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Region Cham
Samstag, 25. November 2017 4

Justiz

Diebische Geschwister verurteilt

17-Jähriger und 24-Jährige brachen Garage auf und klauten Räder für 4000 Euro.

Furth im Wald.Zwei Geschwister aus Furth im Wald musste sich am Dienstag vor dem Chamer Amtsgericht verantworten. Im Raum stand der erhebliche Tatvorwurf des besonders schweren Diebstahls.

Konkret hätten sich beide durch brachiale Gewalt Zugang zu einer fremden Garage verschafft und zwei hochwertige Mountainbikes mit einem Gesamtwert von rund 3500 – 4000 Euro entwendet.

Die Angeklagten machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, so dass es in die Beweisaufnahme ging. Geladen waren neben den ermittelnden Polizeibeamten auch der Geschädigte. Dieser hatte nach eigener Aussage am späten Abend des 7. März Geräusche aus seiner Garage festgestellt. Als er nach dem Rechten sehen wollte, stellte er schnell fest, dass zwei seiner Fahrräder fehlten. Er versuchte unmittelbar, die Räder samt Täter ausfindig zu machen und fand eines der gestohlenen Mountainbikes in einem Hinterhof der Further Innenstadt samt einem der Angeklagten.

Stritt der damals 17-Jährige zunächst den Diebstahl ab, gab er kurze Zeit später doch zu, sich des Rades bemächtigt zu haben. Auf die Frage, wo denn das zweite Fahrrad sei, bekam er nur ein Handy gereicht. Die Person am Telefon schilderte den Standort, der Geschädigte konnte das Rad in der Nähe dann tatsächlich auffinden.

Die in der Zwischenzeit hinzugezogene Polizei befragte in der Folge neben dem geständigen Angeklagten, auch die kurzerhand zum Hinterhof dazu gestoßene Schwester. Die 24-Jährige habe bei der Vernehmung derart hysterisch um sich geschrien, dass sie von den Beamten habe fixiert werden müssen. Zwar sei abschließend nicht eindeutig gewesen, ob die große Schwester des Teenagers das zweite Fahrrad entwendet hatte – ihre Mittäterschaft lag aber auf der Hand.

Für Richter Wolfgang Voith war er bei der Verkündung des Urteils unerheblich, ob die Schwester das Rad selbst aus der Garage entwendet hatte, oder lediglich als Mittäterin in die Sache involviert. Die Beweise auch durch die Zeugenaussagen sprachen eindeutig gegen die 24-Jährige.

Sie erhielt daher ebenso wie ihr Bruder eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung, wobei ihr zur Tatzeit 17-jähriger Bruder nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde. Dieses Urteil war insofern überraschend, da die Staatsanwaltschaft für beide lediglich eine Geldstrafe in Höhe von jeweils 90 Tagessätzen zu je 30 Euro plädiert hatte.

Die massive Gewalt und die starken Beschädigungen am Garagentor sowie der hohe Wert der Fahrräder führten dazu, dass keine Geldstrafe mehr ausreichend sei, so der Richter. (cai)

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