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Region Cham
Mittwoch, 22. November 2017 3

Freizeit

Auf Zeitreise in die Vergangenheit

Bürgermeister Baumgartner unternahm mit Chamerauer Senioren einen Ausflug nach Furth im Wald. Im Flederwisch bestaunten sie altes Handwerk.

Bürgermeister Stefan Baumgartner (4. v. li.) mit den gut gelaunten Senioren aus seiner Gemeinde Chamerau: Er versprach, auch beim nächsten Ausflug wieder mit von der Partie zu sein. Foto: che

Chamerau.Es ist mittlerweile Tradition geworden, dass der Bürgermeister zweimal im Jahr einen Ausflug mit den Senioren der Gemeinde Chamerau unternimmt. So oblag es wieder Stefan Baumgartner, zusammen mit der Seniorenbeauftragten der Gemeinde, Ulrike Biegerl, ein interessantes Ziel auszuwählen. Nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ arbeitete Biegerl das Ziel des Ausflugs in heimische Gefilde aus.

Die Fahrt führte die gesellige Reisegruppe nach Furth im Wald, rund um den Drachensee und nach Arnschwang zu jeweils interessanten und sehenswerten Zielen. Der Bus war wieder voll besetzt, die Fahrt bestens organisiert. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, und die Senioren waren bestens gelaunt.

Am Dienstag ging es zum ersten Ziel, zur Erlebniswelt Flederwisch. Die Senioren erlebten eine einzigartige Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert. In der Erlebniswerkstatt sorgten die Anfänge der Industrialisierung für Staunen bei der älteren Generation, die sie selber noch miterlebt hatte. Mystisch, geheimnisvoll und humorvoll ging es dabei in eine längst vergangene Zeit. Historische Maschinen und Gebäude sind auf dem Gelände zu sehen. Eine stattliche Stahlbrücke aus dem vergangenen Jahrhundert war dabei der Höhepunkt. Das i-Tüpfelchen in den Augen der Teilnehmer war die einst größte Dampfmaschine des Freistaats Bayern; sie wurde gebaut, als die legendäre Titanic sank. Wie viel Arbeit und Lärm das Maschinenungetüm macht, war hautnah zu erfahren. Eine Zeitung aus den frühen 1920er-Jahren war ein interessantes Zeugnis. Wie Papier geschöpft wurde, wurde interessiert betrachtet und von den Ausflüglern selber versucht.

Einblick in die Geschichte

Museumsführer Günter Bergbauer verstand es ausgezeichnet, die Senioren in die Ausführungen auf lustige Art und Weise mit einzubeziehen und ihnen dabei viel Geschichtliches zu vermitteln. Beim Papierschöpfen und beim Schmieden waren alle mit Feuereifer bei der Sache; sie wurden von Günter Bergbauer angeleitet.

Im Drachen- und Ritterladen wurden ebenfalls viele kleine Schätze entdeckt. Im Anschluss war noch Zeit genug, um das riesige Areal mit all seinen Überbleibseln aus vergangener Zeit zu erkunden.

Als nächstes Ausflugsziel steuerte man den Steinbruchsee bei Sengenbühl an. Die Busfahrt führte dabei rund um den Drachensee. Angeregt von der idyllischen Lage genossenen die Ausflügler bei bestem Wetter und guter Stimmung das Mittagessen. Es herrschte eine angenehme und fröhliche Atmosphäre, nicht zuletzt auch aufgrund der netten und zuvorkommenden Bewirtung. Die Sonne und die reizvolle Landschaft luden zum Verweilen ein. Ein Besuch in der Kapelle und ein kurzer Spaziergang zur Fischzucht und zu den vielen weiteren Tieren auf dem Gelände rundeten die Mittagspause ab.

Als letzte Station steuerten die Senioren Arnschwang mit der „Wirtshöhe“ mitten im Ort, auf geschichtsträchtigem Boden, an. Der Komplex aus dem Jahr 1845, dessen Unterkellerung aus dem 15. Jahrhundert stammt, wurde in akribischer Arbeit vom Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang zu einem Museum umgebaut und beherbergt auch Einrichtungen der örtlichen Grundversorgung nebst „Radlcafé“. Museumsleiter Hans Hruschka erzählte im Radlcafé, während die Senioren Kaffee und Kuchen genossen die Geschichte des Fahrrads. Er verdeutlichte den Chamerauern die technische Entwicklung des Fahrrads von der Laufmaschine zum Hochrad, vom Sicherheitsniederrad bis hin zu Fahrrädern für alle.

Ausflug mit kurzen Fußwegen

Für die Senioren, die viel neue Eindrücke mit nach Hause nahmen, war es ein angenehmer Ausflug, auch weil die Fußwege kurz waren. Es war jedenfalls ein herrlicher Tag für die Teilnehmer aus Chamerau. Auf der Heimfahrt bedankte sich Bürgermeister Stefan Baumgartner bei Busunternehmer Alfred Schmidt.

Das Gemeindeoberhaupt und die Seniorenbeauftragte Ulrike Biegerl gaben zum Ende des Ausflugs noch das Programm für die Fahrt zum Kesselfleischessen im Februar 2018 bekannt. Das Ziel wird wieder der Gasthof Kilger in Rechertsried in der Gemeinde Kollnburg bei Viechtach sein. Der Herbstausflug 2018 führt die Senioren in die Holledau, wo unter anderem die Besichtigung eines Hopfenmuseums auf dem Programm steht. (che)

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