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Region Cham
Mittwoch, 20. September 2017 15° 6

Advent

Die Bühne wurde ein Ort der Stille

Beim „Winterzauber“ der Festspieler am Ludwigsberg in Bad Kötzting unterhielt das Bläserquartett „Blos mia vier“ die Gäste mit weihnachtlichen Weisen.
Von Rainer N. Heinrich

  • Dank fantasievoller Beleuchtung stellte sich beim „Winterzauber“ am Ludwigsberg eine im wahrsten Wortsinn zauberhafte Stimmung ein.
  • St. Nikolaus redete den Kindern ein wenig ins Gewissen und verteilte „echte“ Schokoladennikoläuse.
  • Die kleinen Festspieler engagierten sich für die „Sternstunden“. Fotos: Heinrich
  • Das kulinarische Angebot war in jeder Beziehung zufriedenstellend, das kunsthandwerkliche nicht minder.
  • An den 22 Verkaufsständen zu Füßen des Ludwigsturmes wurde jeder aufs Beste beraten, versorgt und bewirtet.
  • Die Festspielkulisse verzauberte in vorweihnachtlichem Lichtschein.
  • Dieser Schriftzug wäre fast nicht nötig gewesen ...
  • Die bunten Buden lockten die Besucher zum Einkauf.

Bad Kötzting.Bereits zum 8. Mal bescherte die Kötztinger Festspielgemeinschaft großen und kleinen Gästen mit dem „Winterzauber auf dem Ludwigsberg“ ein unvergessliches Erlebnis. Und erneut waren die Festspieler perfekte Gastgeber und Veranstalter. Auch das Wetter spielte einigermaßen mit. Der Schnee der Vortage war zwar fast dahin geschmolzen, aber eine dünne Schicht war übriggeblieben. So stellte sich dank der fantasievollen Beleuchtung eine zauberhafte Stimmung ein.

Vorweihnachtliches Vergnügen

Auch heuer zog der Vorweihnachtsmarkt mitten im Wald zu Füßen des Ludwigsturmes viele Menschen an, auch wenn es nicht ganz so eng zuging wie vor Jahresfrist. Umso besser konnten die Besucher die entspannte und stressfreie Atmosphäre genießen. So kamen alle zu ihrem vorweihnachtlichen Vergnügen, Gäste wie Aussteller und Veranstalter.

Das kulinarische Angebot war in jeder Beziehung zufriedenstellend, das kunsthandwerkliche nicht minder. Handwerkliche Vorführungen von einem Besenbinder, einem Kunstschmied und erstmals auch von einem Steinmetz ergänzten das Angebot. Jeder, der sich zum „Winterzauber“ mit seinen 22 Verkaufsständen zu Füßen des Ludwigsturmes begeben hatte wurde aufs Beste beraten, versorgt, bewirtet.

Zwei Budenbetreiber haben eine Sonderbemerkung verdient: Die Behindertenwerkstätten von Cham und Bad Kötzting und die Nachwuchsgruppe der Festspielgemeinschaft. Erstere machten mit einer großen Palette an selbstgebastelten Gegenständen und selbstgemalten Bildern auf sich aufmerksam. Der Erlös aus der Aktion kommt den behinderten Mitarbeitern unmittelbar zugute. Die kleinen, zukünftigen Festspieler verkauften Lebkuchen. Der Erlös dieser guten Tat ist für die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks.

Fanfaren kündigten Nikolaus an

Pünktlich um 14 Uhr öffnete der „Winterzauber“ seine Pforten. Es dauerte nicht allzu lange, bis die ersten Gäste die Chance wahrnahmen, noch einigermaßen ungestört all die schönen Sachen und Dinge zu betrachten und auch zu erwerben. Bald aber setzte der große Ansturm ein. Mit hereinbrechender Dämmerung riss der Besucherandrang nicht mehr ab. Zu Hunderten strömten die Besucher auf den Ludwigsberg und niemand konnte sich der besonderen Stimmung und dem Charme entziehen.

Nach Einbruch der Dunkelheit kündigten Fanfarenstöße das Erscheinen des heiligen Nikolaus an. Uta Herbsts Flötentreff und Kinderchor begrüßten den heiligen Mann, der von Engeln be- und Fackelträgern geleitet, auf der Bühne zu den vielen Kindern kam. Er redete ihnen ein wenig ins Gewissen und verteilte dann seine Gabe, einen „echten“ Schokoladennikolaus, der wie er selbst Bischofsmütze und -stab trug.

Zentraler Anlaufpunkt des Geschehens war traditionell die große Feuerschüssel, über der ein Kessel mit feinstem Glühmost dampfte, nach einem geheimen Rezept hergestellt, mit Hochprozentigem aufgebessert und trotz großer Nachfrage nie versiegend.

Zu späterer Stunde unterhielt das Bläserquartett „Blos mia vier“ unter der Leitung von Rudi Zwicknagel die Gäste mit adventlichen und weihnachtlichen Weisen. Die Bühne indes war, nachdem der Nikolaus sie verlassen hatte, zu einem „Ort der Stille“ geworden.

Die Bühnenaufbauten schimmerten im Licht vieler Kerzen und gedämpfter Scheinwerfer und eine lebensgroße Krippe erinnerte an das nahende Weihnachtsfest.

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