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Region Amberg
Dienstag, 22. August 2017 22° 1

Zukunft der Klosterburg sicher: Partner zücken schon die Füller

Immobilie nicht mehr frei gehandelt / Avicenna Colleges im Rennen

Klosterburg Kastl: Der Freistaat hat wohl einen Partner gefunden. Foto: Archiv

Von Josef Fichtner

KASTL. Was geschieht mit der Klosterburg nach dem Europäisch-Ungarischen Gymnasium? Dass eine Nutzung durch das Avicenna International College (Budapest) immer wahrscheinlicher wird, ist nach einem Interview der Mittelbayerischen Zeitung klar. Am anderen Ende der Telefonleitung: Helmut Gropper, der Geschäftsführer der „Immobilien Freistaat Bayern“.

Schon vorher stand ja fest: „Das wird definitiv nicht mehr, was es war“, hieß es am Freitag aus dem Rathaus in Kastl. Das Kultusministerium habe einem Bewerber die erforderliche schulrechtliche Erlaubnis nicht erteilt. Jetzt hoffe man in der Marktgemeinde auf das Avicenna International College: Diese Einrichtung betreibe so etwas wie die US-amerikanischen „High Schools“, bislang in Budapest und auf Kreta.

Avicenna hat nach dem Kenntnisstand der Marktverwaltung „einen Mietvertragsentwurf durch die Immobilien Freistaat Bayern erhalten“. Diese Einrichtung vermarktet in der Regel alle Liegenschaften, die dem Land gehören. Auf der Internet-Seite (www.immobilien.bayern.de) stand bis vor kurzem unter der Rubrik „Regierungsbezirk Oberpfalz“ auch die Klosterburg als landeseigenes Objekt.

Spätestens seit Freitag fehlt dieser Eintrag völlig – und zwar eindeutig nicht allein deshalb, weil „Verhandlungen“ geführt würden: Eine Reihe von anderen Immobilien – auch in der Oberpfalz – ist nämlich trotz „Verhandlungen“ nach wie vor auf dieser Seite zu finden, nur eben mit einem roten Vermerk, der da besagt: „Vertragsverhandlungen laufen“.

Die zuständige Regionalstelle der Immobilien Freistaat Bayern sah sich nicht in der Lage, die somit auf der Hand liegende Frage zu beantworten, die lautet: „Ist das Land sich mit Avicenna schon einig?“ Eine Auskunft in der Sache könne nur die Zentrale in München geben. Und selbst dort hatte es sich deren Leiter, Helmut Gropper, offenbar persönlich vorbehalten, Auskünfte zum Thema Kastl zu erteilen.

Zu ungewöhnlich anmutender Behördenstunde, am fortgeschrittenen Freitagnachmittag, war Gropper am Telefon dennoch nicht kurz angebunden – aber seinen Verhandlungspartnern eben auch hörbar im Vertrauen verbunden. „Sie haben recht. Dass Kastl da nicht mehr erscheint, stellt eine andere Qualität dar.“ Laut Gropper ist zwar „ein Vertrag noch nicht geschlossen“. Doch: „Die Verhandlungen befinden sich in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium.“ Aus dem Grund „haben wir das Angebot von der Web-Seite genommen“, aus Fairness dem neuen Partner gegenüber, und auch gegenüber möglichen anderen Interessenten.

Gropper ging sogar noch etwas weiter: „Wir hoffen, dass die Sache im Laufe des Monats unterschriftsreif ist.“

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