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Region Cham
Montag, 20. November 2017 5

Infrastruktur

Das Interesse am BayernWLAN ist riesig

Die öffentlichen Hotspots in Bad Kötzting bringen jeden Monat tausende von Nutzern kostenlos ins Internet.
Von Fred Wutz

Unscheinbar sind Hinweisschild und Antenne des BayernWLAN am Veitsplatz in Bad Kötzting, Der Passant hat aber sofort per Handy oder Tablet Verbindung ins Internet, wobei der Willkommens-Bildschirm Bad Kötzting und den Kaitersberg zeigt.Foto: Fred Wutz

Bad Kötzting.Das Interesse an den öffentlichen Internet-Zugängen per BayernWLAN ist in der Pfingstrittstadt erheblich. Dies ist schon „rein optisch“ feststellbar, weil nämlich in der Nähe der Access-Points häufig Passanten zu beobachten sind, die per Handy oder Tablet auf das weltweite Netz zugreifen. Es erweist sich als richtige Entscheidung, dass die Stadt Bad Kötzting zum frühestmöglichen Zeitpunkt in das vom Freistaat angebotene Projekt einstieg.

Offiziell gibt es in der Stadt 15 sogenannte „Access-Points“ (Zugangspunkte), an denen BayernWLAN angeboten wird. Elf sind schon über ein Jahr in Betrieb, vier weitere sind im August 2017 in der Spielbank dazugekommen. Und bei ganz genauer Betrachtung gibt es sogar noch einen weiteren: Im Haus der Begegnung (frühere Kaserne) hat die Stadt ebenfalls einen Router aufgestellt, um speziell Jugendlichen im Bereich des Jugendzentrums, der Bücherei und des Skaterparks diesen Service zu bieten.

Hier gibt es BayernWLAN in Bad Kötzting

Große Datenmengen übermittelt

Das Interesse am öffentlichen Zugang zum Internet belegen auch Zahlen, die das Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat unserem Medienhaus auf Anfrage zur Verfügung stellte. Demnach werden die Hotspots in Bad Kötzting werden besonders häufig zwischen 7 und 18 Uhr genutzt. Durchschnittlich waren monatlich rund 4000 Nutzer online. Von Juni bis September wurden an elf Hotspots rund 1300 Gigabyte Datenvolumen transferiert. Dies entspricht einer Viertelmillion Bildern mit 5 Megabyte pro Bild oder 260 Stunden HD-Video-Streaming bei 5 Gigabyte pro Stunde! Bei dieser Aufrechnung sind die vier Access-Points noch außer Acht gelassen, die seit Ende August in der Spielbank laufen.

„Weitere Standorte werden in Rimbach am Rathaus sowie am Sportplatz Thenried umgesetzt. Die Gemeinden Blaibach und Zandt haben bereits ihr Interesse an BayernWLAN bekundet“, teilte das Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ergänzend mit, was den weiteren Ausbau und die nächstliegenden Hotspots angeht.

BayernWLAN in Bad Kötzting

  • Technik:

    15 Zugangspunkte für öffentliches WLAN bestehen: sieben Access-Points im bzw. beim Sinocur-Gebäude samt Kur- und Gästeservice; zwei Access-Points am Pavillon im Kurpark; je ein Access-Point am AQACUR und am St.-Veitsplatz; vier Access-Points in der Spielbank Bad Kötzting.

  • Erprobung:

    ab Mai 2016.

  • Aktivierung:

    am 4. Juli 2016.

  • Ablauf des Projekts:

    Antragstellung im September 2015; im November 2015 Aufnahme in die Erprobungsphase BayernWLAN und Zusage durch Staatsminister Markus Söder; im Februar 2016 Erkundung vor Ort durch Fa. Cableway Süd, anschl. Herstellung der Verkabelungen durch den Stadtbauhof, Vorbereitung und Aktivierung der DSL-Anschlüsse; im Mai 2016 Installation durch Cableway Süd und Inbetriebnahme.

„Eine sehr aktive Gemeinde“

Was Situation und Entwicklung im Raum Bad Kötzting bzw. in der Region angeht, ist BayernWLAN im Ministerium offenbar weiter „Chef-Sache“, denn Staatsminister Dr. Markus Söder äußerte hierzu: „Bad Kötzting ist eine sehr aktive Gemeinde in Sachen BayernWLAN – bereits 15 Hotspots an fünf Standorten sind hier in Betrieb. Im Landkreis Cham gibt es schon 56 kostenfreie BayernWLAN-Hotspots an 18 Standorten.“ BayernWLAN werde sehr gut angenommen, landesweit seien schon über 9700 BayernWLAN-Zugangspunkte in Betrieb, rund 670 Gemeinden bereits in der Umsetzung. Der weitere Ausbau werde verfolgt, und: „Jede Gemeinde in Bayern soll zwei staatliche Hotspots an einem Ort ihrer Wahl erhalten – der Freistaat übernimmt alle Einrichtungskosten. Pro Gemeinde stehen dafür 5000 Euro zur Verfügung. Die Kommune trägt nur die laufenden Kosten.“

In der Pfingstrittstadt ist „alles im grünen Bereich“, und nicht ohne Grund ist das Interesse – wie beschrieben – erheblich. Seitens der Stadtverwaltung bestätigte deren EDV-Spezialist Hans Achatz auf Anfrage, dass der Betrieb einwandfrei läuft. „Da ist gerätemäßig schon Qualität verbaut worden“, betonte Achatz. „Die Betreuung des Systems durch das WLAN-Zentrum des Freistaates in Straubing ist perfekt. Wir haben einmal einen Router umgesetzt und dazu kurz ausgesteckt, und schon nach ein paar Minuten haben die nachgefragt. So gut ist das aufgestellt.“

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