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Region Cham
Mittwoch, 17. Januar 2018 7

Weihnachtskonzert

Einen Abend in Musik vereint

Mit ihren Darbietungen versetzen die Fraunhofer-Schüler ihr Publikum in Cham einen Abend lang in Gänsehautstimmung.

Die Chorklasse 5 und 6 zeigte gleich zu Beginn, auf welch hohem musikalischen Niveau sich dieser Abend bewegen sollte. Foto: cai

Cham.Das Staunen war nicht nur den Gesichtsausdrücken und dem tosenden Applaus zu entnehmen. Immer wieder artikulierten die Zuschauer beim Weihnachtskonzert am Fraunhofer-Gymnasium durch anerkennende Worte ihre Begeisterung über die Darbietungen der Schüler. „S is‘ scho‘ a Wahnsinn, wos die junga Leut hier leisten“, flüsterte ein Zuschauer seiner Sitznachbarin zu. „Eine ganz tolle Vorstellung“, sagte ein anderer.

Mehr als 30 Einzelstücke genoss das Publikum in der prall gefüllten Turnhalle. Vor dem Konzert begrüßte Direktor Dr. Hubert Balk die Zuschauer und Ehrengäste. Anhand einer Weihnachtskarte stellte er sinnbildlich die Verbindung zur Wichtigkeit des Miteinanders her, das gerade in der Weihnachtszeit, aber auch allgemein in der Gesellschaft unerlässlich sei. Die Musik sei ein ausdrucksstarkes Mittel, um Gemeinschaft einzuüben und dem Zuhörer zu vermitteln. „Gibt es ein besseres Miteinander als das musikalische Symbol?“, fragte der Schulleiter.

Nach einer anspruchsvollen Ouvertüre zeigte die Chorklasse 5 und 6 gleich zu Beginn, auf welch hohem Niveau sich dieser Abend bewegen sollte. „Machet die Tore auf“, „Als ich bei meinen Schafen wacht“, „Sanna, Sannanina“ und Coldplays „Something just like this“ wurde vom etwa 60-köpfigen Chor nicht nur stark gesungen, sondern zusätzlich mit einer Choreographie zum Ende angereichert.

Das P-Seminar Musik Q11 interpretierte das Stück „Little Drummer Boy“. Foto: cai

Zwei ehemalige Abiturienten der Schule, mittlerweile als FSJler tätig, betraten die Bühne und sollten im weiteren Verlauf des Konzertes immer wieder die Künstler anmoderieren. Die Bläserklassen 5 und 6 spielten einige traditionelle Stücke, aber auch der weihnachtliche Anlass wurde etwa durch „Ihr Kinderlein kommet“ nicht vergessen.

Sehr sinnlich ging es weiter mit einem Streichorchester. Die adäquate Begleitung erfolge zeitweise durch das Akkordeon, zeitweise durch das Schlagzeug. Ein weiteres traditionelles Stück war „Little Drummer Boy“, interpretiert vom P-Seminar Musik Q11. Heimatliche Klänge gab der Fraunhofer Dreig’sang zum Besten: „Der Woid is verwaht“. Vor der Pause setzte ein Chor des Ludek Pik Gymnasiums Pilsen einen weiteren Höhepunkt.

International sollte es auch im zweiten Teil zugehen. Viele englischsprachige Songs standen nun im Mittelpunkt des Geschehens. Michael Jacksons „Man in the mirror“, performt von einer Jazzband, kannte nicht nur jeder, es traf auch den Geschmack des Publikums. Das etwas unbekanntere Stück „The Groove Merchant“ wurde kurz zuvor „swingig“ auf die Bühne gebracht. Eine Schulband wählte ihre zwei Songs sinnbildlich für den Abend. Während „Who am I“ ein eher ruhigeres, traditionelleres Lied mit nachdenklicher Komponente darstellte, war Eminems „Lose Yourself“ das moderne, fetzige Pendant.

Ein großer Chor versetzte das Publikum noch einmal in Gänsehautstimmung, bevor Tochter Zion von Georg Friedrich Händel den Abend auf klassische Weise abrundete. (cai)

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