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Montag, 25. September 2017 16° 2

E-Mobilität

Mobil mit Strom – das war eine Schau

Ob klein für die Stadt oder schnell wie ein Pfeil: Viel war in Amberg über Elektrofahrzeuge zu erfahren.

  • Autonomes Fahren mit dem Tesla interessierte viele Besucher beim Treffen der Elektromobilfahrer. Foto: arr
  • Der kleine Twizy – ein echter Stadtflitzer! Foto: arr
  • Der Sportwagen von Tesla Foto: arr
  • Die schwebenden Bälle im Strömungslabor begeisterten. Foto: arr
  • Das ist das „Kraftwerk“ eines Elektrofahrzeugs von VW. Foto: arr
  • Die verschiedensten Elektrofahrzeuge waren zu sehen. Foto: arr

Amberg.Trotz des schlechten Wetters am Samstag haben viele den Campus der OTH in Amberg besucht, um sich über die neuesten Trends und Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu informieren. Das Besondere an diesem „Tag der Elektromobilität“ war, dass hier keine Autohäuser, Fahrzeughändler oder Hersteller ausstellten, sondern Mitbürger, die diesen innovativen Weg der Mobilität schon beschreiten. Sie haben ihre Fahrzeuge zur Besichtigung und teilweise auch für Probefahrten zur Verfügung gestellt.

Der passt in die kleinste Parklücke

Rund um den Campus fuhren denn auch viele der Besucher mit dem kleinsten hier gezeigten Elektrofahrzeug, einem Renault Twizy Urban mit einer Leistung von 18 PS (13 KW). Ein richtiger Stadtflitzer, der auch in die kleinste Parklücke passt. Begeistert war die 2. Bürgermeisterin Brigitte Netta besonders vom Tesla S: Autonom (ohne Fahrer) durch die Stadt Amberg – das ist schon etwas.

Das „Running Snail“-Team war vor Ort

Die Renn-Schlange der OTH ist der schnellste E-Flitzer. Foto: arr

Das schnellste Elektro-Fahrzeug auf dem Campus war sicher die „Rennende Schlange“, eine Entwicklung der OTH. Diese Schlange wird von vier Elektromotoren angetrieben. Jeder liefert rund 50,4 KW bei 600 Volt Spannung und damit ein Drehmoment an die Rädern von 1414 NM Peak. Über die höchste erreichbare Geschwindigkeit schweigt sich das Team der OTH aus, aber es hat schon einige Siege und Höchstleistungen der „Running Snail“ gegeben. Die OTH kann stolz auf diese Entwicklung ihrer Studenten und Ingenieure sein, natürlich nicht zu vergessen die unzähligen Sponsoren, ohne die dieses innovative Projekt nicht zu stemmen gewesen wäre.

Der Zweitschnellste kommt wieder von Tesla, ein orangefarbener „Blitz“ mit Straßenzulassung: der Tesla Roadster Sport. Ein zwar teures, aber sehr schnelles Fahrzeug, das in Amberg zum Beispiel jedem „Ring-Raser“ die Fluppe aus den Lippen reißen würde. Schnell, leise, auf jeden Fall ein Hingucker erster Güte!

E-Fahrzeug für Handel und Handwerk

Mit drei Rädern und großer Ladefläche: eine Lösung für Handwerk und Handel Foto: arr

Aber nicht nur für Privatpersonen war etwas dabei. Beim kleinen Dreirad für den Lieferverkehr waren Handwerk und Handel die angesprochenen Nutzer. Geladen wird der Akku aus der Haussteckdose über Nacht, oder, wenn es nach Hardy Barth aus Schwend geht, direkt vom Dach über intelligente Ladetechnik.

Verblüffend war auch der viele Platz, den der BMW mit Elektroantrieb zu bieten hat. Das ist eine Familienkutsche für sechs Personen (und Waldi auch noch). Der Platzhirsch war sicherlich Renault. Allein vier Modelle wurden von Privatleuten vorgestellt. Auch VW war natürlich vertreten, diesmal ohne Abgas, welches ja bekanntlich zum Skandal führen kann.

Infrastruktur wird sich verbessern

Das Negativ-Argument „mangelnde Reichweite“ sticht auch nicht mehr (so ganz), wie die Interessierten von den E-Mobilisten erfahren konnten. Über 400 Kilometer seien immer erreichbar, bevor die Fahrzeuge neuen Strom brauchen. Die Infrastruktur der Ladesäulen wird sich auch in der Region und darüber hinaus in den nächsten Monaten und Jahren wesentlich verbessern und an den Speichertechniken wird intensiv geforscht, so die Verantwortlichen des veranstaltenden Solarenergie Fördervereins. Alles in allem könne man davon ausgehen, dass der Elektroantrieb in sehr kurzer Zeit den Verbrennungsmotor überholen wird.

Tag der offenen Tür an der OTH

  • Vielfalt

    Beim „Tag der offenen Tür“ der OTH war in der Mensa alles über die Ostbayerische Technische Hochschule und ihre Fakultäten geboten, was Besucher interessieren könnte. Natürlich auch mit praktischen Vorführungen in den Labors zum Staunen und Entdecken.

  • Hingucker

    Besonders das Strömungslabor hatte es kleinen und großen Besuchern angetan: Was Luft so alle machen kann! Es lässt Bälle schweben und hält Hagen fest. Prof. Dr. Andreas P. Weiß erklärte gern das „Geheimnis“, auch Bürgermeisterin Brigitte Netta. (arr)

Wem allerdings am Samstag das Wetter für Autos doch zu schlecht war, konnte auch den „Tag der offenen Tür“ der OTH besuchen. Ein, trotz Regen und Kälte, gelungener Tag auf dem Campus und in den Laboren! (arr)

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