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Region Cham
Montag, 20. November 2017 10

Veranstaltung

Ein mystischer Sagenabend verzauberte die Zuhörer

Beim Hutschaabend des Museumsvereins wurde es am Montagabend im Café Bacherl mystisch: Christl Fischer aus Ränkam war zu Besuch.

Angst sieht anders aus: Georg Bacherl genießt die Situation mit den üblen Gestalten im Rücken. Fotos: wim

Waldmünchen.Die Tradition der Hutschaabende beim Museumsverein ist lang. Bereits kurz nach Vereinsgründung fanden sich die Mitglieder bei der „Bi-Fanny“ zusammen.

Da das auserkorene Ziel, die Gründung eines Museums, nicht so schnell verwirklichen ließ, waren die Abende eine willkommene Gelegenheit, zusammenzusitzen und mit Kartenspielen, Schnitzen oder Stricken die Zeit gemeinsam zu verbringen. Auch wenn die Zeit des Kartenspielens und Strickens längst Geschichte ist, die Mitglieder treffen sich immer noch regelmäßig jeden dritten Montag im Monat – inzwischen im Café Bacherl in der Böhmerstraße.

Vereinschef Karlheinz Schröpfer gelingt es dabei immer wieder, interessante Referenten für Vorträge zu gewinnen. Das Leben an und mit der Grenze, Geschichte der Nachnamen, das Leben in Liberia waren nur einige der Themen. Am Montagabend hatte er mit Christl Fischer aus Ränkam etwas ganz besonderes gefunden. Ein mystischer Sagenabend war angekündigt - und mystisch wurde es wirklich. Seit ungefähr drei Jahren schreibt Fischer die Geschichten auf, die sie an ihre Kindheit erinnern. An diese Kindheit erinnert sie sich gerne: das Zusammensitzen in der Stube, die Geschichten, die die Großmutter erzählte – diese will sie heute weitergeben. Traditionen und Sagen sollen für die Nachwelt erhalten bleiben, deshalb hat sie diese in einem Buch veröffentlicht. Auch Heimat- und Kindergeschichten will sie der Nachwelt erhalten.

Über Hufeisen, die vergraben und nicht mehr aufzufinden waren, ein unheimliches Haus in dem es spukte, den Teufelsfelsen von Arnschwang oder auch das Glasrucken auf der Party - viele Geschichten zeugten von unheimlichen Begebenheiten. Geister, Druden und sogar Luzifer höchstpersönlich tummelten sich in den Geschichten.

Als dann noch in der Pause Tochter Isabella und Sohn Gabriel in gruseligen Kostümen versuchten, die Gäste zu schocken, war die Stimmung perfekt. Geschichten aus ihrer Familie gingen zum Ende richtig unter die Haut.

Warum der Weihnachtsbaum bei ihrer Großmutter bis Ostern stehenblieb, ließ auch bei Christl Fischer bei ihrer Schilderung selbst noch einmal viele Emotionen hochkommen. (wim)

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