Amberg - Nachrichten 24.04.2012, 17:25 Uhr

Die Kreisumlage bleibt heuer bei 45,9 Prozent

„Der Kreishaushalt ist grundsolide“, lautete das Fazit der Kreisausschussmitglieder in der Vorberatung zum Kreisetat.


        Sanierung des St. Anna-Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg und der Defizitausgleich belasten den Kreishaushalt 2012. Foto: Archiv

Sanierung des St. Anna-Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg und der Defizitausgleich belasten den Kreishaushalt 2012. Foto: Archiv

Von Christina Röttenbacher

LANDKREIS . Zusammen mit dem Haushaltsplan wurde auch der Wirtschaftplan 2012 sowie das Investitionsprogramm und der Finanzplan 2011 bis 2015 des Landkreises Amberg-Sulzbach beraten. Das 700-Seiten Werk von Kreiskämmerer Anton Weber fand die volle Zustimmung der Fraktionen – trotz eines Wermutstropfens. Die Steigerung der Umlagekraft um 9,15 Prozent bei gleichem Hebesatz von 45,9 Prozent führte zu Mehreinnahmen von 2844210 Euro.

Wegen der Umlagekraftsteigerung und der 1,9 prozentigen Hebesatzanhebung durch den Bezirk, muss der Landkreis 2439538 Euro mehr an Bezirksumlage leisten. Darüber hinaus wirkt sich die höhere Umlagekraft negativ bei den Schlüsselzuweisungen aus. Dem Landkreis werden nur noch 15372400 Euro und damit fast 600000 weniger als 2011 von Freistaat Bayern zugewiesen. Damit entsteht dem Landkreis gegenüber 2011 ein Defizit von rund 200000 Euro.

Auch heuer wird im Bereich Jugendhilfe eine Kostensteigerung um 11,4 Prozent (660680 Euro) erwartet. Lediglich bei der durch den Bund zugesagten Übernahme der Finanzierung der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, wird der Zuschussbedarf 2012 um fast 300000 Euro sinken. Weitere Ausgaben entstehen dem Landkreis durch die Generalsanierung des St. Anna Krankenhauses Sulzbach-Rosenberg sowie durch den Anteil der nicht förderfähigen Kosten und der Tilgung von Krediten der Sondervermögen in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Zudem ist ein Verlustausgleich von 800000 Euro aus 2011 an das Kommunalunternehmen „Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach“ vorgesehen.

Angesichts der Belastungen kann der Hebesatz von 45,9 Prozent nur beibehalten werden, wenn eine Entnahme aus den allgemeinen Rücklagen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro eingeplant wird. Das ist eine Erhöhung der Rücklagenentnahme um 240000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Zum Abgleich des Gesamthaushaltes 2012 sieht der Haushaltsplan eine Kreditaufnahme von einer Million Euro (ohne Sondervermögen) und eine Nettoentschuldung von rund 26800 Euro vor. Bis Jahresende sollen die Schulden um 650000 Euro auf elf Millionen Euro gesenkt und so eine Zinsersparnis von 337000 Euro erreicht werden. „Einnahmen und gestiegene Umlagekraft sind nicht immer ein Segen“, fasste Anton Weber die Haushaltszahlen zusammen, denn die Zuweisungen minderten sich um rund drei Millionen Euro.

 

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