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Dienstag, 16. Januar 2018 10

Projekt

Integration durch Arbeit voranbringen

Ein Jahr nach Baubeginn weht der Richtbuschen über den neuen Jura-Werkstätten in Amberg. 23 Millionen Euro werden investiert.

Michael Freisinger, der Sohn des Vorsitzenden der Jura-Werkstätten, freut sich mit den Ehrengästen auf seinen neuen Arbeitsplatz; von links Bezirksrat Richard Gassner, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdB Barbara Lanzinger, OB Michael Cerny, Michael Freisinger, stellvertretender Landrat Franz Birkl und Bezirksrat Martin J. Preuß. Foto: age

Amberg. „Ein Richtfest ist für den Bauherrn etwas ganz Besonderes!“ So stellte Eduard Freisinger, der Vorsitzende der Jura-Werkstätten e. V., die Bedeutung dieses Anlasses heraus. Gut ein Jahr nach Baubeginn bzw. zwei Jahre nach Planungsbeginn steht nun der Rohbau dieses 23-Millionen-Projekts samt Dachstuhl.

„Nach langen Überlegungen war es letztendlich richtig, sich nicht für eine Sanierung, sondern für einen Neubau entschieden zu haben“, lobte auch Oberbürgermeister Michael Cerny die damalige Entscheidung. Viele gesellschaftliche und politische Instanzen fördern mit insgesamt 80 Prozent der Kosten den Bau dieser Einrichtung an der Raiffeisenstraße direkt neben dem Milchhof. Daher waren auch viele Ehrengäste zugegen: neben OB Michael Cerny der Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdB Barbara Lanzinger, der stellvertretende Landrat Franz Birkl in Vertretung von Richard Reisinger, die Bezirksräte Richard Gaßner und Martin J. Preuß.

„Wir reden von Integration! Wo geht es besser als mit Arbeit“, hob auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Bedeutung dieser Werkstätte hervor, in der Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung finden.

355 Menschen mit geistiger Behinderung und 24 mit Schwerst-Mehrfach-Behinderung werden in den neuen Jura-Werkstätten einen Arbeitsplatz finden. In einem Jahr soll das Gebäude fertiggestellt sein, das alleine 15,6 Millionen Euro kosten wird.

Zahlen und Fakten

  • Kosten

    Der Bau der neuen Jura-Werkstätten der Lebenshilfe in Amberg kostet insgesamt rund 23 Millionen Euro, davon entfallen allein auf das Gebäude rund 15,6 Millionen Euro. Insgesamt 80 Prozent der Baukosten werden gefördert.

  • Förderung

    Gefördert wird der Bau durch den Bezirk Oberpfalz, das Zentrum Bayern Familie Soziales, die Bundesagentur für Arbeit, das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Bayerische Landesstiftung. (age)

Geplant wird der Bau durch das Amberger Architekturbüro Harth & Flierl, den Holzbau führt die Firma Wiehag aus Oberösterreich aus. Deren Mitarbeiter Herrmann Danecker trug auch den Richtspruch für Zimmerer vor, an dessen Ende traditionell ein Glas Sekt zu Bruch ging. Aber das soll ja der Baustelle Glück bringen. (age)

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