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Region Cham
Donnerstag, 23. November 2017 4

Vortrag

Das Gehirn war das Thema

Michaela Dengler sprach über Gedächtnis und Konzentration.

Petra Breu bedankte sich bei der Referentin mit einem Präsent. Foto: kbi

Warzenried.Der Frauenbund und der Expositurgemeinderat Warzenried luden alle Interessierten zum Vortrag: „Gedächtnis- und Konzentrationstraining – Werden Sie vom Gedächtnisbesitzer zum Gedächtnisnutzer“ ins Bruder-Klaus-Haus ein. Viele Zuhörer und Pfarrer Engelbert Ries folgten zur Freude von Referentin Michaela Dengler, Qi Gong- und Beschäftigungstherapeutin aus Falkenstein, und der Beauftragten der Katholischen Erwachsenenbildung, Petra Breu, einem äußerst interessanten und kurzweiligen Abend. Die Zuhörer mussten auch etwas dafür tun, denn das Hirn muss auch trainiert werden.

„Jetzt war ich im Keller und hab vergessen, was ich holen wollte.“ Oder: „Wo hab ich bloß den Schlüssel, wo liegt nur das Telefon, wie heißt jetzt die wieder?“ Dann denken und sagen sich viele: „So geht’s an“, aber das sei reine Vergesslichkeit. Das hat mit Demenz nichts zu tun, beruhigte Michaela Dengler. Sie arbeite im Krankenhaus Roding und in Heimen als Betreuungsassistentin, sie wisse, von was sie spricht. In den Heimen sind 80 Prozent der Insassen dement, das sei aber nur die Spitze des Eisbergs. Aber alle, die nun hier sind, machen an diesem Tag den ersten Schritt gegen diese Richtung. Alle sind Gedächtnisbesitzer, aber alle nützen das Gedächtnis viel zu wenig. Man muss täglich sein Gedächtnis trainieren, den man brauche Reserven, diese Meinung vertritt auch vehement Prof. Manfred Spitzer.

Die Referentin hatte als Anschauungsobjekt ein Hirn mitgebracht, das in etwa so groß wie zwei geballte Fäuste ist. Ein Männerhirn wiegt in etwa 1500, ein Frauenhirn etwa 1230 Gramm. Ein Frauenhirn, das viel geleistet hat, läuft auf mehreren Schienen. Dazu besteht das gesunde Hirn aus 60 Prozent Fett und 100 Millionen Gehirnzellen. Eine Gehirnnahrung wären Nüsse, vor allem Walnüsse, Leinöl und Rapsöl.

In der Hirnrinde sitzen die sozialen Kompetenzen, demonstrierte die Referentin, je dicker die Hirnrinde ist, desto sozialer ist der Mensch eingestellt. Früher hieß es immer, dass im hohen Alter Gehirnzellen nicht mehr gebildet werde. Das stimmt nicht, Gehirnzellen werden bis zum Tod gebildet. Der Mensch muss nur selber was tun dafür, muss sein Hirn trainieren. Dazu muss sich der Mensch bewegen, wer sich nicht bewegt, dessen Körper wird träge, ebenso das Gehirn. Michaela Dengler machte mit den Anwesenden praktische Übungen, wie man mit diesen die Gehirnzellen anregen kann. Auch mit Lesen, Gedichten und Reime aufsagen. Die Gehirnzellen regt man weiter an, wenn man die Arme über der Brust kreuzt, viel lacht und klatscht. Auch Berührungen regen die Gehirnzellen des Menschen an. Viel zu schnell verging die Zeit. (kbi)

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