Widmung für den Kreisverkehr
Die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr an der JVA haben begonnen – das Bauwerk soll eine griechische Gestaltung bekommen.
OB Wolfgang Dandorfer (6.v.r.) mit fleißigen Helfern beim Spatenstich für den neuen Kreisverkehr an der JVA.
Amberg. Mit Beeinträchtigungen durch die bereits laufenden Bauarbeiten haben die Autofahrer an dieser Stelle nicht zu rechnen. Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer sagte am Donnerstag beim Spatenstich zum Baubeginn, bei diesem ersten Bauabschnitt würden die Brücke über den Ammerbach sowie der nördliche Bogenteil des Kreisels gebaut.
Über den Bau dieses Kreisverkehrs an der JVA sei viel diskutiert worden. Mit seinen verschobenen Zufahrten sei die Verkehrsführung überaus schwierig. Zudem müsse die Wingershofer Straße verlegt werden. Der Vorteil sei, dass das Freischützgässchen besser angebunden werden könne. Die dahinter liegende Fläche biete sich dann als interessantes Bauland an.
„Ich freue mich auf den neuen Kreisverkehr“, sagte Dandorfer deutlich. Nun ist das Stadtoberhaupt als großer Freund von Kreisverkehren bekannt. Am Donnerstag meinte er, sollte die nächste OB-Generation die Kreisverkehrpolitik weiterführen, könne man ohne jede Ampel die Vilsstadt Amberg passieren. Den großen Vorteil der Kreisverkehre hätten längst auch andere Städte erkannt.
Hinter Dandorfers Freude steckte noch ein weiterer Grund: Der Kreisverkehr bei der JVA soll griechisches Flair bekommen. Zum Spatenstich kam Besuch aus der Partnerstadt Trikala aus Griechenland an. „Am Montag werde ich ihnen den Kreisverkehr zeigen.“ Dandorfer wird einen Gestaltungsvorschlag mitbringen. Auf jeden Fall sollen sich Griechenlands Farben weiß-blau im Kreisverkehr wieder finden. Weiter soll „Aesculap“, der Schutzpatron von Trikala, den Kreisverkehr zieren. Damit reiht sich der Kreisverkehr Hockermühlstraße in die Kreisverkehre in Amberg ein, die Patenstädten gewidmet sind.
Der Kreisverkehr an der Marienstraße ist der Patenstadt Desenzano in Italien und der Kreisverkehr an der Leopoldstraße/Barbarastraße Siilinjärvi in Finnland gewidmet. Beim Leopoldkreisverkehr sei die Straßenzuführung auf den Kreisel ähnlich schwierig wie beim Hockermühlstraßen-Kreisverkehr gewesen, erinnerte sich Dandorfer. Damals hätten Skeptiker gewarnt, er werde nicht funktionieren. „Ich bin mir sicher, das funktioniert hervorragend“, so der OB zum Hockermühlstraßen-Kreisverkehr.

