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Freitag, 20. Oktober 2017 18° 4

Eröffnung

Kantiges „KA 2“ ist eine runde Sache

Erwachsene und Kinder tummelten sich ab dem frühen Dienstagmorgen im spürbar erweiterten Hallenbad Kümmersbruck.
Von Josef Fichtner

  • Stefan (26) und Markus (23 Jahre) sind vom „KA 2“ mehr als angetan – und besonders angetan haben es ihnen die tollen Startblöcke. Foto: J. Fichtner
  • Die Mädchen von der Wasserwacht spielen eine Runde vor dem Frühstücken. Foto: J. Fichtner
  • Sie gehörten am Dienstag zu den ersten Besuchern im neuen Kümmersbrucker Bad. Foto: J. Fichtner
  • Zeitig zogen bereits die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen im großen Becken. Foto: J. Fichtner
  • Macht das Laune! Foto: J. Fichtner
  • Jens Lottes, Fachangestellter für Bäderbetriebe, an seinem Arbeitsplatz Foto: J. Fichtner
  • Spaß für alle gibt es im „neuen“ Kümmersbrucker Hallenbad. Foto: J. Fichtner
  • Lieber Nichtschwimmerbecken oder doch Schwimmerbecken? Ganz einfach – eins nach dem anderen! Foto: J. Fichtner
  • Details wie die variablen und bequem zu besteigenden Startblöcke begeisterten sofort. Foto: J. Fichtner
  • Schwimmerinnen und Schwimmer kommen hier voll auf ihre Kosten. Foto: J. Fichtner

Kümmersbruck.Paul steht auf der Treppe, auf halber Höhe. Der Achtjährige kann sich nicht entscheiden: „Super find’ ich das Nichtschwimmerbecken! Und das Schwimmerbecken finde ich super!“ Okay, Paul, das lassen wir dann eben mal so stehen und lassen Dich gehen, wohin Du möchtest. Paul zieht es nach droben zum großen Becken. Dort tummeln sich auf den 25 Meter langen Bahnen die ersten „ernsthaften“ Schwimmerinnen und Schwimmer im soeben für die Öffentlichkeit frei gegebenen, neuen Kümmersbrucker Hallenbad, dem „KA 2“.

Dieser Dienstag, der 8. September 2015, geht als ein eminent wichtiges Datum in die Geschichte der GroßgemKantiges „KA2“ ist eine runde Sacheeinde Kümmersbruck ein. Das ist sicher. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es in aller Herrgottsfrüh’, pünktlich um 7.00 Uhr, erst einmal wenige Besucher an die Kasse und ins Innere des Bads zieht. Das Kümmersbrucker Aktivbad „KA 2“, so der ganze Name, ist mehr als ein umfassend saniertes Hallenbad. Es ist ein „Schulschwimmbad“ geblieben, aber es „kann“ eine Menge mehr.

Die Älteren fehlten zunächst

Als es an diesem Eröffnungstag auf halb acht zu geht, hellt sich auch die vorher noch etwas verschlossene Miene von Jens Lottes sichtlich auf. Mehr und mehr Besucher drängt es jetzt in das Bad. Doch der Fachangestellte für Bäderbetriebe gibt offen zu: „Ich hatte schon etwas mehr Besucher erwartet am Morgen des ersten Tags.“ Aber, nach den Ferien werde das schon, gibt er sich zuversichtlich. Ihn wundert es aber immer noch, dass speziell die etwas älteren Badbesucher vorerst kaum zu sehen sind im schönen neuen Bad: „Gerade die älteren Schwimmerinnen und Schwimmer hatten uns doch schon immer nach so frühen Badezeiten gefragt.“ Aber auch das werde sich schon noch einspielen, sagt Jens Lottes – und setzt sich in seinem „Beobachtungsraum“, fast direkt am großen Becken, wieder an den Tisch mit dem Computer und dem weiteren, ungefähr noch mal so großen Monitor weiter oben: Hier hat der Fachangestellte für Bäderbetriebe einfach alles im Blick, was er im Blick haben muss. Er sieht, was wo passiert, und er kann im Falle eines Falles auch ganz schnell eingreifen. Denn: Weite Wege gibt es im neuen Bad in Kümmersbruck kaum, so groß es sein mag. Das mag aber an diesem ersten Tag auch etwas täuschen, weil der Besuch halt zumindest am frühen Morgen noch etwas zu wünschen übrig lässt.

