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Region Cham
Sonntag, 19. November 2017 10

Vortrag

Bewusste Lebensführung beugt Osteoporose vor

Physiotherapeutin Simone Baier informierte beim Katholischen Frauenbund über Osteoporose und gab viele Tipps und Anregungen.

  • Physiotherapeutin Simone Baier zeigte einige leichte Übungen. Schon fünf bis zehn Minuten täglich davon können bewirken, dass Knorpel besser durchblutet und die Muskulatur gestärkt werden.
  • Die KDFB-Vorsitzenden Martina Hochstraßer (li.) und Sandra Haimerl (2.v.re.) sowie Schriftführerin Therese Haimerl (re.) bedankten sich bei Referentin Simone Baier.Fotos: fer

RÄNKAM.. Nach der Jahresversammlung des Zweigvereins Ränkam des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) am Freitagabend im Pfarrheim begrüßte die Vorsitzende Sandra Haimerl Simone Baier als Referentin eines Vortrags über Osteoporose. Die Physiotherapeutin ist in Bad Kötzting mit einem Partner selbstständig in ihrer Physiotherapiepraxis tätig und selbst auch Mitglied im KDFB Ränkam.

Sie sagte eingangs, dass die Krankheit Osteoporose umgangssprachlich mit „Knochenschwund“ gut beschrieben wird. Osteoporose sei eine Störung des Stoffwechsels, durch die die Knochendichte abnimmt und die Knochen löchrig und porös werden können. Dadurch drohe, dass sich schon bei geringer Belastung Frakturen vor allem der Wirbelkörper und der Speiche des Unterarms einstellen.

Als mögliche Ursachen für eine Osteoporose nannte Baier Störungen im Knochenaufbau in jungen Jahren, Beeinträchtigungen des Knochenaufbaus durch unzureichende Kalziumzufuhr, Schilddrüsenprobleme, Hormonstörungen, Bewegungseinschränkungen, Mangelernährungen bei Essstörungen sowie Mangel an Folsäure sowie an Vitamin B und D. Täglich eine halbe Stunde Sonnenlicht brauche der Körper, um genügend Vitamin D produzieren zu können. Dieses Vitamin sei deshalb so wichtig, weil bei einem Mangel die Kalziumaufnahme gestört und das Entstehen einer Osteoporose begünstigt werden können. Gegebenenfalls könne eine Vitamin-D-Zufuhr mittels Tabletten erforderlich sein. Nach der Menopause können Frauen aufgrund hormoneller Veränderungen nur noch rund die Hälfte an Kalzium aus der gleichen Menge kalziumhaltiger Nahrung herausziehen wie junge Frauen. Insofern sei es dann wichtig, darauf zu achten, dass nicht auch noch Kalziumräuber wie Oxalsäure, Phosphat und Kochsalz die Kalziumaufnahme zusätzlich beeinträchtigen.

Zur Vorbeugung – aber auch wenn sich eine Osteoporoseerkrankung schon bemerkbar gemacht hat – ist neben einer ausgewogenen Ernährung eine ausreichende Bewegung unheimlich wichtig. Körperliche Aktivitäten sorgen dafür, dass Knorpel besser durchblutet und die Muskulatur gestärkt werden. Schon fünf bis zehn Minuten Gymnastik täglich würden sich unheimlich positiv auswirken, betonte die Physiotherapeutin und ließ ihren Worten gleich Taten folgen: Gemeinsam mit den KDFB-Damen absolvierte sie einige leichte Übungen wie zum Beispiel Arme im Marschrhythmus baumeln lassen, abwechselnd einen Arm ganz nach oben strecken, beide Arme nach oben strecken und dabei mit den Zehen wippen und mit den Händen einem imaginären Gummiball wiederholt die Luft ausdrücken, die Schultern von vorne nach hinten kreisen lassen, die Beine nach vorne strecken. Dekan BGR Richard Meier und Pfarrpraktikant William Akkala konnten die Übungen nicht mehr mitmachen, da sie bei deren Ankündigung dringend den Heimweg antreten mussten. Die Referentin beantwortete abschließend noch die Fragen der Frauenbundmitglieder, die ihr mit einem Präsent dankten. (fer)

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