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Region Amberg
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Verbraucher

ZEN stellt aktuellen Heizspiegel vor

Mit dem Ratgeber des Zentrums für erneuerbare Energien in Ensdorf lässt sich ein Überblick über die Kosten gewinnen.

Joachim Scheid, Klimaschutzkoordinator des Landkreises Amberg-Sulzbach, mit dem aktuellen Heizspiegel. Foto: azd

Ensdorf.„550 Euro bis 1170 Euro – das war im Jahr 2016 die Spanne bei den Heizkosten einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Im Schnitt lagen die Kosten bei 800 Euro“, betont Joachim Scheid, Klimaschutzkoordinator des Landkreises Amberg-Sulzbach.

Hauptgrund für die großen Unterschiede sei der energetische Zustand der Gebäude, so der Referent. Das zeige der Heizspiegel für Deutschland 2017, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund veröffentlichte. „Wenn es um Heizkosten geht, schauen alle auf die Entwicklung der Energiepreise. Der Sanierungsstand eines Hauses wird leider oft vergessen. Dabei ist er der wichtigste und meistunterschätzte Faktor für Heizkosten – und für die CO2-Emissionen, die durchs Heizen entstehen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

„In der Vergleichswohnung beträgt der Unterschied zwischen einem energetisch besseren und einem energetisch schlechteren Haus fast drei Tonnen CO2 pro Jahr.“ Das entspreche in etwa den Emissionen von 18000 Kilometern Fahrstrecke in einem Mittelklassewagen. „Der Heizspiegel hilft Eigentümern und Mietern, einen Überblick über die Verbräuche und Heizkosten des eigenen Wohngebäudes zu bekommen. Mit dem Heizspiegel lassen sich die eigenen Sparpotenziale erkennen und nutzen“, erklärt Joachim Scheid weiter. „Das gilt übrigens auch für Mieter: Sie haben zwar meist wenig Einfluss auf den Sanierungsstand des Hauses – sie können ihre Heizkosten aber häufig durch ein optimiertes Nutzerverhalten senken. Und das, ohne auf Komfort zu verzichten.“

Beratungen bieten auch die ZEN-Energieberater an (Nähere Infos: ZEN, Telefon 09624/903646 oder zen@zen-ensdorf.de). Die Zeit der sinkenden Heizkosten sei vorbei, prognostiziert Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid. Die Heizkosten seien im Jahr 2016 in Deutschland im Schnitt noch einmal gesunken. Das habe vor allem an den niedrigeren Energiepreisen gelegen. In der Vergleichswohnung zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung im Durchschnitt 810 Euro, also 25 Euro weniger als im Jahr zuvor. In Wohnungen mit Heizölheizung waren es etwa 665 Euro (minus 90 Euro) und bei Fernwärme rund 930 Euro (minus 35 Euro).

Schon für 2018 deutet sich jedoch eine Trendwende an. Vor allem Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise mit voraussichtlich zehn Prozent an Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten moderat steigen.

Verbraucher erhalten den Heizspiegel-Flyer mit den neuen Vergleichswerten kostenlos im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf. Außerdem kann der Flyer als Datei unter http://www.zen-ensdorf.de/presse.html und www.heizspiegel.de aus dem Internet heruntergeladen werden. (azd)

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