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Region Cham
Mittwoch, 22. November 2017 3

Kommune

Am Spitalplatz wachsen die Häuser

Direkt vor den Toren des Bad Kötztinger Stadtzentrums wachsen gleich mehrere große Wohnhaus-Projekte in den Himmel.
Von Fred Wutz

Fast genau im Zeitplan liegt das Projekt von Wolfgang und Franz Bauer an der westlichen Kante des Spitalplatzes. Im Frühjahr 2018 stehen dort 13 Eigentumswohnungen zur Verfügung, sowie eine Büro- oder Praxiseinheit. Fotos: Fred Wutz

Bad Kötzting.Eine insgesamt positive Entwicklung macht der Spitalplatz der Pfingstrittstadt durch. Zwei Baustellen lassen erkennen, dass sich schon in wenigen Monaten die Optik dieses zentrumsnahen Bereiches stark verbessern wird. Und zugleich wird das Angebot an Wohn- und Gewerbeflächen in Bad Kötzting ausgeweitet.

Im Laufe der letzten Jahre wurden die Gebäude an dem langgestreckten Platz nacheinander erneuert, zentral liegt als alte Bausubstanz nur noch ein größeres Anwesen, in dem früher die Diskothek „Cockpit“ untergebracht war.

Ensemble Goggolori: Das Lokal am Spitalplatz hat –im zuge eines Anbaues an die erste Location seinen Standort nur um wenige Meter (von einem Haus in das angrenzende) verlagert. Die Terrasse ist ein gern genutzter Treffpunkt.

Die auffälligste Maßnahme unter den Neubauten ist derzeit das Mehrparteien-Projekt von Wolfgang und Franz Bauer, das an der Westseite des Spitalplatzes mehrstöckig errichtet wird. Darin entstehen 13 Eigentumswohnungen, die nach Angaben der Bauherren alle bereits ihre Besitzer gefunden haben. Lediglich für einen Teil des Gebäudes, eine Einheit von rund 60 Quadratmetern im Erdgeschoss, ist noch nicht entschieden, was entstehen soll. „Büro oder Arztpraxis, alles ist möglich“, sagte Franz Bauer, „im Frühjahr 2018 sind wir dann fertig.“

Bauer ist zum wiederholten Male daran beteiligt, dass sich Optik und Bausubstanz am Spitalplatz verbessern. Sein Lokal „Gogglolori“ hatte er im Erdgeschoss eines Neubaues betrieben, diesen dann um ein weiteres, daran anschließendes Gebäude erweitert und die Gaststätte dorthin verlagert sowie vergrößert.

Für „Cockpit“ gibt es keine Pläne

Cockpit: Zwei große Gebäude befinden sich zentral am Spitalplatz, die in der Pfingstrittstadt wie auch im weiteren Umland als „Cockpit“ ein Begriff sind. Sie sind teilweise bewohnt, Die Bausubstanz ist relativ alt.

Ein weitere Idee Bauers, sich baulich zu vergrößern und das Gebäude des früheren „Cockpit“ zu erneuern, blieb im Verhandlungsstadium stecken. Dessen Eigentümer Manfred Meimer äußerte gegenüber unserem Medienhaus, dass er bezüglich des „Cockpit“-Gebäudes und eines weiteren anschließenden, großen Hauses, keine konkreten Pläne hat. Meimer bestätigte die früheren Kontakte zu Bauer und meinte, „Es ist halt nichts geworden, aber es kann sich ja wieder einmal etwas ergeben.“

Zügig voran kommt ein anderes Bauprojekt in der Mitte der südöstlichen Längsseite des Spitalplatzes. Dort hat die Familie Brandl ein altes Wohngebäude durch einen kompletten Neubau ersetzt. Zunächst habe man das über 100 Jahre alte Haus erhalten und mit viel Eigenleistung sanieren wollen, berichtete Markus Brandl. Das sei aber wegen der schlechten Bausubstanz und zuletzt an statischen Problemen gescheitert.

Bereich hat sich verbessert

Anwesen Brandl: Im Januar oder Februar soll das neue Gebäude der Familie Brandl in der Mitte der südöstlichen Längsseite des Spitalplatzes fertig sein. Wohnungen und eine Arztpraxis werden dort eingebaut.

„Also haben wir abgerissen und neu gebaut,“ so Brandl weiter. Seit April 2017 laufe das Projekt, die Fertigstellung für Januar oder Februar nächsten Jahres geplant und durchaus realistisch. Die Hausnummer 4 wird das neue Gebäude der Familie Brandl bekommen und nach Angaben der Eigentümer im Erdgeschoss eine Arztpraxis sowie in den darüber liegenden Etagen vier Wohnungen enthalten. Die Wohneinheiten werden jeweils etwa 60 Quadratmeter Fläche aufweisen.

In der Gesamtschau stellt sich also etwa ab Frühjahr 2018 der Bereich des Spitalplatzes als durchaus ansehnlicher Bereich dar. Es sind dann in den letzten Jahren eine Reihe von Wohnungen entstanden, wobei durchaus noch die „Ferienresidenz am Weißen Regen“ einbezogen werden darf. Auch verschiedene Gewerbe-Ansiedlungen in den modernisierten bzw. neu gebauten Gebäuden fallen ins Auge.

Anwesen Bummer und Ebner: Baulichen Kontrast gibt es an der östlichen Ecke des Spitalplatzes: Futuristisch einerseits, an Tradition angelehnt andererseits stehen hier die abgeschlossenen Projekte Bummer und Ebner.

Im Städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Stadt Bad Kötzting werden im Übrigen die Spitalvorstadt und ihre Sanierung als „wichtiges Handlungsfeld des öffentlichen Raumes“ aufgeführt. Da ist zum Beispiel die Rede von Aufwertung der öffentlichen Flächen, einer bessere Anbindung der AQACUR Badewelt an die Altstadt und von der „Stärkung der Wohnfunktion“. Diese ergebe ein wesentliches Potenzial für eine vitale und stabile Innenstadtentwicklung, so das Konzept. Die Projekte am Spitalplatz tragen also sichtlich zu einer Aufwertung der Stadt Bad Kötzting bei.

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