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Region Cham
Freitag, 19. Januar 2018 4

Wirtschaft

Betriebe suchen dringend Arbeitskräfte

Von November auf Dezember ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Cham saisonbedingt auf 2,6 Prozent angestiegen.

Cham.Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf stieg die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember an. Den Anstieg bewirkten jahreszeitlich bedingte Entlassungen. Mitte Dezember waren in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie in Amberg 6190 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Von November auf Dezember stieg die Arbeitslosigkeit um rund 6,1 Prozent an. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 15,5 Prozent zurück.

Die saisonale Beschäftigungsabschwächung erstreckte sich vor allem auf die östlichen Gebiete des Agenturbezirks. Im Geschäftsstellenbezirk Bad Kötzting erhöhte sich die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 23,3, im Bezirk Cham um 11,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf von 2,5 im November auf 2,6 Prozent im Dezember an. Im Dezember des Vorjahres lag die Quote bei 3,1 Prozent.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Cham ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember gestiegen. Mitte Dezember waren im Chamer Geschäftsstellenbezirk rund 1280 Personen arbeitslos, rund 11,1 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Dezember des Vorjahres ging jedoch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen zurück, und zwar um 11,9 Prozent.

Gute Auftragslage

Die Arbeitslosenquote kletterte von 2,1 Prozent im November auf 2,3 Prozent im Dezember. Im Lauf des Berichtsmonats meldeten sich rund 520 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos, 11,4 Prozent mehr als im November. Gegenüber Dezember 2016 ging die Zahl der Arbeitslosmeldungen um 18,8 Prozent zurück.

„Der regionale Arbeitsmarkt war zum Jahresende von Beständigkeit und guter Verfassung gekennzeichnet. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts profitierte weiter von der guten Auftragslage in den meisten Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistungsunternehmen“, sagt der Leiter der Agenturgeschäftsstelle Cham, Hans-Peter Hausladen. Das Arbeitsmarktgeschehen habe zum Jahresende auch von der günstigen Witterung profitiert. Zwar sei die Zahl der Arbeitslosen im Dezember üblicherweise angestiegen, dies sei jedoch nicht negativ zu bewerten, da es sich um den für die Jahreszeit typischen Saisonanstieg handelt, meint Hausladen.

Im Metall- und Elektrogewerbe bestehen für Fachkräfte gute Integrationsmöglichkeiten. Auch bei Zeitarbeitsfirmen war eine zunehmende Nachfrage nach Personal in der Elektromontage erkennbar. Im Baugewerbe galt es, die vorhandenen Baustellen abzuschließen. Viele Stellenangebote wurden der Arbeitsagentur für die kommende Saison gemeldet, eine gute Auftragslage wird erwartet. In der Pflegebranche besteht nach wie vor hoher Personalbedarf, die Pflegeheime sind voll belegt. Der Einzelhandel ist mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden, heuer erfolgten nur vereinzelt zusätzliche Einstellungen.

Hausladen rät Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss zu einer Ausbildung/Umschulung. Die Fördermöglichkeiten seitens der Arbeitsagentur seien hervorragend. „Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis unterschreitet in einem Dezembermonat zum dritten Mal die 2000er Marke. Es bestehen beste Aussichten nach der Winterarbeitslosigkeit“, sagt Hausladen.

Der Arbeitsmarktexperte weist darauf hin, dass Arbeitgeber und Mitarbeiter die Zeiten des Saisonkurzarbeitergeldbezugs auch für Qualifizierungsmaßnahmen nutzen können. Fördermöglichkeiten über das Programm Weiterbildung für Geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer sind gegeben.

Niedrigere Quote als im Vorjahr

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter gestiegen. Im Lauf des Jahres 2017 meldeten die Betriebe dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters Cham rund 3960 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen, 13,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kötzting stieg die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 23,3 Prozent. Mitte Dezember waren im Bad Kötztinger Geschäftsstellenbezirk rund 380 Personen arbeitslos gemeldet, 19 Prozent weniger als im Dezember des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote kletterte von 1,9 Prozent im November auf 2,4 Prozent im Dezember. Im Dezember des Vorjahres lag die Quote bei drei Prozent.

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