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Sonntag, 25. Juni 2017 24° 2

Demonstration

Nein zur Abschiebung nach Afghanistan

Jugendorganisationen von Parteien und Verdi organisierten in Amberg eine Kundgebung. Junge Afghanen haben Sorgen.
Von Andreas Brückmann

  • Die Linksjugend solid Amberg hatte zusammen mit weiteren Organisationen zur Demonstration und Kundgebung gegen die Abschiebung nach Afghanistan eingeladen. Am Zug vom Amberger Bahnhof zum Marktplatz und der dortigen Kundgebung beteiligten sich 80 bis 100 Personen. Foto: ahk
  • Vom Bahnhof zum Marktplatz führte der Demonstrationszug. Foto: ahk

Amberg.Die linksjugend ’solid Basisgruppe Amberg hatte zum bundesweiten Aktionstag gegen die Abschiebungen von Geflüchteten nach Afghanistan eine Demonstration mit Kundgebung in Amberg initiiert. Gut 80 bis 100 Teilnehmer waren gekommen, um sich am Demonstrationszug vom Amberger Bahnhof durch die Innenstadt zum Marktplatz zu beteiligen. Unterstützer und Mitveranstalter waren Die Linke Kreisverband Mittlere Oberpfalz, Jusos Amberg-Sulzbach, Grüne Jugend Amberg-Sulzbach, Verdi-Jugend Oberpfalz.

Unter Moderation von Annika Vogl brachten verschiedene Redner ihre Meinung zur Abschiebepolitik der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung an. Annika Vogl und Leah Lipert (linksjugend), Lukas Stollner (Jusos), Marius J. Brey und Dominic Lenz (Die Linke) und Moritz Reinhardt prangerten dabei an, dass es sich gerade bei Afghanistan um eben kein sicheres Land handele. Mit einer Abschiebung seien die Flüchtlinge großer Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt.

Dominic Lenz forderte die Teilnehmer dazu auf, dies auch auf dem Amberger Marktplatz deutlich kund zu tun. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ wurde dabei skandiert, um auch den vorbeigehenden Menschen den Sinn der Kundgebung nochmals lautstark zu verdeutlichen.

Viel Beifall erhielten schließlich noch drei junge afghanische Flüchtlinge, die sich bereits seit mehreren Jahren in Amberg aufhalten. Anhand kurzer Redebeiträge informierten Imran Jabarkhail, Said Sadat und Karimi Ezatullah über ihre derzeitige Situation: Trotz eines bestehenden Ausbildungsvertrags bei einer Amberger Firma hätten sie jederzeit noch mit einer Rückführung nach Afghanistan zu rechnen, machten sie ihre Sorgen deutlich. Sie berichteten auch, dass die Lage in ihrer Heimat mehr als gefährlich sei; das wüssten sie aus Telefongesprächen mit Freunden und Verwandten in ihrer Heimat

Sprecher der Amberger Basisgruppe, die es erst seit einem halben Jahr gibt, sahen die Demo als großen Erfolg an. Als erfreulich bezeichneten sie, dass so viele – mehr als erwartet – daran teilgenommen haben. Sie hoffen, dass sich dadurch viele Menschen ermutigt sehen, sich aktiv am politischen Geschehen zu beteiligen. (ahk)

Lesen Sie hier mehr über Demonstrationen in bayerischen Städten zum Aktionstag.

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