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Amberg
Dienstag, 21. November 2017 7

Festtag

Leutnant, Lehrer und Chorsänger

Studiendirektor Otmar Röhnert aus Kümmersbruck feierte den 80. Geburtstag im Kreise der Familie und zahlreicher Gratulanten.

Otmar und Anneliese Röhnert am 80. Geburtstag Foto: aeu

Kümmersbruck.Hunderte sind während seiner Ära durch seine Hände gegangen, wurden in der Kollegstufe von ihm betreut. Otmar Röhnert wurde am Donnerstag 80 Jahre alt. Röhnert hat zwischen 1972 und 1995 am Gregor Mendel Gymnasium unterrichtet, war zuletzt Studiendirektor. Zu sagen, dass Generationen von Gymnasiasten von seiner Schule ins Leben abgingen, ist wahrlich nicht verkehrt. Bis er allerdings 1972 nach Amberg gekommen ist, lag schon eine Odyssee hinter ihm. Erst ereilte ihn im November 1945 die Vertreibung von Oberschlesien nach Österreich; dann ist er per Zufall mit seinen Eltern in Großalbershof bei Sulzbach gelandet, besuchte die Schule in Steinling, dann die Oberrealschule in Sulzbach.

Weil sein Vater eine Stelle als Lehrer bekam, zog die Familie Röhnert 1950 nach Ostfriesland, dort machte Otmar Röhnert auch sein Abitur. Danach gehörte mit zu den ersten Rekruten, die zur Bundeswehr eingezogen wurden, kam 1956 in die Amberger Kaserne. Was er damals noch nicht wusste: 1945 musste auch ein junges Mädchen namens Anneliese, 45 km entfernt von ihm in Oberschlesien wohnend, mit ihren Eltern flüchten, die zufällig in Rieden im Landkreis Amberg landete. Im Amberger Josefshaus haben sich Otmar und Anneliese bei einer Tanzveranstaltung getroffen.

Otmar Röhnert ist 1959 in Amberg als Leutnant der Reserve ausgeschieden. Ihn verschlug es dann nach Berlin, wo er Geschichte und Germanistik studierte; seine Anneliese hielt ihm die Treue; 1965 wurde in Kümmersbruck geheiratet. Nach zwei gemeinsamen Jahren an einem evangelischen Gymnasium im Odenwald wurden sie dann in Haselmühl sesshaft. In der Falkenstraße sind sie es heute noch nach 52 gemeinsamen Jahren; drei Söhne und sechs Enkel bereichern die Familie. Die Glückwünsche, darunter die von 3. Bürgermeister Hubert Blödt, waren zahlreich. Wichtig ist dem Jubilar die Musik: mit elf Jahren bereits hat er in Sulzbach-Rosenberg im Knabenchor des Waisenhauses gesungen, zeitlebens ist er dem Chorgesang treu geblieben. Engagiert ist er außerdem im ökumenischen Arbeitskreis in Kümmersbruck. (aeu)

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