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Region Cham
Montag, 22. Januar 2018 10

Aktion

Die Glocken rufen im Böhmerwald

Ab dem 27. Dezember finden mehrere grenzüberschreitende Veranstaltungen in Eschlkam, Vseruby und Kdyne statt.

Die Bergweihnacht findet am Tannaberg im Böhmerwald statt. Foto: kbi

Eschlkam.Viele Jahre sind vergangen, seit die bayerischen Grenzbewohner dem Ruf der Glocken in die benachbarten Kirchen in den Böhmerwald folgten. Mit dem Bau des Eisernen Vorhangs nach dem Zweiten Weltkrieg verstummten die Glocken. Erst mit der Grenzöffnung im Jahre 1990 begannen die Glocken im Böhmerwald wieder zu läuten. Seither laden sie wieder zu Gottesdiensten ein. Das Programm der deutsch-tschechischen Partnergemeinden Eschlkam, Vseruby und Kdyne ist über den Jahreswechsel den Kirchen im Böhmerwald gewidmet und soll die Gemeinschaft und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter stärken.

Am Mittwoch, 27. Dezember 2017, wird von Eschlkam aus zu Fuß auf dem Kirchenweg zur Kirche des hl. Johannes des Täufers nach Maxberg in den Böhmerwald gegangen. Treffpunkt ist um 10 Uhr beim Gasthof zur Post, Eschlkam. Die Maxberger Kirche, die in der Zeit des Eisernen Vorhangs als Stall und Lagerhalle benutzt wurde, erstrahlt wieder in einem wunderschönen Glanz. Nach der Besichtigung der Kirche gibt es Glühwein und böhmische Spezialitäten. Der Rückweg nach Eschlkam erfolgt über Schachten und Großaign. Die Wanderstrecke beträgt rund 15 Kilometer.

Anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Wallfahrtskirche St. Anna findet am Samstag, 30. Dezember, eine Bergweihnacht auf dem Tannaberg im Böhmerwald statt. Um 12.45 Uhr ist Treffpunkt bei der Kirche in Vseruby (Neumark) zur Wanderung auf den Tannaberg. Für die Autofahrer ist die Zufahrt zum Tannaberg direkt möglich. Die Bayerisch-Böhmische Weihnachtsmesse beginnt um 14 Uhr und wird von Pfarrer Ries, Eschlkam, und Pfarrer Kratochvil, Kdyne, zelebriert. Nach dem Gottesdienst ist gemütliches Beisammensein am Kirchenvorplatz bei Lagerfeuer, Glühwein und böhmischen Spezialitäten.

Das traurigste Kapitel in der Geschichte vom Tannaberg war die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Abzug der amerikanischen Armee siedelten sich die tschechischen Grenzsoldatren an – die Kirche diente dann als eine Stallung. Die erste Wallfahrt zur St. Anna Kirche fand nach der Grenzöffnung im Jahre 1990 statt. Auch die Pfarrgemeinde Eschlkam pilgert seitdem jedes Jahr auf den Tannaberg.

Im neuen Jahr wird am Mittwoch, 3. Januar, von Vseruby (Neumark) aus zur Kirche des Guten Hirten nach Hirschau gewandert. Treffpunkt ist um 9.45 Uhr beim Gasthof zur Post, Eschlkam – gemeinsam wird zum Grenzübergang Eschlkam gefahren – oder direkt Treffpunkt um 10 Uhr am Grenzübergang Eschlkam/Vseruby. Die Wanderung erfolgt über den Kolonnenweg nach Hirschau und wieder zurück nach Veruby (Neumark) - insgesamt rund zwölf Kilometer. Seit der Grenzöffnung finden hier auch Gottesdienste statt. (kbi)

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