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Region Cham
Donnerstag, 14. Dezember 2017 10

konzert

A Musi mit G’sang beim Tannenecker-Hoagartn

Die 24. Ausgabe des Treffens von Musikanten und Sängern war wieder ein Genuss für die zahlreichen Freunde der Volksmusik rund um Arrach.
Von Regina Pfeffer

  • Das „Regental-Gsangl“ in Ersatzbesetzung bekam großen Beifall. Fotos: krp
  • Die „Eckerer-Deandl“ Katharina und Anna-Maria.
  • Humorist Karl-Heinz Kilger

Arrach.Ein Publikumsmagnet war auch die 24. Ausgabe des Tannenecker-Hoagartns. Der Saal des Gasthauses Meindl war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Veranstaltung konnte mit einem Aufgebot hochkarätiger Musikgruppen begeistern.

Mittig im Raum platziert saßen die Sänger und Musiker zwischen den Gästen und musizierten abwechselnd. Musikalisch ins Rollen gebracht wurde das dreistündige Programm vom gemeinsam gesungenen „Mia san vom Woid dahoam“, begleitet von den beiden „Eckerer-Deandln“ Katharina (10) und Anna-Maria (14) auf der Steirischen.

Mit jugendlichem Schwung ließen sich die beiden Schwestern noch mit Stücken wie „Die Sterne am Himmel“, „Tief drin im Böhmerwald“ oder „Binder-Michl-Polka“ hören, was ihnen tosenden Applaus einbrachte.

Die Stille beim „Lamer-Winkel-Lied“

In dezimierter Besetzung trat das „Regental-Gsangl“ auf. Evi Gierstl und Tina Hausladen wurden von Hermann Achatz gesanglich und auf der Zither begleitet, während Willi Freimuth die Gitarre dazu erklingen ließ. „Da oane Summa“, „A Platzerl woaß i“ oder „Und d’Liab is wia a Bach“ waren nur einige ihrer Titel. Auch bei den Auftritten des „Rittsteiger Dreigesang“, die man schon als Lokal-Matadore bezeichnen kann, wurde den innigen Texten gelauscht. Hermann Achatz, Gerhard Koller und Willi Freimuth singen schon seit 21 Jahren zusammen. Bei ihren Liedern ging es um die ewigen Themen wie die Liebe, die schwere Holzarbeit, die Heimat und Natur. Atemlose Stille kehrte beim „Lamer-Winkel-Lied“ ein.

Als sehr wandelbar zeigten sie sich, als sie sich umformierten, die Instrumente tauschten und als „Rittsteiger Musi“ auftraten.

Es folgten im Programm Karl-Heinz Kilgers humoristische Lieder. Sein schauspielerisches Talent bewies er bei einem gespielten Witz. Krankheitsbedingt hatten die „Lamer-Winkel-Sänger“ kurzfristig abgesagt.

Sprecher Thomas Haselsteiner

Als Sprecher führte Thomas Haselsteiner durch den Abend. Er kündigte nicht nur die Gruppen an, sondern ließ humorvolle wie auch besinnliche Texte hören. „Humor ist gesund für Gesicht und Seele“ meinte er und regte zum Nachdenken an mit dem Hinweis auf die Zeitnot der modernen Menschen. Mit einem heimatkundlichen Kurzvortrag über die Haibühler Wirtshauskultur verblüffte Heimatforscher und Buchautor Josef Eckl. Gründend auf eine erst vor kurzem gefundene Urkunde bewies er, dass es seit 400 Jahren eine durchgehende Wirtshaustradition in Haibühl gibt. Die letzten 115 Jahre seien geprägt von der Wirtsfamilie Meindl, so der Sprecher. Wirt Andreas Meindl durfte sich über ein kleines Präsent freuen. Mit dem Lied „Hoam in mein Woid“ setzte der Rittsteiger Dreigsang den Schlusspunkt. So gab es für die Zuhörer ein Programm, bei dem sie im Takt mitwiegen oder besinnlich lauschen konnten. Mit dem Sinnspruch „Glück ist selten etwas, das man gerade erlebt, sondern meist etwas, an das man sich erinnert“, verabschiedete sich Haselsteiner vom Publikum, das sich im nächsten Jahr auf den Jubiläums-Hoagartn freuen kann. Seinen Dank drückte er mit einer selbstgebastelten „Musikanten-Notfall-Schachtel“ aus. (krp)

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