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Region Cham
Sonntag, 22. Oktober 2017 12° 7

Feuer

Brand in Ried war harter FFW-Einsatz

Atemschützer kamen durch viel gelagertes Material im ersten Stock des Wohnhauses bei Cham an ihre Grenzen.
Von Johannes Schiedermeier

  • Schwer in den Griff zu bekommen war am Samstagmorgen der Brand des Anwesens Ried am Pfahl 4. Foto: Schiedermeier
  • Immer wieder drang dichter Qualm aus den Dachfenstern, weil in den Innenräumen viel Material gelagert war. Foto: Schiedermeier
  • Bis weit in den Nachmittag räumten Feuerwehrmänner unter Atemschutz die in der Wohnung gelagerten Materialien und verluden sie in Container, um an die Glutnester heranzukommen. Foto: Schiedermeier
  • Trupp um Trupp wechselten die Atemschutzträger in die Wohnung, um dort auszuräumen und an die letzten Brandherde heranzukommen. Foto: Schiedermeier

Cham.„Das ist eine echt brutale Herausforderung“, sagt ein Atemschützer, der gerade Helm und Maske vom hochroten Kopf gezogen hat. Der Brandeinsatz am Samstagmorgen hat die Feuerwehren vor allem beim Inneneinsatz an ihre Grenzen gebracht, weil das Feuer dort wegen gelagerter Materialien aller Art kaum unter Kontrolle zu bringen war. Das Feuer flammte ständig wieder auf.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren nötig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Foto: Schiedermeier

Um 8.25 Uhr hatte eine Frau den Alarm ausgelöst. Wie die Polizei berichtete, hatte sie aus dem Fenster gesehen, weil sie glaubte, dass es regnet. Allerdings hörte sie da schon das Prasseln der Flammen im Stockwerk über ihr. Daraufhin flüchtete sie mit ihren Kindern in Ried am Pfahl aus dem Haus.

Im ersten Alarm an die Feuerwehr hieß es deswegen: „Brand Wohnhaus, Person in Gefahr“. Die Polizei konnte dann jedoch schnell ermitteln, dass sich der Besitzer der brennenden Wohnung zum Zeitpunkt des Brandes in der Frühschicht befand.

Die Feuerwehren aus Penting, Schorndorf, Untertraubenbach, Cham, Altenmarkt, Chammünster und Roding fanden bei ihrem Eintreffen das Obergeschoss in Vollbrand vor. Die Hitze war so groß, dass bereits Scheiben platzten. Wie Kreisbrandinspektor Bierl mitteilte, war das Feuer eine Zeit lang selbst durch Löscharbeiten von außen und einem Innenangriff nicht komplett unter Kontrolle zu bringen. Zum einen fing das gelagerte Material im Haus immer wieder Feuer und zum anderen hatte die Glut sich inzwischen im Spitzboden eingenistet.

Auch nach zwei Stunden drang noch dichter Qualm aus dem Spitzboden. Die Feuerwehr musste teilweise das Dach ausdecken. Foto: Schiedermeier

Von der Drehleiter aus begann die FFW gegen 9 Uhr, Teile des Daches auszudecken. Gleichzeitig wurden Müllcontainer angefordert. Die Feuerwehr kippte das abgelöschte Material aus dem Fenster im ersten Stock in den Container. Erst dann wurde die weithin sichtbare Rauchfahne über dem Anwesen in Ried am Pfahl dünner.

Der BRK-Rettungsdienst war unter Leitung von Tobias Muhr mit einem Notarzt sowie den Besatzungen von drei Rettungswagen vor Ort, um die Löscharbeiten abzusichern.

Die Ermittlungen hat zunächst die Polizeiinspektion Cham übernommen. Eine Brandursache war zunächst nicht feststellbar. Die Wohnung im ersten Stock ist ausgebrannt, das Erdgeschoss derzeit unbewohnbar.

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Unser Chefreporter Johannes Schiedermeier hat den Einsatz in Ried mit der Kamera festgehalten. Video: Schiedermeier
Unser Chefreporter Johannes Schiedermeier hat den Einsatz in Ried mit der Kamera festgehalten. Video: Schiedermeier

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