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Region Cham
Montag, 11. Dezember 2017 14

Polizei

Chef bewahrt Mitarbeiter vor Haft

Der junge Mann hatte bei der Kontrolle in Cham einen laufenden Haftbefehl – und wurde mit gefälschten Zigaretten erwischt.

Nun ermittelt die Bayerische Landespolizei gegen den 31-Jährigen. Foto: dpa

Cham.Am Freitag (1. Dezember) kurz nach Mitternacht kontrollierte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen im Bereich Cham einen Transporter mit polnischem Kennzeichen. Bei der Überprüfung der Fahrzeuginsassen stellten die Beamten beim Beifahrer einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I fest. Das Amtsgericht München hatte den 31-jährigen Polen im Februar 2017 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro verurteilt und 78,50 Euro Verfahrenskosten, ersatzweise 40 Tage Haft. Im August 2017 erließ die Staatsanwaltschaft Haftbefehl, weil der Verurteilte weder die Strafe bezahlt noch die Haft angetreten hatte. Zunächst war der 31-Jährige nicht in der Lage, die Geldstrafe zu bezahlen. Nach telefonischer Rücksprache mit seinem Arbeitgeber in München erklärte sich dieser allerdings bereit, den offenen Geldbetrag für seinen Mitarbeiter zu begleichen. Gegen 10 Uhr erschien er deshalb auf der Dienststelle in Waldmünchen, bezahlte die Geldstrafe und bewahrte somit den 31-Jährigen vor der drohenden Haft. Doch damit war die Angelegenheit noch nicht erledigt. Der Pole muss jetzt mit einem weiteren Strafverfahren rechnen. Er führte nämlich 400 Stück gefälschte Marken-Zigaretten und fingierte Rechnungen mit. Es bestand deshalb der Verdacht eines Verstoßes gegen das Markenschutzgesetz. Die Sachbearbeitung übernahm die Bayerische Landespolizei.

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