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Montag, 19. Februar 2018 4

Vereine

Der Further Waldverein hat zu kämpfen

Noch sind es 350 Mitglieder, aber die Tendenz zeigt nach unten und auch die Suche nach Verantwortlichen wird immer schwerer.
Von Sepp Rank

Die geehrten Mitglieder des Waldvereins halten diesem bis zu 50 Jahre die Treue. Foto: Rank

Furth im Wald.Noch halten dem Further Waldverein 350 Mitglieder die Treue. Aber im vergangenen Jahr wurden es wieder um 20 weniger. Die Aktion Mitgliederwerbung brachte auch keinen Erfolg. Noch schwieriger ist die Suche nach Verantwortlichen, die sich für den Verein engagieren wollen. Der Waldverein befindet sich wie viele andere Vereine in einem schwierigen Fahrwasser. Diese Probleme wurden bei der Hauptversammlung im Hotel Hohenbogen aber überstrahlt vom Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Veranstaltungen.

Vorsitzender Walter Spieß begrüßte eine Rekordzahl an Besuchern und erinnerte in einer Gedenkminute an die verstorbenen Mitglieder. Zu den zahlreichen Veranstaltungen 2017 gehörten unter anderem vier Vorstandsitzungen und eine außerordentliche Mitgliederversammlung, die von einem Sonderausschuss einberufen wurde. Hintergrund war die Werbung von Mitgliedern und eine Befragung, wer sich im nächsten Jahr für ein Ehrenamt im Waldverein zur Verfügung stellen könnte. Die schwierige Aufgabe der Fragenbogenaktion hatten Ernst Bauer, Hans Schlosser, Werner Perlinger und Heribert Mühlbauer in die Hand genommen.

755 Personen bei 35 Treffen

Ein voller Erfolg war das traditionelle Butterausrühren, das von Resi und Gerhard Hoch über 28 Jahre durchgeführt wird. Die Sektion war bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten. Mit ein Höhepunkt war die traditionelle Schließung des Böhmischen Brunnen. Von den Mitgliedern wurden wieder 40 Ruhebänke ausgefahren und eingeholt. Dank sprach Spieß auch den Verteilern der Bayerwaldhefte Walter Polz, Gerhard Hoch, Josef Bauer und Martin Hofmann aus. Die Zahl der Mitglieder war erneut rückläufig. Dem Verein halten aktuell 252 A-Mitglieder, 88 B-Mitglieder und zehn C-Mitglieder die Treue.

Der Dank des Vorsitzenden galt allen, die den Waldverein in irgend einer Weise weitergebracht haben. Bekanntgegeben wurde noch das Ziel der Vier-Tagesfahrt zum Gardasee. Dazu sind noch zwei Plätze frei. Das Ziel der Seniorenfahrt 2018 stehe noch nicht fest, Walter Spieß bat um Vorschläge.

Hauptwanderwart Hans Schlosser erinnerte an das Wanderprogramm im vergangenen Jahr. Es wurden insgesamt 13 Wanderungen durchgeführt, an denen sich 385 Personen beteiligten. Im Schnitt waren dies 30 Personen, was sehr zufriedenstellend war. Ein Highlight war die Waldweihnacht bei der Kapelle am Almhof mit 42 Teilnehmern. Insgesamt haben 755 Personen, an den 26 Veranstaltungen teilgenommen. Junge Leute zu begeistern sei schwierig. Das Programm 2018 Jahr bezeichnete Hans Schlosser als sehr attraktiv.

Die Geehrten des Waldvereins

  • Die Ehrung:

    Vorsitzenden Walter Spieß und Bürgermeister Sandro Bauer blieb es vorbehalten, einige langjährige Mitglieder zu ehren.

  • Seit 25 Jahren dabei:

    Fanny Brey, Anton Schneider, Jürgen Splith und Eva Stepfer.

  • 40-jährige Vereinstreue:

    Thomas Müller, Isidor Nachreiner, Anna Siegl, Willi Siegl, Maria Stegerer, Otto Stegerer und Ernst Römisch.

  • 50 Jahre im Waldverein:

    Josef Rank hält dem Waldverein bereits 50 Jahre die Treue.

Genauen Einblick in die Kassengeschäfte gab Hella Weber, die das Amt von Sigurd Mühlbauer übernommen hatte. Die Kassenrevisoren bescheinigten ihr eine ordentliche Kassenführung.

Bürgermeister Sandro Bauer. Den Aktiven im Verein sprach er ein Dankeschön für ihr Engagement aus. Die Stadt werde sich um eine Landesgartenschau bewerben, dazu brauche man auch die Unterstützung des OGV, der Naturfreunde, aber auch des Waldvereins. Petr Matejka überbrachte die Grüße und Wünsche des KCT Domazlice. Er bedankte sich für die Geldspende des Waldvereins, die für Renovierungen am Cerkov-Turm sehr notwendig war. Der Turm wird von einer neuen Pächterin bewirtschaftet, die sich über Besuche von deutscher Seite auch sehr freuen würde. Der tschechische Touristenverband feiere heuer sein 130-jähriges und zugleich der Touristenverein Domazlice sein 125-jähriges Bestehen. Die Öffnung und Schließung des tschechischen Brunnens mit Besuchern vor beiden Seiten werde wieder ein besonderes Highlight sein.

Der Stolz auf das Erreichte

Petr Matejka und Walter Spieß schöpften mit Chodentassen Wasser aus dem Brunnen und tranken einen Schluck – das ist der traditionelle Auftakt zur Wandersaison.Foto: fkr

Jan Benda, der Leiter der tschechischen Wälder im Bereich Domazlice bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Im Jahr 1893 sei der Touristenverein Domazlice entstanden. Das Gründungstreffen dauerte drei Tage lang. Am 2. Tag dieses Treffens wurde zum Cerkov und zu Drei Wappen gewandert. Damals gab es noch keinen Wanderweg. Doch danach wurden mehrere Wanderwege geschaffen, der erste im Jahr 1897, der zweite und damit der Hanasteig im Jahr 1903 und wieder später der Wanderweg zu den Drei Wappen. Jan Benda hatte im Jahr 1996 das Glück, bei der Öffnung der Grünen Grenze anwesend zu sein. Diese Eröffnung der Grenzübergänge ermöglichen jetzt die volle Nutzung für die Menschen beiderseits der Grenze.

Haymo Richter stellte fest, er sei auf einer Abschiedstour, da sich seine Zeit der Arbeit mit den Waldvereinen dem Ende zuneige. Deshalb möchte er sich bei den Sektionen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken: aber 30 Jahre seien genug. Dankbar sei man im Further Winkel auch über das freundschaftliche Verhältnis zischen Bayern und Böhmen, das so hervorragend sei . Man respektiere sich und nehme sich als Partner an: „So funktioniert das.“ Er habe vielen mit Besuchern aus Tschechien an der Grenze zu tun. Alles laufe harmonisch und darauf können beiden Seiten stolz sein.

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