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Mittwoch, 26. Juli 2017 15° 7

Premiere

Neue Theatergruppe betritt die Bühne

Leidenschaftliche Laienschauspieler aus Kastl und Utzenhofen proben unter Regie von Harald Meier an einem tollen Dreiakter.
Von Hans Braun

Die Darsteller mit dem prominenten bayerischen Regisseur Thomas Stammberger (vorn links) und seiner Frau, der Schauspielerin Gabrielle Odinis (Mitte zweiter Reihe) Foto: nbs

Kastl.Ein Theaterhighlight will die neue Theatergruppe „Die KaUtzigen“ im Forsthof in Kastl bieten: Mit dem Dreiakter „Wo geht’s denn do zum Himmi?“ erlebt der von den Schweppermannspielen bekannte Schauspielort Kastl ab 21. Februar eine weitere Premiere. Erstmals betreten Laienschauspieler aus Kastl und Utzenhofen gemeinsam die Bühne. Bereits seit Wochen proben die elf Schauspieler im Forsthof unter der Regie von Harald Meier aus Utzenhofen mit Feuereifer. Und: Inzwischen sind im Vorverkauf bereits 850 Karten verkauft und die DJK Utzenhofen, die als Veranstalter fungiert, bietet daher Zusatzvorstellungen an.

Am vergangenen Wochenende bekamen die Talente mit einem Workshop noch Unterstützung mit der aus Film und Fernsehen bekannten Schauspielerin Gabrielle Odinis und ihrem Ehemann Thomas Stammberger, Regisseur von „Dahoam is Dahoam“. Die Verbindung zu diesen prominenten Persönlichkeiten hatte Meier schon während seiner Studienzeit in München geknüpft.

Die beiden Profis führten die Laienspieler so richtig in die „hohe Kunst des Theaters“ ein und gaben den Akteuren einen Einblick in professionelle Bühnenarbeit. Die Spieler selbst zeigten sich begeistert über das, was sie dazulernen konnten. Bei diesem Coaching unterzogen sich die Laiendarsteller im Forsthof einer Grundlagenarbeit mit konkreten Rollen.

Thomas Stammberger war von den ehrgeizigen und begabten Schauspielern in Kastl begeistert. „Aus dene machma was“, sagte der Fernsehregisseur gegenüber der MZ. Gabrielle Odinis sah eine gute Basis, zumal sich die altersgemischte Gruppe aufnahmewillig zeigte. Und Odinis war sich sicher, die Laienspieler in Kastl auf einen guten Level gebracht zu haben.

Wie es zu diesem ersten gemeinsamen Theater der Orte Utzenhofen und Kastl kommt? Dazu berichtete Harald Meier gegenüber der MZ, dass bereits vor zwei Jahren der Sportverein Utzenhofen an ihn herangetreten sei, um eine Inszenierung zu übernehmen. Doch aus Utzenhofen allein reichten die Akteure nicht. So kam es, dass sich erstmals die „Rivalen“ – Kastl mit dem „Dol“ – vereinigten, was früher kaum für möglich gehalten wurde.

Harald Meier machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Stück und fand den Dreiakter von Ulla King „Wo geht’s denn do zum Himmi?“, den er bereits im Jahr 2006 bei einer „Nacht- und Nebelaktion“ selbst umgeschrieben hatte, wie er erzählte. Mit Erlaubnis der Urheberin des Stückes, schrieb er die Inszenierung grundlegend um und baute gleich neue Rollen ein. Meier, der Lehrer an der Berufsschule in Neumarkt ist, bekannte, er sitze selber wie auf „Kohlen“, wie das Stück wohl ankommen wird. Ulla King will, wenn es ihr möglich ist, sogar selbst aus Augsburg anreisen, um zu sehen, was aus ihrem Stück wurde.

Die Theaterhandlung spielt sich im Himmel ab, wo es gewaltig „menschelt“. Wenn dazu noch eine Preußin am Oberpfälzer Portal ihr Unwesen treibt… – mehr wollten die Darsteller aber noch nicht verraten. Auf jeden Fall ist nach Meinung des Regisseurs Spannung vorprogrammiert und die Zuschauer können sich auf eine lebhafte Handlung freuen.

Die DJK Utzenhofen als Veranstalter übernimmt die Organisation im Hintergrund. Vier Mitglieder der DJK richten derzeit unter der Leitung von Albert Wittmann im Saal des Forsthofes in Kastl eine dreidimensionale Vollkulisse als Bühne. Als Bühnenbildner konnte der Ortsheimatpfleger Hermann Römer gewonnen werden. Als Verantwortlicher für den „Himmel“ meinte Römer gegenüber der MZ: „Jeder, der wissen will, wie’s im Himmel aussieht, soll zum Theater nach Kastl kommen“.

Gesorgt ist auch, dass Sound und Licht bei den Aufführungen passen. Dafür wurden bereits von einem Tonproduzenten eigene Klangfarben angefertigt. Die komplette Licht- und Tonanlage für das Theater wird computergesteuert. Außerdem müssen 16 neue Kostüme geschneidert werden. Für diese Aufgabe konnte die DJK Utzenhofen Anna Lautenschlager gewinnen. (nbs)

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