mz_logo

Gemeinden
Samstag, 23. September 2017 18° 2

Erlebnis

Die Begeisterung für die Natur wecken

Ob Spuren von Tieren, Pflanzen oder Feuermachen: Mit Christian Rudolf aus Rieden entdeckten Kinder den Lebensraum im Wald.

Viel über die Tiere, die Pflanzen und das Leben im Wald erfuhren die Mädchen und Buben bei einem Nachmittag mit Christian Rudolf. Foto: Wildnisschule

Rieden.Kinder und ihre Eltern für die Natur zu sensibilisieren – das ist Christian Rudolf ein großes Anliegen. Wie sich die Natur auf besondere Weise erleben lässt, erfuhren kürzlich die Kinder und Eltern des Kindergarten St. Vitus Schnaittenbach. Zum Familienfest an der Buchberghütte hatte der Kindergarten die „Wildnisschule Oberpfalz“ aus Rieden engagiert.

Als Einführung gab Christian Rudolf von der Wildnisschule Oberpfalz den Eltern einen Überblick über den Nachmittag. Außerdem sensibilisierte er die Eltern dafür, mit ihren Kindern in der Natur auf Entdeckungstour zu gehen. Als Anregung sollte dieser Nachmittag dienen, bei dem die Eltern, wenn sie auch im Hintergrund blieben, viel für sich mit nach Hause nehmen konnten. Weniger die reine Wissensvermittlung, denn die Begeisterung der Kinder für die Natur zu wecken, sollte eine Rolle spielen.

Spuren von Tieren und verschiedene Pflanzen entdeckten die Kinder und Eltern bei einer kleinen Wanderung. Foto: Wildnisschule

Zu Beginn erklärte der Leiter der Wildnisschule den Kindern und ihren Eltern anhand von Präparaten, Fellen, Tierstimmen und Bilderbüchern einiges über das Leben der Wildtiere in unserer Region. Warum haben Pflanzenfresser andere Zähne als Fleischfresser? Wieso haben einige Tiere die Augen mehr seitlich, andere mehr vorne am Kopf? Zu Fragen wie diesen erhielten die Kinder interessante Antworten. Christian Rudolf imitierte das Schrecken der Rehe, den Ruf der Ringeltaube und anderer Wildtiere und erklärte den Teilnehmern, was sich daran ablesen lässt. Talentierte Kinder konnten sich selbst im Imitieren von Tierstimmen versuchen.

Die nächsten Angebote

  • Bogenschießen für Familien

    Familien erhalten eine Einführung ins intuitive Bogenschießen, wie auch „Ötzi“ dies schon getan hat. Bogenschießen bringt den Dreiklang von Konzentration, Anspannung und Gelassenheit. Die Veranstaltung findet im Naturpark Hirschwald statt, Treffpunkt ist am Sonntag, 21. Juni um 14 Uhr an der Pforte des Klosters Ensdorf, Hauptstraße.

  • Feuermachen

    Die Ahnen beherrschten die Kunst des Feuermachens mit ganz einfachen Mitteln. Wie sie dies zustande brachten und welches Wissen und Können sie dazu benötigten, wird in den Kursen „Die Kunst des Feuermachens I (19. Juni) und II (26. Juni)“ vermittelt. Es geht unter anderem um Feuermachen mit verschiedenen Hilfsmitteln und auf unterschiedliche Arten sowie die Geschichte des Feuers. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils um 14 Uhr in der Kreuther Straße 10 in Rieden.

  • Lagerfeuerküche

    Die beiden Seminare sind gedacht für Menschen, die es gern wildromantisch mögen und Wert legen auf gesunde Ernährung. Teil I (20. Juni) behandelt die Zubereitung von frischem Fisch auf dem Lagerfeuer. Teil II (27. Juni) befasst sich mit dem Grillen von Wildbret und dessen Vorbereitung. Treffpunkt ist jeweils um 15 Uhr in der Kreuther Straße 10 in Rieden.

  • Naturschule für Eltern

    Gedacht ist das Seminar für alle, die Kinder auf ihrem Weg zu naturverbundenen Menschen einfach noch besser begleiten möchten. Christian Rudolf, selbst Vater von drei Kindern, gibt basierend auf seinen Erfahrungen als Wildnislehrer umfassende Anregungen, mit dem Wissensdurst der Kinder umzugehen. Kinder sollen dazu angeregt werden, selbst Antworten auf ihre Fragen zu finden. Der Kurs findet am 21. und 28. Juni, jeweils von 9 bis 17 Uhr, statt; Treffpunkt ist die Kreuther Straße 10 in Rieden.

  • Informationen

    Alle Kurse finden im Naturpark Hirschwald statt. Anmeldungen und Informationen gibt es bei Christian Rudolf per E-Mail unter info@wildnisschule-oberpfalz.de, im Internet: www.wildnisschule-oberpfalz.de oder per Telefon unter (01 76) 24 04 80 22.

Anschließend ging es auf eine kleine Wanderung Richtung Nepomukkapelle bei der Keltenfliehburg, bei der man essbare Pflanzen wie den Sauerklee probieren konnte. Neben Brombeeren und Himbeeren, die erst später im Jahr reifen, aus deren Blättern sich aber ein guter Tee machen lässt, fand man Holunder. Dieser eignet sich außer zur Sirupherstellung und für Hollerküchl auch hervorragend zum Schnitzen einer Flöte, erfuhren die Mädchen und Buben von Christian Rudolf.

Spannend wurde es, als Christian Rudolf mit einfachen Mitteln Feuer machte. Foto: Wildnisschule

Außerdem fand man auf dem Weg schon die ersten Tierspuren. Eichhörnchen, Fichtenkreuzschnabel und Mäuse hatten an Fichtenzapfen ihre Spuren hinterlassen. Unterhalb der Nepomukkapelle, abseits des Weges, traf die Gruppe dann auf die ersten Zeichen des Rehwildes. Auch einige Wildwechsel durchzogen hier den Waldbestand. An den Zeichen in Vegetation und auf dem Boden erklärte Christian Rudolf den Kindern und Eltern, welche Wildtiere hier entlang laufen. Neben Rehen war auch das Vorkommen von Füchsen und Wildschweinen feststellen.

Zum Abschluss des Nachmittags zeigte Christian Rudolf den Kindern und ihren Eltern das Feuermachen mit den für die Region typischen Feuersteinen. Jeder, der wollte, durfte sich dann selbst daran versuchen. Und die Eltern konnten diese Art, Feuer zu machen, als Anregung für das nächste Grillfest mitnehmen.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht