ihre Veranstaltungen. Auf dem Freigelände im Klosterhof sind noch Standplätze zu haben (Kontakt: Umweltstation Kloster Ensdorf, Jürgen Zach, Telefonnummer 0 96 24/92 00 11, E-Mail: kloster.ensdorf@donbosco.de). Ein neuer Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema E-Mobilität.

Thema ElektroMobilität

  • Angebot beim Erntedankmarkt:

    Ein neuer Schwerpunkt ist in diesem Jahr am 3. Oktober im Kloster Ensdorf das Thema E-Mobilität. Auch werden die Besucher vor dem Kloster aktuelle Informationen und Fahrzeuge zum Thema „Elektromobilität“ finden. Ein Parcours zum Testen von elektrisch betriebenen Zweirädern wartet auf Interessierte. Neu ist beim Erntedankmarkt auch ein Vortragsprogramm des ZEN im Fürstensaal zu den Themen „Elektromobilität“ und „Barrierefreies Wohnen“ mit einer eigenen kleinen Ausstellung.

  • Weiterer Vortrag:

    „Lohnen sich Elektroautos für Unternehmen? – Sind Elektroautos bereits eine alltagstaugliche und wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Autos?“. Diese Fragen werden am 28. September um 18 Uhr bei einer Informationsveranstaltung zum Thema „Elektromobilität in Unternehmen eine Alternative zum konventionellen Fuhrpark?“ im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts Amberg-Sulzbach diskutiert. Der Caritasverband Amberg-Sulzbach hat seit vier Jahren 17 Elektroautos im täglichen Einsatz. Über 380 000 Kilometer sind damit bereits gefahren worden. Diakon Richard Sellmeyer vom Caritas-Verband wird bei dieser Informationsveranstaltung detailliert von seinen Erfahrungen mit der Alltagstauglichkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Elektroautos berichten. Im Anschluss erläutert Hardy Barth von der gleichnamigen Firma in Schwend die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zu Photovoltaik, Ladesäulen und E-Mobilität für Unternehmen. Anmeldungen werden im ZEN Ensdorf, Tel. (0 96 24) 90 36 46 oder E-Mail: zen@zen-ensdorf.de entgegengenommen.

Wieder dabei sind die Klosterküche mit regionalen Spezialitäten zum Frühschoppen und Mittagessen, Schmankerl aus dem Holz-Backofen und die Cafeteria des Katholischen Frauenbunds. Für den Getränke-Ausschank sorgen die Pfadfinder. und Federweißen und Wein hat wie bei den vergangenen Märkten wieder der Hutzlhof im Angebot. Im Kreuzgang des Ostflügels betreibt der Freundeskreis Kloster Ensdorf wieder seinen Flohmarkt.

Kleiner denken, um gemeinsam Größeres zu erreichen, diese Botschaft soll vom diesjährigen Tag der Regionen ausgehen – auch beim Aktionstag in Ensdorf.

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