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Region Cham
Samstag, 20. Januar 2018 10

Konzert

Alte Lieder in neuem Klang

„Luz Amoi“ gab zwei ausverkaufte Adventskonzerte in der Klosterkirche Maria Hilf und begeisterte die Besucher.
von claudia peinelt

  • Die Musiker mit Leib und Seele ließen die Besucher des Konzertes für einige Zeit den Alltag vergessen und sich auf Weihnachten einstellen. Fotos: cci
  • Vielseitig zeigten sich die Musiker von „Luz Amoi“.

Cham. Auf eine weihnachtliche Reise durch die eigene musikalische Welt der fünf Musiker von „Luz Amoi“ wurden die Besucher des Konzertes am Freitagabend mitgenommen. Mit ihrem neuen Programm „Bald ist Weihnachten“ standen sie am Tag vorher in der Partnerkirche in Salzburg vor dem Altar. Und vor einer voll besetzten Klosterkirche Maria Hilf zeigte die Gruppe am Freitagabend, dass Musik ihr Leben ist. Stefan Pellmaier erinnerte zu Beginn des Konzertes daran, dass jeder Jahr für Jahr ein besonderes Verlangen in der Adventszeit habe. In der umtriebigen Zeit werde es jedoch immer schwieriger, Ruhe zu finden. Die Zeit laufe für jeden, für jeden ans Ziel. Doch was bedeute das Ziel, stellte er die Frage. Alle arbeiten auf das Fest hin, damit es schöne festliche Tage gebe. „Und was passiert anschließend? Es bleibt alles beim Alten, doch die Sehnsucht bleibt“. Viele verschiedene Lieder, die jeder zur Advents- und Weihnachtszeit kennt, hat das Ensemble wieder bearbeitet. Lichteffekte, verschiedene Klang- und Tonerlebnisse ließen die alten Lieder und Stücke neu, aber zugleich auch alt erklingen.

Die fünf Musiker spielen seit über zwölf Jahren nun zusammen.   Sie standen bereits mit namhaften Künstlern wie Konstantin Wecker, Claudia Koreck, Enrico de Paruta und vielen anderen auf der Bühne und absolvierten unzählige Konzerte im In- und Ausland. Ein besonderes Schmankerl waren an diesem Abend in der Klosterkirche auch die kurzen Geschichten, die Stefan Pellmaier vorlas. Da waren die Spaziergänge, die er zusammen mit seinem Vater und Geschwistern an den Abenden nach dem 1. November machte. Der Weg führte zum Friedhof, an das Grab von den Großeltern. Auf dem Weg dorthin ging es durch den Wald und der Vater erklärte immer, welche Bäume hier gewachsen sind. Oder von den Tagen, an dem die Kinder mit der Mama Strohsterne basteln durften. Die mühevoll aufgebügelten Strohhalme wurden mit Kleber bestrichen und klebten meist an den Pullovern der Kinder. „Doch am Ende hatten wir immer wunderschöne Strohsterne, die den Weihnachtsbaum zierten. Die Türe, die in das Zimmer, wo das Christkindl seine Arbeit machte, führte, war immer mit einem Stoff abgedeckt. „Und wehe, wir Kinder wagten auch nur im Entferntesten, das Tuch etwas zur Seite zu schieben, dann war auch schon die ermahnende Stimme der Mutter zu hören“.

Und dann bekamen die Besucher wieder die vertrauten Lieder zu hören. Egal ob „Zu Bethlehem geboren“, „Macht hoch die Tür“, oder „Alle Jahre wieder“, jedes der Weihnachtslieder war mit Liebe zur Musik bearbeitet worden. Und auch in diesem Konzert zeigten die Musiker, was ihnen Musik bedeutet. Hohe musikalische Qualität, verbunden mit dem Respekt vor den alten Liedern und Stücken, sodass eine ganz eigene Tonsprache entsteht, welche diese weihnachtlichen Weisen zeitgemäß und doch besinnlich und voller Emotionen erklingen lässt. Die Band Luz amoi hatte nicht zuviel versprochen. Mit tosendem Applaus bedankten sich die Konzertbesucher.

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