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Region Cham
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Fernsehen

Birgit Vogl will beste Landfrau werden

In der Serie „Landfrauenküche“ vertritt die Tiefenbacherin als Kandidatin die Oberpfalz. Am Montag ist sie im BR zu sehen.
Von Ingrid Milutinovic

Die Küche ist Birgit Vogls Arbeitsplatz, an dem sie für die Landfrauen mit Unterstützung ihrer Freundin ihr Dreigängemenü gekocht hat. Foto: Milutinovic

Tiefenbach.Wer 2017 Bayerns beste Landfrau ist – dieses Geheimnis wird am 18. Dezember gelüftet. In einem „Wettstreit, der aber eigentlich keiner ist“, soll die Siegerin ermittelt werden. Bis dahin war es ein weiter Weg, wie Birgit Vogl berichtet. Gemeinsam mit Ehemann Alfons betreibt sie auf der Hammermühle in Tiefenbach eine Nebenerwerbslandwirtschaft.

Irgendwann vor ungefähr zwei Jahren habe das Telefon geklingelt, und das Bayerische Fernsehen meldete sich, erinnert sie sich. Zunächst sei sie nur erschrocken gewesen, dann folgte aber auch bald die Neugier. „Wenn sie noch einmal anrufen, sage ich „ja“, nahm sie sich vor. Inzwischen ist es bereits die neunte Folge der „Landfrauenküche“. Der Ursprung für den Wettbewerb kommt aus der Schweiz und auch in Baden-Württemberg gibt es inzwischen ein Gegenstück, weiß Birgit Vogl. Die Kriterien für das Bayerische Fernsehen waren einfach: Sieben grundverschiedene Frauen – je eine aus jedem Regierungsbezirk – sollten es sein, die Höfe seien ebenfalls wichtig gewesen, – und in einem richtigen „Casting“ seien dann die Kandidatinnen ermittelt worden. Dann sprudelte es im Gespräch aus ihr nur so heraus.

Die Wollschweine sind Birgit Vogls ganzer Stolz. Sie sind äußerst robust und widerstandsfähig und bleiben sowohl im Sommer als auch im Winter im Freien. Nur die regelmäßige Fütterung muss natürlich sein – dafür sorgt die „Chefin“ persönlich. Foto: Milutinovic

Die Begeisterung, die sie für ihren Dreigenerationenhof empfindet, war wie ein Funke, der überspringt. Von ihren Wollschweinen, die das ganze Jahr über draußen bleiben können, von ihren 50 Kühen, die viel Platz haben bis hin zur Forstwirtschaft – die Vogls haben einen eigenen Wald von rund 100 Hektar - berichtete sie. Dass die Rehe wahre Leckermäuler seien, die sich im Wald immer das Beste heraussuchen, war die Rede und was dies für die Waldbewirtschaftung bedeute. Das kleine Wasserrad, mit dem Strom für den eigenen Bedarf erzeugt werde, waren nur einige der Punkte, die sie aufzählte.

Der Oldtimerbus ist das Markenzeichen der Sendung. Mit ihm fahren die Kandidatinnen zu ihrem Einsatzort. Sieben Landfrauen aus den Bezirken Ober-, und Niederbayern, Unter-, Mittel- und Oberfranken, Schwaben und der Oberpfalz. Bild: BR

Nach dem Casting standen die Kandidatinnen fest: neben Birgit Vogl für die Oberpfalz waren Edeltraud Zehetmeier für Niederbayern, Theresa Frantz aus Mittelfranken, Cathi Lichtmannegger aus Oberbayern, Heidi Kaiser für Oberfranken, Katharina Mayer aus Schwaben und Barbara Baumann aus Unterfranken ausgewählt worden. Auch wenn sie – wie geplant – unterschiedlich waren, haben sie sich auf Anhieb gut verstanden. Noch heute stehen sie über WhatsApp in Kontakt und für das nächste Jahr haben sie schon ein Treffen geplant.

Regionales Dreigängemenü

Der Hof der Familie Vogl in Tiefenbach ist ein Biobauernhof, der als Nebenerwerbshof bewirtschaftet wird. Das Haus ist ein würdiger Rahmen für die Sendung, die am 11. Dezember im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Foto: Milutinovic

Wie aufregend das Ganze war, daran erinnert sich Birgit Vogl noch heute gern. Fünf Tage wurde Mitte August auf dem Hof gedreht, am fünften Tag kamen dann die Landfrauen, um von ihr bekocht und verwöhnt zu werden. Für das Dreigängemenü durfte sie selber Vorschläge an die Redaktion schicken. „Regional und mit eigenen Produkten“ sollte es sein, war ihr Ansatz. Ein interessantes Menü hatte sie zusammengestellt – Wild im Hauptgang, mehr wird aber noch nicht verraten. Bei der Arbeit in der Küche hat ihre Freundin Barbara geholfen – immer unter „Aufsicht“ der Kameraleute.

Die Übertragung aus der Hammermühle ist am Montag, 11. Dezember um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Die Siegerin in diesem Wettbewerb, bei dem allerdings wie Vogl versichert, der Wettbewerbscharakter völlig im Hintergrund stand, wird in der abschließenden Sendung am 18. Dezember verraten.

Ruhe für‘s Hobby

Ein Baum wurde gepflanzt. Ehemann Alfons Vogl unterstützte seine Frau nach Kräften während sie in der Küche stand und kochte. Gemeinsam mit den angereisten Landfrauen pflanzte er im hauseigenen Obstgarten einen Apfelbaum. Foto: Milutinovic

Wenn dann wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, kann Birgit Vogl sich auch wieder ihrem Hobby widmen. Seit zwei Jahren gibt es in Tiefenbach die „Dachbodnmusi“, acht junge Frauen, die gemeinsam unter ihrer Leitung musizieren. Auch sie trugen dazu bei, dass Birgit Vogls Tag zu einem Erfolg werden konnte. Der nächste Auftritt der Gruppe wird am 16. Dezember bei der Tiefenbacher Waldweihnacht sein. Den Namen hat übrigens Ehemann Alfons den Damen gegeben – denn geprobt wird auf dem Vogel‘schen Dachboden.

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