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Region Cham
Montag, 23. Oktober 2017 7

Ehrenamt

Feuerwehrfrauen sind fit in Erster Hilfe

Das Training der Landkreisfeuerwehrdamen fand in Bad Kötzting statt. 137 Feuerwehrdamen aus 33 Wehren nahmen teil.

137 Feuerwehrdamen aus 33 Wehren des Landkreises trainierten in Bad Kötzting. Foto: rme

Bad Kötzting.Zur nunmehr dritten Infoveranstaltung für die Feuerwehrfrauen der 190 Wehren trafen sich diesmal 137 Feuerwehrdamen aus 33 Wehren des Landkreises in Bad Kötzting. Zu Beginn wurden diese nach der Begrüßung von der Kreisfrauenbeauftragten Roswitha Meier und Dr. Stefan Enderlein sowie dem Hausherrn der Feuerwehr Bad Kötzting, Richard Richter, in fünf Gruppen eingeteilt; jede Gruppe wurde von in Erster Hilfe versierten Feuerwehrkameraden geleitet.

In der ersten Station wurde die Verletztenrettung aus einem verunfallten Fahrzeug geschult. Dieses wurde durch die FF Bad Kötzting zur Verfügung gestellt. Geübt wurde das Anlegen einer Halskrause im Auto sowie die anschließende Rettung unter zu Hilfenahme eines Spineboards. In der nächsten Station wurde den Teilnehmerinnen die stabile Seitenlage beigebracht, die bei der Versorgung von bewusstlosen Patienten zwingend anzuwenden ist, um weiteren Schaden vom Patienten abzuwenden.

In der dritten Station übte man das Anlegen eines Druckverbandes zum Stillen einer starken arteriellen Blutung. Die vierte Station beinhaltete die Helmabnahme in der Ein- und Zweihelfermethode beim verunfallten Motorradfahrer.

15 Ausbilder waren vor Ort

Zudem schulte Florian Neppl, erfahrener Ausbilder beim BRK Cham, die Teilnehmerinnen in der Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Verwendung von Beatmungsbeutel und Defibrillator. Insgesamt waren 15 Ausbilder der Feuerwehren Roding, Eschlkam, Waldmünchen, Arnschwang und Rimbach vor Ort. Besonderer Dank gilt Florian Neppl vom BRK Cham für sein Engagement und seine Kompetenz. Einhellig waren die Frauen der Meinung, dass diese Veranstaltung ein großartiger Erfolg war und eine Auffrischung in der Ersten Hilfe vor allem im Feuerwehrdienst regelmäßig stattfinden sollte. Viele der Kameradinnen werden in nächster Zeit einen entsprechenden Erste-Hilfe-Kurs besuchen.

Frauen werden immer wichtiger und begehrter für den Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren – und das nicht nur, weil sie häufiger als ihre Männer tagsüber am Wohnort präsent sind und im Einsatzfall somit für die örtliche Feuerwehr rasch zur Verfügung stehen. Schon längst haben die Feuerwehrfrauen bewiesen, dass sie ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen.

Sie absolvieren die gleiche Ausbildung wie Männer, machen die gleichen Prüfungen und leisten die gleiche Arbeit wie das andere Geschlecht. Tausende Frauen über derzeit in Bayern diese Tätigkeit ehrenamtlich aus. Die Frauenbeauftragte des Landkreises Cham, Roswitha Meier, ist selbst eine der Frauen, die neben ihrer Tätigkeit als Mutter und Kinderpflegerin in einer Kita im Notfall als Feuerwehrfrau in der Stadt Roding Dienst am Nächsten praktiziert.

Eine echte Bereicherung

Ihr ist es wichtig, dass Frauen keine Berührungsängste vor dieser sicher nicht immer einfachen Aufgabe haben. Aus diesem Grund verweist sie auf das große Aufgabenspektrum, das der Feuerwehrdienst bietet und dadurch jedem die Möglichkeit gibt, seinen Talenten entsprechend aktiv zu werden. Und sie weist darauf hin, dass es auch Feuerwehrmänner gibt, die bei bestimmten Einsätzen nicht an vorderster Front tätig werden können und stattdessen lieber bei nachgelagerten Aufgaben zur Hand gehen.

Die Landesfrauenbeauftragte Bayerns, Andrea Fürstberger, ist überzeugt davon, dass Frauen eine echte Bereicherung für die Feuerwehren sind, sowohl im Übungs- und Einsatzdienst als auch im Rahmen der Kameradschaft. (rme)

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