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Montag, 20. November 2017 11

Politik

Moedel gibt Rat in Sachen Barrieren

MdL Dr. Harald Schwartz besuchte die Amberger Schilderfabrikation Moedel. Fachkundiger Rat ist willkommen.

Sie diskutierten über Barrierefreiheit und Beschilderungsmöglichkeiten; von links: Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz, Seniorchef Helmut Moedel sowie seine Söhne Christian und Martin Moedel. Foto: CSU

Amberg.Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz besuchte die Amberger Firma Schilderfabrikation Moedel und diskutierte mit Unternehmensgründer Helmut Moedel sowie den Söhnen Christian und Martin Moedel auch das Thema Barrierefreiheit. „Die Bayerische Staatsregierung hat bereits im Jahr 2003 ein Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft gesetzt. Letztes Jahr haben wir das Programm ‚Bayern barrierefrei 2023‘ beschlossen. Unser Ziel ist es, Barrieren in den drei wichtigsten Handlungsfeldern Mobilität, Bildung und öffentlich zugängliche staatliche Gebäude abzubauen“, wusste Schwartz zu Gesprächsbeginn die Aktivitäten und Ziele der CSU klar darzulegen.

Möglichst optimale Beschilderung

Wie Seniorchef Helmut Moedel hervorhob, sei gerade bei dem wichtigen Ziel der Barrierefreiheit eine möglichst optimale Beschilderung besonders wichtig. „Eine gute Beschilderung sorgt nicht nur für Übersichtlichkeit und dafür, dass sich behinderte Menschen schnell zurecht finden. Sie ermöglichen vor allem eine eigenständige, zielgerichtete Orientierung für alle Nutzer“, so Moedel. In der öffentlichen Planung gelegentlich etwas vernachlässigt werde dabei der Bereich der Barrierefreiheit für Sehbehinderte.

„Wir halten die Initiative der Bayerischen Staatsregierung für wichtig und richtig.“ Man wolle auf Punkte hinweisen, die noch weiter verbessert werden könnten, so Martin Moedel. Um für jede Art der Behinderung eine möglichst gute Beschilderung sicherzustellen, ist laut Christian Moedel eine Kombination aus Sehen und Tasten erforderlich.

Mit dem Auge und mit der Hand „sehen“

„Die sogenannten ‚taktilen Lösungen‘ sind ideal und sollten aus unserer Sicht häufiger zum Einsatz kommen. Egal ob Übersichtspläne, Türschilder, Bodenindikatoren, Treppenmarkierungen oder Handlaufbeschriftungen - Informationen, die durch mehrere Sinne aufgenommen werden können, führen alle Personen schneller ans Ziel. Taktile Informationselemente leisten genau das, denn sie sind sowohl mit dem Auge als auch mit der Hand wahrnehmbar“, so Moedel, der sich als Ratgeber anbot.

Dr. Schwartz nahm die Vorschläge gerne und umfassend auf. „Für betroffene Menschen bedeutet eine starke Sehbehinderung nicht selten eine große Einschränkung der Teilhabe an der Gesellschaft. Gerade da eine Vielzahl von Sinneseindrücken mit den Augen wahrgenommen wird, ist eine derartige Beschilderung wichtig. Für eine breite Inklusion müssen wir die nötigen Strukturen schaffen, um allen Menschen mit Behinderung, besonders aber auch sehbehinderten Menschen, ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben zu gewährleisten. Dies ist ein zentrales Anliegen der bayerischen, aber auch meiner Sozialpolitik“, so Schwartz.

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