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Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Gesundheit

Bienen tun uns Menschen gut

Experte Rudolf Deinhart erklärt vor dem Frauenbund Sattelbogen, was Honig, Pollen und Propolis für die Gesundheit bewirken.

KDFB-Vorsitzende Maria Schneider bedankte sich beim Referenten Rudolf Deinhart.

Sattelbogen.Honig ist das bekannteste Bienenprodukt. Doch die emsigen Insekten liefern auch noch Pollen und Propolis. Alle diesen Substanzen besitzen eine gesundheitsfördernde Wirkung, wie der Bienensachverständige Rudolf Deinhart den Mitgliedern des Sattelbogener Frauenbundes kürzlich verdeutlichte.

Anschaulich erläuterte er in der Feriendorfgaststätte die Entstehung der verschiedenen Stoffe und zeigte ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auf. Der Experte befasste sich zunächst mit den Inhaltsstoffen des Honigs und verwies auf die mengenmäßig wichtigsten Bestandteile Fruchtzucker und Traubenzucker. Diese zählten zu den Kohlenhydraten und seien verantwortlich für die Konsistenz des Honigs. Je höher der Traubenzuckergehalt, desto schneller kristallisiert der Honig.

Dann machte der Referent die Bedeutung der Eiweißverbindungen, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und Aromastoffe deutlich. Besonders aufgrund der Glucoseoxidase schrieb er dem Honig eine heilende Wirkung durch antibakterielle Reaktionen zu.

Anschließend erklärte Deinhart, wie der Honig vom Bienenstock in das Glas kommt, wobei er detailliert in auf die einzelnen Schritte einging. Außerdem erläuterte der Referent die strengen Qualitätskriterien des Deutschen Imkerbundes.

Wie er weiter erzählte, entdeckten Forscher auch im Propolis viele wertvolle Substanzen. Das „Kittharz“ wird von Bienen an Knospen und Rinden gesammelt. Sie nutzen es für den Bienenstock zum Abdichten von kleinen Öffnungen und als Desinfektionsmittel gegen eindringende Krankheitserreger.

Damit sei gesichert, dass im Volk mit bis zu 50 000 Bienen trotz hoher Temperaturen und extremer Luftfeuchtigkeit stets hygienische Verhältnisse vorherrschen. Der Imker kann Propolis sammeln, indem er im Hochsommer ein Kunststoffgitter einbringt, welches die Bienen dann verkitten.

Das Mittel wird von alters her bei Verletzungen eingesetzt, weil es entzündungshemmend wirkt und der Haut hilft, sich schneller zu regenerieren“, sagte Deinhart. Er empfahl den Anwesenden auch, Bienenpollen in den Speiseplan aufzunehmen. Nicht nur für die Bienen und ihren Nachwuchs sei der Blütenpollen eine wahre „Powernahrung“, auch für den Menschen sei er ein kraftspendendes Lebensmittel. 100 Gramm enthalten ebenso viele Aminosäuren wie 500 Gramm Rindfleisch oder sieben Eier. Daher sei er besonders bei Vegetariern ein ideales Nahrungsergänzungsmittel. (cga)

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