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Dienstag, 23. Januar 2018 7

Wirtschaft

Dieses Projekt soll Energiewende fördern

hm-pv aus Grafenkirchen arbeitet in einer Kooperation an einem Stromspeicher-System mit, das die Netze entlasten soll.

Philipp Schröder von sonnen (Mitte) übergibt den sonnenPionier Award an Geschäftsführer hmpv Helmut Mauerer (rechts), Projektleiter Bernhard Schreiner (links) Foto: hm-pv

Pemfling.Die hm-pv GmbH aus Grafenkirchen beteiligt sich nach Firmenangaben an einem weltweit einzigartigen Blockchain-Projekt, das nun auch in der Oberpfalz umgesetzt wird. In Kooperation mit sonnen, dem weltweit größten Hersteller von Stromspeichern, übernimmt hm-pv die Umsetzung des vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT sowie des IT-Spezialisten IBM gesteuerten Projekts vor Ort. Dazu gehört die Installation von Stromspeichern sowie der dazugehörigen elektronischen Zähler.

Bei dem Energieprojekt werden dezentrale Batteriespeicher wie sie zunehmend in privaten Haushalten zum Einsatz kommen, digital per Blockchain (Blockchain ist die weltweit führende Softwareplattform für digitale Assets) vernetzt. Auf diesem Weg entsteht ein großer, virtueller Speicher, der für die Entlastung des Stromnetzes genutzt werden kann. Drückt beispielsweise im Norden Deutschlands ein Sturm zu viel Strom ins Netz wird dieser von den Batteriespeichern aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgegeben. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, wird gespeicherter Strom im Süden Deutschlands von dem sonnenBatterie-Netzwerk ins Stromnetz gegeben. So entsteht eine virtuelle Stromleitung, über die sich Engpässe im Stromnetz ausgleichen lassen.

Mit dieser rein grünen Lösung können erneuerbare Energien noch besser in die Energieversorgung integriert werden, da sich teure Abschaltung von Windenergie-Anlagen begrenzen lässt.

„Wir sind stolz hier als Pionier für so ein zukunftsweisendes Projekt mit dabei zu sein“, sagt Helmut Mauerer, Geschäftsführer der hm-pv GmbH. „Wer sich ab jetzt für eine eigene Energieversorgung mit sonnenBatterie entscheidet, kann an diesem Projekt teilnehmen. Damit kann ein Haushalt seinen eigenen Strom erzeugen und gleichzeitig dabei helfen, das Stromnetz zu entlasten. Außerdem bieten solche Projekte das Potenzial für zusätzliche Einnahmen.“

„Die Energieversorgung wird sich in den kommenden Jahren radikal verändern. Strom wird dezentral und sauber von Millionen kleiner Erzeuger produziert“, sagt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei sonnen. „Mit der Blockchain-Technologie können diese Erzeuger intelligent und kostengünstiger miteinander vernetzt werden.“

Wer ist Sonnen?

  • Produkt:

    Neben dem Stromspeicher bietet sonnen auch eine Vielzahl von Services und Dienstleistungen für saubere Energie an.

  • Unternehmen:

    Neben dem Hauptsitz in Wildpoldsried hat die sonnen Gruppe weitere Standorte in Berlin, Großbritannien, Italien, den USA und Australien. Weltweit sind bereits über 350 Mitarbeiter für sonnen tätig.

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