Es gab viele lachende Gesichter zu sehen

Paul ist inzwischen wieder unten angekommen, eine Etage tiefer, im Spaßbecken, beim Papa. Der lässt sich ganz genießerisch vom nicht zu stoppenden Wasserschwall „den Kopf waschen“, fast eine Minute lang. Und dann lacht er herzhaft, weil das einfach Spaß macht. Paul lacht auch und wirft den Ball wieder zurück, den er kurz zuvor knapp nicht gefangen hat. Überhaupt – selten gibt es an diesem draußen so kalten und fast finsteren Herbsttag so viele lachende Gesichter wie im Kümmersbrucker Aktivbad. Da reihen sich auch zwei Mädchen von der Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck gern ein in diese Reihe lachender Gesichter. Sie schwimmen eine „Runde“ im großen Becken, dann ratschen sie ein paar Minuten über Gott und die Welt, und es geht weiter. „Die müssen ja quasi da sein, weil sie eben von der Wasserwacht sind“, sagt mir später die Mutter. Sie ist mit dem großen Hund gekommen, wartet erst draußen, vor der massiven Glaswand. Die Mädchen kommen innen an die Scheibe, man verständigt sich, der Hund passt auf – auf mich. „Jetzt müssen sie bald heim, es gibt Frühstück“, sagt die Mama, während ich mit ihrem tierischen Begleiter intensiv eine Schwimmdisziplin übe: Kraulen.

Dann sehe ich die beiden jungen Mädchen von der Wasserwacht wieder, beim ganz ungezwungenen Ballspielen im unteren Becken, wo nicht „so viel Betrieb“ ist. Sie lachen. Na, mal sehen, wie inzwischen die Stimmung am Rand des Schwimmerbeckens ist. Also, wieder rauf, zu Stefan und Markus. Die jungen Männer, 26 und 23 Jahre, haben eine Menge Kondition im Vergleich – zum Beispiel zum nervigen Reporter. Sie schwimmen ihre Bahnen, rauf und runter, springen stets aufs Neue mit sichtlicher Begeisterung von den Startblöcken, statt immer nur zu wenden. Hat das Gründe? Offenbar hat es die.

Details begeistern zwei Schwimmer

„Diese Startblöcke sind einfach wunderbar. Man kann bequem über die Stufe von der Seite raufsteigen, das ist nicht überall so. Und wenn man dann abspringen will, ist es toll, dass da droben diese verschiebbaren Stützen sind, die sich jeder richten kann, wie er es haben möchte“, sagen Stefan und Markus, bevor es auch schon wieder auf die nächste Bahn geht.

Allmählich wird es doch voller im „KA 2“. In Grüppchen kommen endlich etwas ältere Badegäste, und Jens Lottes freut sich sehr. Die Mädchen von der Wasserwacht müssen jetzt frühstücken. Paul nicht. Er entscheidet sich klar für den Papa, der im unteren Becken lachend auf ihn wartet.

Aktivbad Kümmersbruck

  • Geöffnet

    Das neue KA2 hat werktags von 7 bis 21 Uhr und am Wochenende von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Nur montags ist das Hallenbad dem Schul- und Vereinssport vorbehalten.

  • Eintritt

    Der Eintrittspreis für zwei Stunden Vergnügen liegt bei 3,50 Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Die Badezeit staffelt sich in zwei, vier und sechs Stunden. Neu ist der Frühschwimmertarif von sieben bis neun Uhr, für nur zwei Euro. Neu ist laut Gemeinde auch die Ermäßigung für Inhaber der Ehrenamtskarte.

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