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Freizeit

Die IGA in Berlin war eine Reise wert

Bad Kötztinger Gartenfreunde waren begeistert von der Vielfalt der Anlagen bei der Internationalen Gartenausstellung.

Vorsitzender Hainzinger (li.) mit seiner Reisegruppe Foto: Hainzinger-Feigl

Bad Kötzting.Kultur und Natur haben Mitglieder und Freunde des Vereins für Gartenbau und Landespflege erlebt. Vorsitzender Georg Hainzinger hatte einen Drei-Tages-Ausflug nach Berlin zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) organisiert. Dort dreht sich auf 104 Hektar Fläche alles um Gartenkunst und Landschaftsgestaltung, Naturerlebnisse, grüne Stadträume und Lebenskultur.

Auf der Hinfahrt machten die Teilnehmer Halt im Gartenreich Dessau-Wörlitz (Weltkulturerbe der UNESCO). Sechs Schlösser, sieben Park- und Gartenanlagen sowie 100 Kleinarchitekturen sind dort zu sehen. Die Gartler erkundeten die unvergleichliche Kulturlandschaft zu Wasser: Mit Gondeln unternahmen sie eine Rundfahrt über den Wörlitzer See.

Bevor es mit dem Bus nach Berlin weiterging, stand noch die Lutherstadt Wittenberg auf dem Programm. Wieder ging es zu Welterbe-Stätten, schließlich verfügt Wittenberg mit dem Lutherhaus, dem Melanchthonhaus, der Schloss- und der Stadtkirche über vier solcher Einrichtungen. Bei der Stadtführung bekamen die Bad Kötztinger einen Eindruck von der Altstadt, die sich im Lutherjahr besonders herausgeputzt präsentiert. Ein stundenlanger Stau sorgte dafür, dass die Ausflügler ihr Hotel in Berlin erst spätabends beziehen konnten.

Am nächsten Morgen ging es zur IGA. Sie ist aus den Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf entstanden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, stiegen die Bad Kötztinger in die Seilbahn. Sie fährt in einer Höhe von 25 bis 30 Metern zum 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs und in den zentralen Bereich der Gartenausstellung. Zurück am Boden, waren die Besucher von der Dahlienschau begeistert. Alle Ecken der Ausstellung zu sehen, schafften die Gartler nicht. Allein an internationalen Themengärten gibt es zehn, etwa den balinesischen, den chinesischen oder den englischen. In jedem Fall waren sie von der IGA begeistert. Anschließend stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Mit Ausnahme des Regierungsviertels – das war wegen einer Demonstration abgeriegelt – wurden viele Sehenswürdigkeiten angefahren.

Am Sonntag ging es zurück nach Hause, doch zuvor besichtigte die Gruppe Potsdam. Bei einer Stadtrundfahrt ab der Glienicker Brücke (sie verbindet Berlin mit Potsdam und ist bekannt für den Agentenaustausch zwischen USA und Sowjetunion während des Kalten Krieges) erklärte der versierte Führer Kevin Kennedy alles Wissenswerte, etwa zur „Verbotenen Stadt“. So wurde das Areal zwischen Neuem Garten und Pfingstberg genannt. 1945 waren dort mehr als 100 Villen und Liegenschaften von der sowjetischen Militär-Administration in Deutschland beschlagnahmt worden. Im Militärstädtchen Nummer Sieben befand sich die Deutschland-Zentrale der sowjetischen Spionageabwehr. Ein Rundgang durch den Park von Schloss Sanssouci rundete den Ausflug ab.

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