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Region Cham
Mittwoch, 13. Dezember 2017 10

Kirche

Es gab 200 Donuts zum St.-Matinsfest

Statt der üblichen Martins-Brezeln gab es dieses Jahr bei der Andacht zum Fest des Heiligen die bekannten süßen Kringel aus Amerika.

  • Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko feierte die Andacht zum Fest mit den Kindern. Fotos: wbf
  • Statt Brezeln gab es in diesem Jahr Martinsdonuts.

Rötz.Über 200 Kinder haben sich am Freitagabend in der Rötzer Stadtpfarrkirche versammelt, um gemeinsam mit Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko den Namenstag von Sankt Martin zu feiern. Seit Wochen liefen im Kindergarten, dessen Namenspatron der Heilige Martin ist, die Vorbereitungen auf das Fest des Heiligen. Es wurden viele schöne Laternen gebastelt und die Liedtexte zur Martinsfeier einstudiert. „Mit seiner Geste voll Barmherzigkeit und Nächstenliebe hat St. Martin einst den Bettler vor dem sicheren Tod gerettet. Lasst ihn und seine Tat Vorbild für uns sein.“ Mit diesen Worten hat Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko in der Andacht die Kinder zu Hilfsbereitschaft und Solidarität gebeten.

Traditionell feierte der Geistliche mit den Kindergartenkindern und den Grundschulkindern in der Stadtpfarrkirche St. Martin den Namenstag des Heiligen mit einer Andacht und gedachte damit des Wirkens des späteren Bischofs von Tours. Mit dem Lied „Wir feiern heut‘ ein großes Fest“, eröffneten die Kinder die Namenstagsfeier. Anschließend führten die Schulkinder der ersten Klasse unter der Leitung ihrer Lehrerin Martha Wachter die Legende des Heiligen vom Teilen und der Barmherzigkeit in einem Spiel auf. Ein Bettler saß am Straßenrand und bat die Vorbeikommenden um etwas zu Essen, um seinen Hunger zu stillen. Und obwohl sie einen großen Korb mit Äpfeln dabeihatten, gaben sie dem Bittsteller nichts.

Die Neuerung

  • Bisher:

    Am St.Martinstag gibt es in der Andacht immer eine Martinsbrezel.

  • Neuerdings:

    In diesem Jahr bekamen die Kinder einen süßen „Martinsdonut“. Der Pfarrer wünschte sich, dass die Kinder die Gabe mit ihren Eltern teilen, so wie es der Heilige vorgemacht hat. (wbf)

Nur Martin, ein Soldat, der des Weges kam, hatte mit dem Bettelmann Mitleid. St. Martin zögerte keine Sekunde, mit dem frierenden Bettler seinen Mantel zu teilen. „Was St. Martin getan hat, war genau das Richtige“, sagte Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko an die Kinder gewandt. Er habe geholfen und ein Herz für Mitmenschen in der Not gezeigt. Mit seiner Barmherzigkeit und Nächstenliebe solle der Heilige ein Vor- und Leitbild sein, so Dyadychenko. Indem er den Mantel mit dem Bettler geteilt habe, habe Martin Licht in das Leben des Mannes gebracht und dessen Welt wieder hell und froh gemacht. Symbolisch wolle man auch mit dem Laternenzug durch dunkle Straßen die Stadt hell und freundlich machen. Denn auch Jesus habe gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Damit, so der Geistliche, habe Gott sagen wollen, dass er das Leben hell mache. „Lasst uns also Licht in die Welt tragen“, appellierte der Geistliche. Bei den Fürbitten, die die Eltern vortrugen, stellten sie symbolisch eine Laterne vor den Altar.

Anschließend nahmen die Kinder mit ihren Laternen vor der Kirche zum Martinszug Aufstellung. Geplant war in diesem Jahr, zum Kindergarten zu ziehen und dort den Martinstag ausklingen zu lassen. Aufgrund der schlechten Witterung ging es jedoch nur bis zum Fürstenkasten. Angeführt wurde der Laternenzug von Sankt Martin (Johannes Hofstetter) auf seinem Schimmel. Auch Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko zog mit den Kindern zum Fürstenkasten. Die Kinder sangen Lieder wie „St. Martin“ und „Ich geh mit meiner Laterne“. Beim Fürstenkasten angekommen, sorgte die FF Rötz mit Wienersemmlen für das leibliche Wohl der Großen und Kleinen. (wbf)

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