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Region Cham
Sonntag, 22. Oktober 2017 12° 7

Messe

„Der Landkreis Cham steht nicht still“

Die Region zählt zu Bayerns Top-Wirtschaftsregionen. Diese Kraft spiegelt sich für Alois Plößl bei der Chamlandschau wider.
Von Michael Gruber

  • Beim traditionellen Frühschoppen zur Eröffnung der Chamlandschau rühmte Landrat Löffler die Wirtschaftsregion Cham Foto: Gruber
  • Alois Plößl sprach mit Blick auf den Landkreis von „außerordentlich historischen Rekordwerten“. Foto: Gruber

Cham.Ein Paar Weißwürste mit Senf, eine Halbe Bier, Blasmusik und dazu Grußworte: Große Überraschungen bekommen die Besucher beim traditionellen Frühschoppen zur Eröffnung der Chamlandschau für gewöhnlich nicht serviert. „Same procedure as every year“ – fast schon eine mögliche Konkurrenz für das Dinner für One, findet Dr. Alois Plößl, doch genau hier will der Gremiumsvorsitzende der IHK bei seiner Eröffnungsrede im voll besetzten Bierzelt am Freitag eine Sache klar stellen.

Organisator Fritz Zenk stellte die Neuerungen vor. Seit diesem Jahr ist die Chamlandschau eine eingetragene Marke. Foto: Gruber

„Der Landkreis Cham hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der Top-Wirtschaftsregionen in Bayern entwickelt und er steht nicht still.“ 500 zusätzliche Arbeitsplätze hat der Landkreis im letzten Jahr hinzugewonnen, die Arbeitlosenquote liegt bei rund zwei Prozent – „außerordentlich historische Rekordwerte“ sind das in den Augen von Plößl. Und diese Kraft spiegle sich auch in der diesjährigen Ausgabe der Chamlandschau wider.

200 Firmen zeigen sich

200 Firmen aus der Region sowie aus Tschechien und Österreich präsentieren auf dem Volksfestgelände bis einschließlich Montag ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen – auf knapp 12 000 Quadratmetern Fläche können Besucher in das Angebot unzähliger Branchen schnuppern: Von Neuwagen über Pelletöfen bis zur Pflegetechnik reicht die Bandbreite. Dazu kommen Einblicke in die Arbeit und das Service-Angebot von Behörden wie dem Landratsamt oder der Bundesagentur für Arbeit.

„Die Chamlandschau ist ein Spiegelbild der modernen Wirtschaft unserer Region.“

Bürgermeisterin Karin Bucher

Bester Eröffnungslaune: Bürgermeisterin Karin Bucher mit MdL Dr. Karl Vetter; in der Mitte MdB Marianne Schieder (SPD), ihr gegenüber IHK-Geschäftsführer Richard Brunner, am Rednerpult Landrat Franz Löffler Foto: Gruber

„Die Chamlandschau ist ein Spiegelbild der modernen Wirtschaft unserer Region“, sagt Bürgermeisterin Karin Bucher zum Startschuss des kleinen Jubiläums, der 35. Ausgabe der Messe. Ein Ort der Begegung – das soll die Chamlandschau für Unternehmer, Behörden und Verbraucher sein – und damit knüpfe die Messe auch an den neuen Markenkern der Stadt an. „Cham, die Stadt mit der am umfassendst gelebten Begegnungskultur“, lautet der Werbeslogan, mit dem die Stadtmarketingabteilung fortan das Profil der Kreisstadt schärfen möchte. Dafür liefere auch die Gewerbemesse ein lebendiges Beispiel.

Das Ausstellungsangebot mag nach 35 Jahren eingespielt wirken – Überraschungen und Innovationen gibt es aber auch dieses Jahr zu entdecken, findet die Rathauschefin – das Prep and Cook zum Beispiel, ein vollautomatisches Kochgerät, das mit den Zutaten gefüttert wird und am Ende das fertige Gericht serviert. „Das zum Beispiel wäre doch ein nettes Weihnachtsgeschenk für die Männer!“, so Bucher. Aber auch vom Angebot im Thermotruck, wo neue Methoden zur Einspritzung von Dämmmaterial präsentiert werden, zeigt sich die Bürgermeisterin begeistert.

Neuheit unterm Teppich

Eine weitere Neuerung in diesem Jahr versteckt sich unter dem Teppich des Messezelts: Veranstalter Fritz Zenk ließ unter den Trittmatten ein computergesteuertes Besucherzählsystem installieren, um mehr Klarheit in die Statistik zu bringen – der Rekord liegt bei rund 60 000 Besuchern. Diese Maßnahme ist nur ein Teil der Offensive, mit der Zenk die Gewerbemesse für die Zukunft ausbauen möchte. Die ChamlandSchau ist seit heuer eine eingetragene Marke. Im nächsten Jahr wollen die Organisatoren die Fühler in die neue Stadthalle austrecken. „Dort wird in den besucherstärksten Tagen am Samstag und Sonntag eine kleine, aber sehr feine Fachmesse stattfinden, die ChamlandVital“, kündigt Zenk im Festzelt an.

Landrat Franz Löffler lobt in einer Eröffnungsrede die positive Entwicklung der Wirtschaftsregion. Nur durch die grenzübergreifende Kooperation mit den tschechischen Nachbarn könne der Landkreis heute auf eine „rekordverdächtige Beschäftigungssituation“ blicken.

Über 70 000 Erwerbstätige und rund 50 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verzeichnet der Kreis derzeit – ein Zuwachs von 26 Prozent in den letzten zehn Jahren. Die Investition in Bildung hat für Löffler den größten Stellenwert für die Zukunft der Beschäftigungssituation. „Wir müssen jungen und qualifizierten Menschen weiterhin berufliche Perspektiven bieten und an unsere Region binden“, mahnt der Landrat.

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Chamlandschau 2017

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