mz_logo

Region Cham
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Kommunalpolitik

Ein Ort der Begegnung für Schönthal

Nach der Sanierung für 1,4 Millionen Euro dient die Schulturnhalle nicht nur zum Sport für die Grund- und Montessori-Schule.

  • Sport macht Spaß: Die Schulkinder zeigten, wie sich der Aufwand für die sanierte Turnelle lohnt. Fotos: wbx
  • Architekt Thomas Wilnhammer (li.) übergab symbolisch einen Schlüssel an Bürgermeister Ludwig Wallinger.

Schönthal.Die generalsanierte Schulturnhalle in Schönthal hat am Samstag den kirchlichen Segen erhalten. Pfarrer Alfons Eder sprach im Beisein zahlreicher Ehrengäste, des Lehrerkollegiums und der Grundschüler und einer Abordnung der Montessori-Schule sowie zahlreicher Schülereltern das Segensgebet. Den Festakt in der Turnhalle eröffneten die Schüler der 1. und 2. Klasse mit dem Bewegungslied „Ich bin groß“.

In der Festansprache erinnerte Bürgermeister Ludwig Wallinger daran, dass mit dem Bau der Hauptschule im Jahr 1967 auch die Schulturnhalle gebaut worden sei. Nach einem halben Jahrhundert sei eine umfassende Sanierung dringend erforderlich gewesen. So sei die Elektro-Speicher-Heizung nicht ausreichend und zudem störungsanfällig gewesen.

Die gesamte Nordwand der Halle aus Glasbausteinen sei eine massive Kältebrücke und Hallenboden und Decke seien nicht wärmegedämmt gewesen. Daneben habe der Zahn der Zeit an der technischen Ausstattung seine Spuren hinterlassen. Erschwerend seien der mangelnde Brandschutz, die fehlende Barrierefreiheit und die unzureichenden Fluchtwege hinzugekommen.

Der steinige Weg der Finanzierung

Der Weg zum vorzeitigen Baubeginn sei nicht leicht gewesen, und Enttäuschungen und Rückschläge seien Begleiter gewesen, meinte Wallinger. Ein erster Antrag im Jahr 2008 und ein erneuter Antrag im Jahr 2009 seien negativ beschieden worden. Erst im Jahr 2014, nach erfolgtem An- und Umbau der Grundschule habe man nach neuen Planungen einen Förderantrag nach FAG bei der Regierung gestellt.

Die niederschmetternde Nachricht aus Regensburg: Die Maßnahme könne nicht gefördert werden, weil Grundschulen allein keinen Anspruch auf eine Sporthalle haben. Zusammen mit Landrat Franz Löffler und dem Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp sei man im Finanzministerium in München vorstellig geworden und habe eine Fördermöglichkeit für die Maßnahme gefunden. Mit der Konstellation Grundschule und erster bis zehnter Klasse der Montessori-Mittelschule wurden die berechneten Kosten halbiert und eine FAG-Förderung von 59 Prozent erreicht. Dazu habe das Kultusministerium für den Anteil der Privatschule eine Förderung in Höhe von 70 Prozent zugesagt.

Somit ergab sich nach einer abgespeckten Kostenberechnung in Höhe von 1 417 000 Euro, wovon 1 262 000 Euro förderfähig sind, eine Förderung für die Grundschule von 374 000 Euro und für die Montessori-Schule von 461 680 Euro. Bei der Gemeinde verbleibt noch ein Kostenanteil von 601 320 Euro.

Am 15. Februar 2016 hat die Regierung der Oberpfalz den vorzeitigen Baubeginn erteilt, am 2. Mai 2016 war Baubeginn. Der Tag der Nutzungsaufnahme war der 13. März 2017. Wallinger hob besonders hervor, dass alle am Bau beteiligten Firmen, das Architekturbüro Wild & Wilnhammer, das Ingenieurbüro Christl und das Statik Büro Baier hervorragende Leistungen erbracht haben. Die Nutzung der Halle durch die beiden Schulen und die Belegung der gemeindlichen Vereine zeige, dass die gut ausgestattete Sporthalle beste Voraussetzungen für die Benutzer bietet. Die neue Halle erfülle alle Anforderungen im Hinblick auf Brandschutz, Barrierefreiheit und Wärmedämmung. Mit Fug und Recht könne man behaupten: „Das Werk ehrt seine Meister“.

Landrat Franz Löffler betonte, dass der heutige Tag ein großer Festtag für Kinder und Eltern sei, und gratulierte zur Segnung der sanierten Halle. Die neue Sporthalle sei ein Baustein im Wettbewerb der Kommunen. Hier habe die Gemeinde Schönthal die Nase vorne, meinte er.

Der „Mut“ zur Kooperation

Der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp und der Bundestagskollege Karl Holmeier freuten sich über das gelungene Werk. Die Sporthalle sei ein Ort der Begegnung für ganz Schönthal. Auch wenn der Weg steinig gewesen sei, doch der Mut, zusammen mit der Montessori-Schule einen neuen Weg zu gehen, sei beispielgebend, betonten sie. Den Benutzern der Halle wünschten sie viel Freude und Spaß beim Sport in der Turnhalle.

Architekt Thomas Wilnhammer sagte, dass mit der neuen Halle ein hoher, heller Raum zum Sporttreiben und Herumtoben, aber auch für Versammlungen und Feste entstanden sei. Die Halle sei ein zeitgemäßer Raum für Jahrzehnte, betonte er. Viele Firmen hätten zum Gelingen beigetragen und eine saubere Arbeit abgeliefert. Allen Benutzern der Halle wünschte er heitere und unbeschwerte Stunden in der Halle. An Bürgermeister Ludwig Wallinger überreichte der Architekt einen überdimensionalen Schlüssel.

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen führten Kinder der Montessori-Schule „Seilspringen“ vor und die Kinder der Grundschule einen Tanz zu „Hulapalu“ vor. Mit dem Mitmachlied für alle „Theo, Theo“ endete die Veranstaltung. Anschließend lud Bürgermeister Ludwig Wallinger zum gemeinsamen Mittagessen in der Klosterschänke ein. (wbx)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht