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Region Cham
Freitag, 24. November 2017 3

Aktion

Die Karpfenernte war ein tolles Erlebnis

Viele Zuschauer kamen zum Abfischen des Weihers von Franz Lang und Herbert Feldbauer in Untertraubenbach.

Die Teichwirte Franz Lang (links) und Herbert Feldbauer (rechts) freuten sich über die ansehnliche Größe der Karpfen – auch wenn 20 Tiere des Besatzes fehlten. Fotos: Georg Lang

Cham.Nicht nur bei den großen Oberpfälzer Teichanlagen hat die Abfischsaison eingesetzt, sondern auch bei kleineren Weihern hat die Karpfenernte begonnen. Am Teich von Franz Lang und Herbert Feldbauer in Untertraubenbach gestaltete sich das Weiherfischen am Ortsrand wieder zum Ereignis. Dass heuer am Kirchweihsamstag abgefischt wird, hatte sich herumgesprochen. So trafen am frühen Vormittag immer mehr Zuschauer ein, während das Wasser des Weihers ablief.

Der Weiher ist so weit abgelaufen, dass die Fischer mit dem Kescher aktiv werden können.

Franz Lang hatte Tage zuvor bereits die Abflussdocke so eingestellt, dass der nahezu drei Meter tiefe Karpfenteich bis zum Samstag seine Wassermassen abgeben konnte. Der erfahrene Hobbyteichwirt versteht das richtige Timing. „Wie wird die Karpfenernte heuer aussehen?“ – das fragten sich nicht nur die beiden Teichwirte, sondern auch die Helfer und Gäste des Abfischfestes. Die Besucher sind keine lästigen Zaungäste, sondern willkommen. „Da Schuberl“, wie Franz Lang seit seiner jugendlichen Fußballzeit beim FC Untertraubenbach bis heute genannt wird, hatte viele Freunde und Bekannte zu diesem Fischerfest eingeladen. Und sein Kompagnon Herbert Feldbauer hatte sogar einen Leberkäsgrill aufgebaut und kredenzte Helfern wie Zuschauern Leberkäs. Wer bei diesem Fischereierlebnis dabei war, freute sich auch über Getränke und zum Schluss über einen würzigen Klaren, damit der Leberkäs auch bekommt. Das Besondere bei diesem Fischerfest war die große Kinderschar, die auch wieder mitmachen durfte. Ganz Mutige wagten sich mit ihrem Kescher auf den noch nicht ganz abgeflossenen Weiher hinaus, um erste Karpfen zu fangen. Als Belohnung warteten Süßigkeiten auf die eifrigen Helfer.

Bottich für Bottich wurden die Karpfen in das Sammelnetz zum Entschlammen in einen benachbarten Weiher getragen. Mit der Größe der Fische war man heuer sehr zufrieden. Es waren gewaltige Sechspfünder, die mit respektvollem Staunen begutachtet wurden. „Das ist das Streicherröhren-Wasser, das die Karpfen in diesem Teich so gedeihen lässt!“, meinte einer der Zuschauer, der den Abfluss des Heilwassers aus dem nahe gelegenen Wallfahrtsort in diesem Teich vermutet. Die beiden Teichwirte zählten die Karpfen im Netz durch. Dabei gab es eher lange Gesichter, denn von den 80 eingesetzten Fischen wurden am Kirchweihsamstag nur 60 geerntet. Wo sind die anderen 20 geblieben? Vielleicht wurden sie vom Graureiher geholt oder vom Fischotter gefressen. Angesichts des guten Gedeihens der vorhandenen Ernte verzog sich die Trauer schnell. Die beiden Teichwirte und die Helfer freuen sich nun schon auf das Abschlussfest Anfang November im Gasthof Holzer. Dorthin hatte einst auch Baron von Lichtenstern seine Fischer der Thierlsteiner Weiher eingeladen. Franz Lang und Herbert Feldbauer halten diese Tradition bis heute aufrecht.

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