Amberg 04.11.2013, 17:27 Uhr

Schnee und Sturm sorgen für Rekord

Fast 130 000 Festmeter Holz hat die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach in diesem Jahr verarbeitet, der Umsatz lag bei 785 Millionen Euro.

Teils immense Schäden entstanden im Landkreis durch Windwürfe und Schneebruch. Fast 130 000 Festmeter Holz verarbeitete die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach – ein Rekord. Foto: dpa

Teils immense Schäden entstanden im Landkreis durch Windwürfe und Schneebruch. Fast 130 000 Festmeter Holz verarbeitete die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach – ein Rekord. Foto: dpa

Amberg-Sulzbach. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Amberg-Schnaittenbach hat in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen, was allerdings mit dem Schneebruch und den Windwürfen zusammenhängt. Deutlich wurde dies bei den Berichten des 1. Vorsitzenden Gerhard Gradl und Geschäftsführers Uli Hausmann bei der jüngsten Versammlung der Obleute.

Schäden teils katastrophal

Im vergangenen Jahr wurden nicht nur 157 neue Mitglieder aufgenommen (mit aktuell 23 735 Hektar Waldfläche), die FBG hat auch 129 211 Festmeter Holz (im Vorjahr 83 000 Festmeter) verarbeitet bei einem Umsatz von 785 Millionen Euro. 5300 Lastwagenfahrten in die Sägewerke (pro Tag 24) waren zu organisieren.

Diese Arbeitsleistung verlangte von allen Mitarbeitern – ob im Wald, als Fahrer oder im Büro – immensen Einsatz. Dazu kam noch, dass ein wichtiger Mitarbeiter verstorben ist. Verstärkt wurde das Personal mit Angelika Graf (Büro), Sebastian Schmaußer, einem Praktikanten für drei Monate und weiteren Schreibaushilfen.

Gradl schilderte die große Herausforderung dieses Jahres und die einzelnen Schadensfälle im Landkreis. Er war voll des Lobes für die FBG-Mannschaft. Regional habe es katastrophale Schäden gegeben, berichtete der Geschäftsführer. Der Holzmarkt war aber aufnahmefähig. Wege wurden aufgeschottert, damit das Holz weggebracht werden konnte. Nach dem Schneebruch kam am 28. Juli 2013 der Windwurf, teilweise waren sieben bis acht Harvester unterwegs.

Hausmann betonte aber, das heiße nicht, dass man aktuell nicht an Durchforstungen denken sollte. „Die Sägewerke brauchen Holz.“ Zudem habe man leicht steigende Holzpreise gehabt. Er ging auf die einzelnen Baumarten und ihre Preise ein, auch auf Industrie- und Brennholz. Kurzholzabschnitte bei Kiefern und Fichte seien weiter wichtig, Eiche bringe je nach Qualität viel Geld.

Amtsleiter Willibald Götz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg gratulierte zu den Erfolgen und würdigte die sehr kooperative Zusammenarbeit. BBV-Präsident Franz Kustner unterstrich die Bedeutung des Privatwaldes und der Wertigkeit des Holzes. Ökonomie und Ökologie müssen nachhaltig sein.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo