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Region Cham
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Justiz

Drogensüchtiger muss hinter Gitter

Der 27-jährige aus Cham wurde von der Polizei mit Heroin erwischt und war für mehrere Diebstähle verantwortlich.
Von Andreas May

Richter Andreas Lecker sah keine Möglichkeit, den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe zu verurteilen. Foto: dpa

Cham.Ein 27 Jahre alter Mann musste sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Cham verantworten. Ihm wurde der unerlaubte Besitz von Betäubungsmitteln sowie Diebstahl in zwei Fällen mit versuchtem Diebstahl zur Last gelegt. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte im Juli 0,2 Gramm Heroin im Zug zwischen Schwandorf und Furth im Wald mit sich geführt. Als die Polizei eine routinemäßige Kontrolle durchgeführt hatte, versuchte der Chamer augenscheinlich, ein kleines Tütchen im Mund verschwinden zu lassen. Dieses sei später wieder aufgetaucht und habe sich als geringe Menge des gefährlichen Rauschgifts erwiesen.

Die Anklagepunkte Diebstahl und versuchter Diebstahl bezogen sich auf zwei Taten aus dem Chamer Stadtgebiet. Anfang August habe der Angeklagte einen Geldbeutel samt rund 100 Euro Bargeld aus einem Taxi entwendet. Knapp drei Wochen später soll er 280 Euro aus dem Fahrzeug eines Pizzalieferdienstes gestohlen haben. Am gleichen Tag wurde in den Umkleideräumen des ASV Cham eine nicht befugte Person beobachtet, die offensichtlich Ausschau nach Wertgegenständen hielt. Die gerufene Polizei konnte den Mann als Täter identifizieren.

Der Angeklagte räumte sämtliche ihm zur Last gelegten Taten ein. Er habe die Gelder zur Finanzierung seines Drogenkonsums benötigt und sprach von Beschaffungskriminalität. Er zeigte sich reumütig und möchte sein Leben in den Griff bekommen.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Gesamtstrafe ohne Bewährung in Höhe von zwölf Monaten. Die zahlreichen Vorstrafen führen dazu, dass eine Bewährungsstrafe nicht mehr auszusprechen sein könne. Auch die Sozialprognose sei ungünstig. Diese ist immer eine Voraussetzung, um eine Bewährungschance einräumen zu können.

Richter Andreas Lecker reduzierte die Forderung der Staatsanwaltschaft auf eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten. Zugunsten des Angeklagten könne das Geständnis und sein generell positives Auftreten vor Gericht berücksichtigt werden, so der Richter.

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