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Region Cham
Montag, 20. November 2017 11

Kommunalpolitik

Einblick in Schlaffässer und innovative Betriebe

Die Freien Wähler tourten durch Waldmünchen und trafen erfolgreiche Unternehmer. Daneben gab es aber auch Anlass zu Kritik.

Georg Manner ließ die Besucher in eines der Schlaffässer blicken. Foto: wch

Waldmünchen.Am Samstag veranstalteten die Freien Wähler ihre Informationsfahrt durch das Stadtgebiet.

Mit der Besichtigung des ehemaligen Kindergartens in Waldmünchen ging die Rundfahrt los. Vorsitzender Wolfgang Kürzinger freute sich, dass die Bevölkerung Interesse zeigt. Der jetzige Hausbesitzer Baumgartner berichtete, das er 2015 von der Stadt das aus dem Jahr 1905 stammende Gebäude erworben hatte. Im September 2015 begann er mit der Entkernung des Hauses. Mit den eigentlichen Bauarbeiten wurde im Sommer 2016 begonnen. „Trotz der Fülle an Rückschlägen, zumeist infolge personeller Engpässe bei den Handwerksbetrieben, hoffen wir auf baldige Fertigstellung der neun Wohnungen, berichtete Baumgartner. Die Wohnungen sind alle mit Lift erreichbar und würden den Ansprüchen sowohl jüngerer als auch älterer Bewohner gerecht.

Nach einem Rundgang durch den „Kindergarten“ fuhr die Gruppe nach Katzbach bei Geigant, um die Zimmerei von Stefan Zisler zu besichtigen. Dieser führte die Gruppe durch die Büroräume und die Fertigungshalle. Er berichtete, dass er die Firma in Kühnried im Jahr 2014 mit zwei Angestellten gründete. 2016 folgte der Spatenstich für die neue Halle mit Bürogebäude in Katzbach. Zisler: „Mittlerweile haben wir zehn fest angestellte Mitarbeiter, zwei Büroangestellte und zehn geringfügig Beschäftigte. Unsere Haupttätigkeiten sind Holzrahmenbau, Zimmerei, Holzbauarbeiten, energetische Sanierungen, Eingabeplanungen, ökologische Wärmedämmung und betreute Eigenleistung.“ Der Unternehmer sprach von rund 200 Baustellen im Jahr, auch für 2018 seien die Aufträge gesichert. Nach der Führung wurden die Teilnehmer von Stefan Zisler und seiner Frau zu einem Imbiss eingeladen. Wolfgang Kürzinger an die Zislers; „Behaltet eure Leidenschaft für eure Arbeit. Man sieht, es steckt viel Herzblut drin.“

Mobilheime und Schlaffässer

Letzte Station war der Ferienpark Perlsee der Familie Manner. Der Georg Manner berichtet, dass 200 Stellplätze, acht Ferienhäuser, zehn Mobilheime und vier Schlaffässer (zwei davon auf Rädern) auf dem Arial sind. Zwei weitere Mobilheime sind in Planung, so der Betreiber. Die Ferienhäuser und die Mobilheime sind nach seinen Worten gut belegt. Mit einem der Schlaffässer ist er demnächst auf der Messe Erfurt und in Nürnberg vertreten.

Zum Schluss wurden die Besucher von den Manners ins Camperstüberl zu einem Schnapserl eingeladen. Dort können sich die Camper zu kleineren Feiern bei schlechtem Wetter treffen. Ein kleines Kino für regnerische Tage ist im Nebenzimmer eingerichtet, berichte Manner.

Kritikpunkte bei der Rundfahrt

FW-Vorsitzender Kürzinger bedankte sich bei Irmgard und Georg Manner für die interessanten Einblicke ins Camperleben und lud alle Anwesenden in die Perlsee-Wirtschaft ein, um die Fahrt noch einmal Revue passieren zu lassen. Bei dem Abschlussgespräch wurde angeregt, dass am Friedhof beim Ausgang an der Kapelle ein Abfallbehälter für abgebrannte Kerzen aufgestellt werden soll. Bemängelt wurde, dass bei der Auflösung von Gräbern Erde und Schutt wochenlang nicht beseitigt werden, und die umliegenden Gräber schwer zu erreichen sind. Zudem wurde kritisiert, dass der Fußweg zwischen Breitenwiesweg und dem ehemaligen Kindergarten nicht beleuchtet ist. Festgestellt wurde auch, dass die tiefen Spurrillen am Fußgängerüberweg zwischen Forstamt und Autohaus Wagner im wahrsten Sinne des Wortes „ein Stein des Anstoßes“ seien. (wch)

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