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Dienstag, 24. Oktober 2017 12° 5

Natur

Den Pegel vom PC aus selbst ablesen

Das Wasserwirtschaftsamt Regensburg investiert in den Bau einer modernen Pegelmessstelle am Drachensee rund 500 000 Euro.
Von Christina Schweitzer

  • Der Blick auf die Chamb-Baustelle: Diese befindet sich nordwestlich des Staubauwerkes in Richtung Wodsteg. Fotos: fcs
  • Beim Ortstermin: die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes und der Firma Wutz; im Hintergrund die Wasserbaustelle

Furth im Wald.Über die Planungen einer Pegelmessstelle am Drachensee haben wir bereits Anfang August berichtet. Jetzt ist es endlich soweit: Die Bagger rollen und es können dank der Firma Wutz schon erste Ergebnisse betrachtet werden.

Die ganzen Umbauarbeiten dienen dazu, Kontrollmessungen mithilfe eines Messbootes, dass an einem Seil über das Wasser über der Solepflasterung gezogen wird, und dessen Ergebnisse dann im Pegelhäuschen ausgewertet werden, durchzuführen und diese anschließend für die Bevölkerung sichtbar anzeigen zu können.

Um jedoch die Genauigkeit dieses Vorhabens gewährleisten zu können, muss der Messgrund fest sein, sodass keine Turbulenzen die laminare Fließgeschwindigkeit beeinträchtigen können. Aus diesem Grund wird am Boden des Abflusses des Drachensees eine zehn Meter breite Solepflasterung gebaut.

Diese besteht eigens aus einem Steinpflaster, das sogar mit Erdmaterial verfugt wurde. Durch die Verwendung dieser natürlichen Substanzen können sich auch auf dem gepflasterten Areal erneut frische Pflanzen ansiedeln, sodass sich diese Neuerung nach einiger Zeit nicht mehr groß vom restlichen Ufer abheben wird. Doch nicht nur auf die Grünanlage nehmen die Initiatoren Rücksicht, so Alfons Lerch vom Wasserwirtschaftsamt Cham, sondern haben sie auch die Brutzeit der Vögel und die Schonzeit der Fische beachtet. Aus diesem Grund hat der Bau auch jetzt erst Anfang September begonnen und wird voraussichtlich bis Ende Oktober fertiggestellt werden.

Neben dem Solebecken laufen bereits schon die Fundamentierungsarbeiten aus Beton für das Pegelhäuschen, welches in naher Zukunft dann mit einem Holzdach versehen und komplett mit Holz verkleidet werden soll.

Auch eine „Senke für verirrte Fische“ sei zusätzlich mit angedacht, um diese wieder ins Gewässer zurückleiten zu können. Schließlich sei die Beachtung der „richtigen Spur“ für die Umweltbehörde „Wasserwirtschaftsamt“ besonders wichtig, so Alfons Lerch.

Weitere Informationen finden Sie bei uns im Internet:

www.mittelbayerische.de/cham

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