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Region Cham
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Unternehmung

Bergauf, bergab, und bis zum Bodensee

Die Jakobsradpilger haben Kondition. Sie sind in Eschlkam gestartet, um an sechs Tagen ihrer Leidenschaft zu frönen.

Respekt – Die Jakobsradpilger haben ungefähr 560 Kilometer Wegstrecke in den Beinen. Foto: kke

Eschlkam. Es ist halt eine Sucht, die man nicht mehr loswird – das Radfahren mit einem vorher abgesteckten Ziel, da heißt es dann durchhalten ...

Am 14. August war es wieder soweit, vor der eigenen Haustür ging es los, das erste Ziel war für sechs begeisterte Jakobsradpilger Regensburg. Montags herrscht in den Gasthäusern (zumeist) Stille – „Ruhetag“, so stand’s mitunter vor der Eingangstür, so verzehrte man unterwegs die mitgenommene Brotzeit. Nach 113 Kilometern war das erste Ziel geschafft, und im Hotel „Zum Fröhlichen Türken“ fanden die Pedaltreter eine gute Bleibe für die Nacht. Tags darauf ging es frohgemut, aber schweißgebadet entlang der Donau nach Oberstimm bei Manching. Über Kelheim, Weltenburg, Bad Gögging, Vohburg bis hin zum Quartier waren es wieder gute 90 Kilometer bergauf und bergab. Die Pizza konnte man noch im trockenen Biergarten genießen, während des heftigen Gewitters spätabends gab es dann endlich eine willkommene Abkühlung.

Nach dem üppigen Frühstück und mit Regenjacke im Gepäck konnten die Radler tags darauf gleich wieder starten: Der Ammersee war das nächste Ziel der Radreise, jener See, den man auf dem Paartalradweg über Reichertshofen, Hohenwart, Schrobenhausen, Aichach, Egling an der Paar bis nach Türkenfeld in zirka neun Stunden erreichte. Im herrlichen Biergarten vom „Unterwirt“ feierte die Gruppe Halbzeit. Am Donnerstag kamen die Teilnehmer an ihre Grenzen. Bei der wohl schwierigsten Tagesetappe zwischen Ammersee und Kempten wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Über Bad Wörishofen und Ottobeuren wurde die Stadt Kempten erreicht und das City-Hotel bezogen. Endspurtstimmung kam unter den Bikern auf, als es am frühen Morgen hieß: „Lindau am Bodensee wird angepeilt“. Auf dem Allgäuradweg ging es entlang der ehemaligen Bahnlinie nach Weitnau. Brotzeitstation war die idyllisch gelegene Einöde „Malleichen“ . Gestärkt ging es weiter auf dem Bodensee-Königsee-Radweg mit einer Rast und Besichtigung des modernen Klosters Wigratzbad. Nach einigen steilen Anstiegen konnte man sich immer wieder auf tolle Abfahrten freuen. Dann ging es mit Schwung hinab zum See. Ein Kaffee direkt am herrlichen Bodensee war die Belohnung für die Mühen. Am sechsten Tag der Tour ließ man es gemütlich angehen: am Ufer entlang steuerte man die Bregenzer Seebühne an, um noch auf einen kurzen Abstecher nach Rohrschach in die Schweiz zu radeln. Mit dem Schiff setzte das Team am Nachmittag über auf deutsches Gebiet. Zufrieden und dankbar beendete man die Tour abends im Hotel Bayerischer Hof in Rehlings mit ausgelassener Stimmung und guten Ideen für die nächsten Unternehmungen. Mit dem Kleinbus, sicher chauffiert von dem langjährigen Busfahrer Sepp, erreichten die Freunde glücklich und mit neuen Eindrücken am Sonntagnachmittag die Heimat. (kke)

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