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Freitag, 15. Dezember 2017 5

Sommerspaß

Mit großem Schwung über den Sand

Begeisterte Skifahrer kommen am Monte Kaolino auf ihre Kosten. Doch nicht nur auf der Sandpiste herrscht Wettkampfcharakter.
Von Friederike Lehmann und Sabrina Beer, MZ

Bereits bei der Fahrt mit dem Lift hat man einen weiten Blick über die Anlage und die Wälder. Foto: Lehmann

Hirschau.25 Grad und Sonnenschein, der sich im Sand spiegelt. Auf dem Monte Kaolino in Hirschau sieht man die Fahrspuren zweier Skifahrer. In Badehose und T-Shirt kurven sie den Berg hinab. Ihre Skiausrüstung haben sie sich zuvor am Fuße des 100 Meter hohen Berges an der Leihstation abgeholt.

Der „Monte“ liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Amberg. Er besteht aus Quarzsand, der ein Abfallprodukt der Kaolingewinnung ist. Kaolin ist ein feines, weißes Gestein, das bei der Papierherstellung und Porzellanbereitung gebraucht wird. 1958 fuhr man hier das erste Mal Ski – und heute kann man auch Snowboarden oder im Zipfelbob, einer kleinen Sitzschale mit Plastikgriff, fahren. Da die normale Skiausrüstung durch den Sand beschädigt würde, gibt es an der Ausleihstation Skier, Stöcke, Schuhe, Snowboards und den Zipfelbob. Eine Schnupperkarte für eine Stunde Sandsport mit Verleih kostet für Kinder bis 14 Jahre 20 Euro, Erwachsene zahlen 25 Euro.

Ganz bequemer Auf- und Abstieg

Hoch geht es mit dem Lift oder zu Fuß über den Klettersteig. Neun Personen dürfen gleichzeitig den Berg in einem umfunktionierten Holzboot hinauffahren. Bereits hier hat man einen schönen Blick auf die Anlage und den angrenzenden Wald. Schließlich kann man die Aussicht von oben genießen. Beim Rundumblick gibt es verschiedene Sachen zu sehen: Auf der nördlichen Seite des Monte Kaolino befindet sich das Industriegebiet mit den Amberger Kaolinwerken (AKW). Weitaus schöner zu betrachten ist das große Waldstück südlich des Sandbergs.

Der Hang des Monte Kaolino ist steil und deshalb eher für fortgeschrittenen Skifahrer geeignet. Als Alternative kann man auch hinunter wandern oder wieder den Lift nehmen. Auf der Piste sind zwei Slalom-Parcours abgesteckt, für ein Wettfahren der Sandskifahrer. Damit die Abfahrt gut befahrbar bleibt, gibt es auch hier, wie in Winterskigebieten, einen Pistenbully. Er fährt regelmäßig den Berg hoch und runter, um den Sand wieder zu glätten.

Geschwindigkeit der Schlitten messen

Nicht nur Skifahren, sondern auch Rodeln ist am Monte Kaolino in Hirschau möglich – und ein riesiger Spaß für alle. Foto: Lehmann

Eine andere Möglichkeit, den Berg zu bezwingen, bietet die Sommerrodelbahn. Die einen Kilometer lange Bahn fährt bis zur Spitze des Bergs, direkt neben der Skipiste. Wenn die Ampel grün zeigt, geht es rasant mit vielen Kurven durch den Wald. Aufgeregt wird auch hier um die Wette gefahren, denn die Geschwindigkeit der Schlitten wird gemessen. Wer der Schnellste war, stellt sich dann unten beim Vergleichen heraus. Als Erinnerung kann der Rodler sich ein Foto in Action mit nach Hause nehmen. In den Sommerferien findet jeden Samstag ein Nachtrodeln statt, was die Fahrt noch spannender und aufregender macht.

Ebenfalls im Wald gibt es hier einen Hochseilgarten mit vier Parcours, deren insgesamt 50 Elemente die Kletterer herausfordern. Etwa zweieinhalb Stunden Zeit sollte man dafür einplanen. Direkt am Waldrand liegt noch eine „Adventure Golf“-Anlage, die man mit Minigolf auf Kunstrasen vergleichen kann. Durch die fehlenden Begrenzungen ist es dem echten Golf ähnlich, nur die Bahnen sind kürzer.

Entspannung und Urlaub geboten

Einen ehrfürchtigen Blick werfen hier diese Besucher die steile Piste hinunter. Foto: Lehmann

Für die kleinen Gäste gibt es noch einen Spielplatz mit Tunneln, Türmern und natürlich Sand. Außerdem sind Pavillons und Liegen aufgestellt, die die Atmosphäre auflockern und zum Sitzen und Verweilen einladen.

In der Mitte der Anlage befindet sich das gemütliche Restaurant mit Sonnenterrasse, in dem man aus vielen verschiedenen Speisen und Getränken wählen kann. Außerdem gibt es dort Eisbecher und Torten und genügend Sonnenschirme. Von hier aus hat man einen perfekten Ausblick auf das angrenzende Schwimmbad. Es besteht aus einem Schwimmerbecken mit zwei Sprungbrettern, einem Nichtschwimmer- und einem Kinderbecken, über dem ein Sonnensegel gespannt ist. Eine Rutsche gibt es auch, ebenso wie eine Liegewiese. Sand gibt es ebenfalls, und zwar auf dem Beachvolleyball- und Beachsoccerplatz.

Wer hier einen Kurzurlaub verbringen möchte, kann auf dem angrenzenden Campingplatz übernachten – sei es in einem Zelt oder im Wohnwagen. Wenn das Wetter passt, kann man hier einen schönen, entspannten, aber auch aufregenden Sommer erleben.

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