Aha-Erlebnis mit der „großen“ Bläserklasse
Die Blaskapelle St. Ägidius wartete beim Osterkonzert mit einem hervorragenden Programm auf – und einer tollen Premiere.
Die Senkrechtstarter: die erst wenige Monate alte Bläserklasse aus Ehemaligen und Musikfans mit ihrem Frontmann Chris Gardner
Schmidmühlen. Mit einer feinen musikalischen Gesamtleistung auf allen Positionen eroberten die Musikerinnen und Musiker der Blaskapelle St. Ägidius um Vorsitzenden Richard Fischer und den musikalischen Leiter Josef Lobenhofer wieder einmal die Gunst ihres Publikums im Sturm. So war es in den vergangenen Jahren und so war es auch heuer beim Osterkonzert in der Schulturnhalle.
Zu überzeugen wusste das Nachwuchsorchester, und ein „Aha-Erlebnis“ vermittelte die erst vor wenigen Monaten neu gegründete Erwachsenen-Bläserklasse mit ihrem Beitrag. Das große Blasorchester überzeugte einmal mehr mit einer tollen Gesamtleistung die Gäste, darunter auch stellvertretender Landrat Franz Birkl, Bürgermeister und Bezirksrat Peter Braun, Pfarrer Werner Sulzer, der frühere Landrat Armin Nentwig sowie die Vorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes im Bezirk und Kreis, Gerhard Engel und Werner Stein.
Bekannte Fernsehmelodien machten den Auftakt. Die „Muppet Show“ wurde nach der Musik von Henson, Pottle und Nowak vom Nachwuchsorchester für einen kurzweiligen Konzertbeitrag arrangiert. Das Ragtime-Stück „The Entertainer“, ein echter Ohrwurm, brachten die jungen Leute locker und leicht rüber. Und zu Gast waren sie auch in der Villa Kunterbunt bei Pipi Langstrumpf, bei Biene Maja und bei Tom und Jerry. Ein musischer Spaziergang durch Lummerland rundete ihr Arrangement ab.
Rockig und gekonnt aufgemacht zeigte sich die Erwachsenenbläserklasse bei ihrer Premiere mit „Light my Fire“ von den Doors. Der musikalische Funke der ursprünglichen Idee für einen losen Zusammenschluss hat sich bereits zu einem musikalischen Flächenbrand entwickelt.
Ein „Festival in Silver“ war der große Einstieg der Konzertkapelle in den musikalischen Abend. Feierlich-gediegen war die moderne Ouvertüre nach einem Arrangement von Manfred Schneider mit dem Solo für Klarinette von Heinrich Weigert. Fast schon monumental klang das Adagio des 2. Satzes aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur, KV 622, von Wolfgang Amadeus Mozart.


