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Region Cham
Donnerstag, 18. Januar 2018 9

Konzert

Ein musikalisches Geschenk

Der Chor Lehra und Mehra begeistert bei seinem Gastspiel das Publikum in der voll besetzten Pemflinger Kirche.

  • Der Chor Lehra und Mehra gab in der Pemflinger Kirche ein stimmungsvolles Konzert.Fotos: cpf
  • Katharina Ernst gab auf einer Conga den afrikanischen Rhythmus vor.

Pemfling. Mit dem Benefiz-Weihnachtskonzert am Sonntag in der Pfarrkirche St. Andreas in Pemfling hat der Chor Lehra und Mehra unter der Leitung von Andreas Ernst den Besuchern ein grandioses, vorweihnachtliches Geschenk gemacht. Bis auf den letzten Platz war das Kirchenschiff gefüllt, und die Besucher wurden keinesfalls enttäuscht. Stimmgewaltig, wie ein Brausen aus Himmelshöhen, erklang das Eröffnungslied „Machet die Tore weit“, ein Satz von dem deutschen Komponisten und Organisten Andreas Hammerschmidt.

Klassisch, Gospel und Rock Pop

Das Konzert, so Chorleiter und Moderator Ernst, gliedert sich in die Blöcke: klassisch, Gospel und Rock Pop. Es folgte der adventliche Choral „Es kommt ein Schiff geladen“ nach einer neuen Interpretation von Oliver Gries. Das mit sehr viel verwobenen Stimmen in moderner Fassung von Martin Sailer gesetzte Lied „Oh Heiland reiß den Himmel auf“ trug der Chor mit Überzeugung und großer Hingabe vor. Mit „Jauchzet dem Herrn“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy brachte der Chor einen der herrlichsten Sätze zu Gehör. Nun kündigte der Chorleiter mit dem traditionellen Kanon „Dona nobis pacem“ in einer modernen Fassung von Winnie Brückner eine mystische Atmosphäre an. Die Männerstimmen, außerordentlich rhythmisch mit immer gleichen, tiefen Unterton, ziehen sich durch das gesamte Lied. Andreas Ernst fand das folgende „Gloria“ von dem norwegischen Komponisten Knut Nystedt als das tollste Stück des Konzerts. Für die Zuhörer bedeutete dies aber schwere Kost aufgrund der außergewöhnlichen Taktarten und Taktwechsel, auf die jedoch mit dem „Sicut locutus est“ aus dem Magnifikat von Johann Sebastian Bach eine leichtere Kost folgte.

Um den Chor eine verdiente Verschnaufpause zu gönnen, verwöhnte das Chormitglied Margot Alt die Zuhörer einfühlsam und dennoch nachdenklich mit einer tierischen Weihnachtsgeschichte. Die Aufforderung des Chorleiters Andreas Ernst, bei dem folgenden Medley mit „Weihnachtslieder singen“, „Süßer die Glocken nie klingen“, „Still, Still“ und „Alle Jahre wieder“ mitzusingen, hatte ihre Wirkung unter den Besuchern nicht verfehlt.

Der dritte Block des Weihnachtskonzertes war dem Gospelgesang mit den Stücken „Ride the Chariot“ von William Henry Smith, „It’s me“ von Scott Stroman, „Down To Tiver“ von Sholdon Curry und „Jesus what a Wonderful Child“ von Jeff Guillen gewidmet.

Bei dem afrikanischen Lied „Malisoe“, einem Satz nach Edo Bumba, gaben Katharina Ernst und Andreas Ernst auf den Congas (Trommeln) den typischen afrikanischen Rhythmus vor. Die Chormitglieder bewegten sich und klatschten dazu rhythmisch.

Unter die Haut gehender Gesang

Bei dem folgenden „Baba yetu“ (Vater unser), von Christoph Haberl als Solist in afrikanischer Sprache gesungen, forderte der Moderator die Besucher auf, die Augen zu schließen und sich einen Sonnenuntergang in der afrikanischen Steppe vorzustellen, was dem Sänger mit seinem unter die Haut gehenden Gesang auch mühelos gelang. Tosender Applaus war der Lohn dafür. Die Solistin Laura Vilsmeier mit „Joyful Joyful“ beendete diesen außerordentlich gelungenen Konzertabend. Frenetischer Applaus war der Lohn für die Darbietungen und zugleich Aufforderung für eine Zugabe. Dieser Aufforderung kam der Chor mit dem Stück „Over my Head“ gerne nach. Bei all den Beiträgen begeisterten immer wieder der homogene Klangkörper des Chors, sowie die faszinierenden Klangnuancen.

Zusammen mit allen Besuchern intonierte der Chor das Adventslied „Es wird scho glei dumpa“ und die Kirche wurde erfüllt von einer ergreifenden Stimmung, die jeder in seinem Innern mit nach Hause nehmen konnte. (cpf)

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