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Pfingsten

48 Träume (nicht ganz) in Weiß

Carola Traurig und Anna Kybelksties eröffneten in Bad Kötzting die Ausstellung Die Kleider der Pfingstbräute „ganz in Weiß“.
Von Stefan Weber

Die Kleider der ehemaligen Pfingstbräute, die am Pfingstmontag getragen wurden, sind bis 28. Mai im Postsaal zu bewundern. Fotos: S. Weber

Bad Kötzting.Gleich zur Eröffnung am Freitagabend drängten sich die Besucher der Ausstellung Die Kleider der Pfingstbräute „ganz in Weiß“ im Postsaal. Anna Kybelksties und Carola Traurig, die 2012 schon die farbigen Ballkleider, die am zweiten Tag der Pfingsthochzeit am Dienstag von den Pfingstbräuten getragen werden, ausgestellt hatten, eröffneten die Ausstellung.

Dabei machten sie deutlich, dass sie vor fünf Jahren selbst nicht damit gerechnet hätten, dass das Interesse an den weißen Kleidern vom Pfingstmontag so groß wäre. „Wo sind die denn?“, sei damals eine sehr häufige Frage gewesen. Da die Präsentation beider Kleider aber ohnehin nicht möglich gewesen wäre, hätten beide damals schon den Plan gefasst, in fünf Jahren die weißen Kleider auszustellen. „Auch wenn die Farbe fehlt, so steckt doch viel Genauigkeit in den Kleidern“, erklärte Carola Traurig – und für diese Genauigkeit fehle dem Zuschauer bei den Umzügen definitiv die Nähe zum Kleid. Dass „ganz in Weiß“ dabei nicht ganz richtig sei, erklärte sie auch noch. Viele Kleider hätten so ihre kleinen individuellen Farbtupfer, die sie „grandios und fantastisch“ machten.

Rund um die Ausstellung

  • 2012:

    Im Jubiläums-Jahr 600 JahreKötztinger Pfingstritt wurden erstmals die Kleider der Pfingstbräute ausgestellt – damals die bunten Ballkleider, die am Dienstag getragen werden. Anna Kybelksties und Carola Traurig waren auch hier die Organisatorinnen.

  • Öffnungszeiten:

    Die Ausstellung läuft bis 28. Mai, der Eintritt ist frei. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag und Christi Himmelfahrt 10 bis 17 Uhr. Für sechs Euro gibt es eine Broschüre zu kaufen, in der Kleider und Trägerinnen beschrieben sind.

„Wir hoffen, dass wir den Kolleginnen gerecht geworden sind“, führte Anna Kybelksties die Eröffnungsrede weiter. Ihr Dank ging dabei an die Pfingstbräute, die ihre Kleider zur Verfügung gestellt haben sowie an die vielen Helfer und die Familien der beiden Organisatorinnen. Als Dank für die Leihgabe, so Kybelksties weiter, gebe es für jede eine Kopie eines von Stadtpfarrer Herbert Mader entworfenen Pfingst-Motives auf Leinwand.

Bürgermeister Markus Hofmann dankte seinerseits den beiden Organisatorinnen für ihre Arbeit und den ehemaligen Pfingstbräuten für den Blick in die Vergangenheit. Die Kleider der Pfingstbräute gehören nach Meinung des Stadtoberhauptes zu den Geheimnissen, die ebenso gut gehütet werden, wie der Name des Pfingstbräutigams. „Das ist auch wichtig, denn wenn sich alle viele Gedanken machen, dann bleibt die Tradition lebendig“, sagte er. Dann waren der Worte genug gewechselt, und die Besucher machten ihren ersten Rundgang durch diese außergewöhnliche Ausstellung.

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