Amberg - Nachrichten 28.08.2012, 16:45 Uhr

A6: 40-Tonner kracht in Baustellenfahrzeug

Eine Person stirbt bei dem Zusammenstoß eines Lkws mit einem Baustellenfahrzeug nahe Sulzbach-Rosenberg. Die A6 muss in Richtung Nürnberg gesperrt werden.

Bei einem Unfall auf der A6 ist ein 26-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen, nachdem ein Sattelzug an einer Baustelle ein Baufahrzeug erfasst hatte. Foto: dpa

Bei einem Unfall auf der A6 ist ein 26-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen, nachdem ein Sattelzug an einer Baustelle ein Baufahrzeug erfasst hatte. Foto: dpa

Sulzbach-Rosenberg. Tödliche Verletzungen erlitt ein 26-jähriger Arbeiter, als am Dienstag gegen 12.40 Uhr ein Sattelzug auf der A6 kurz nach der Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg in ein Baustellenfahrzeug krachte.

Am Steuer des Sattelzugs saß nach Angaben der Polizei ein 52-jähriger Kraftfahrer aus der Tschechischen Republik, der auf der Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war. Im Gemeindebereich von Birgland, kurz nach der Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg, war auf dem Seitenstreifen ein Sicherungsanhänger mit Lkw abgestellt. Vor diesem Lkw standen ein Bagger sowie eine Schüttmulde und davor zwei weitere Lkw auf dem Seitenstreifen.

Zwischen dem Bagger und dem Lkw, an dem der Sicherungsanhänger angehängt war, befanden sich zwei Arbeiter. Der Kraftfahrer aus der Tschechischen Republik erfasste mit der rechten Seite seiner Sattelzugmaschine den Sicherungsanhänger und den Lkw, der sich vor dem Anhänger befand. Nach dem Anstoß geriet er nach rechts auf den Standstreifen und stürzte die rechte Böschung hinab, wo das Fahrzeug umstürzte. Dabei erfasste der Sattelzug einen der Arbeiter. Dem zweiten Arbeiter gelang es noch, auf die Fahrbahn zu springen. Der 26-jährige Arbeiter wurde nach Informationen der Polizei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Getötete war Angehöriger einer Firma aus dem Landkreis Roth.

Bei dem Unfall wurden zudem ein Arbeiter, der sich zwischen dem Sicherungsanhänger und der Leitplanke befunden hatte, sowie der Fahrer des Sattelzuges leicht verletzt.

Zur Klärung der Unfallursache und des Unfallherganges wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Amberg ein Sachverständiger hinzugezogen. Die beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt. Während der Unfallaufnahme musste die Autobahn ab der Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg in Fahrtrichtung Nürnberg total gesperrt werden. An der Unfallstelle war auch ein Rettungshubschrauber mit einer Notärztin eingesetzt, das BRK setzte zusätzlich zwei Mitarbeiter als Kriseninterventionsteam ein. Vor Ort waren ebenso die Einsatzkräfte der Feuerwehren Illschwang, Sulzbach und Rosenberg. Sie rückten am späten Nachmittag nochmals aus, nachdem eine Meldung eingegangen war, dass der Lkw zu brennen begonnen habe. Nach Feuerwehrangaben war das Feuer schnell unter Kontrolle.

Die Polizei ergänzte, dass an den beteiligten Fahrzeugen ein Gesamtschaden in Höhe von rund 190000 Euro entstand.

Personen, die zum Verkehrsunfall oder zur Aufstellung des Sicherungsanhängers und sonstiger Sicherungsmaßnahmen Angaben machen können, sollen sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Amberg, Tel. (09621) 890-430, in Verbindung setzen.

 

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