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Region Cham
Mittwoch, 22. November 2017 3

Aktion

Fotos von anno dazumal Nachwelt erhalten

Lohbergs Waldverein ersucht die Öffentlichkeit um Mithilfe. Auch das Ehepaar Seidl ist stark in die gute Idee eingebunden.

Es gibt sicher noch viele Fotos wie diese von der Hütte am Osser, die der Wald-Verein gerne in digitaler Form der Nachwelt erhalten möchte. Foto: Wald-Verein

Lohberg.Johannes und Maxi Seidl, Oberhaiderberg, betätigen sich seit Jahren als Heimatforscher. Bei Vorbereitungen auf ihre Vorträge können sie nicht nur auf den großen eigenen Dokumentenfundus und Erfahrungsschatz zurückgreifen, sie recherchieren auch in Archiven und führen insbesondere viele Gespräche mit der älteren Generation. Teils wurden Kenntnisse innerhalb der Familien auch den Jüngeren weitergegeben, so dass sie Auskunft geben können. Die Seidls stießen immer wieder auf alte Fotos, die ansonsten bei Hausratsauflösungen etc. verlorengegangen wären. Es reifte die Idee, noch vorhandenes Wissen mit Hilfe einer Bilderausstellungsreihe für die Nachwelt zu retten. Diese Idee will der Sektionschef des Waldvereins, Dieter Lahme, in die Tat umsetzen. Daher hat er begonnen, ein Konzept zu erarbeiten. „Wir brauchen alte Fotografien und soweit möglich, auch Schilderungen.“ Vor dem Hintergrund, dass im Zuge der Modernisierung in der Landwirtschaft gerade alte Bauernhöfe in Lohberg und Umgebung aus dem Ortsbild verschwanden, nahmen auch die Kenntnisse über die bäuerliche Arbeit mit den alten Gerätschaften ab. „Deshalb wollen wir für die erste Bilder-Ausstellung (Bilder mit Textbeiträgen/textlichen Erläuterungen) das Thema der alten Bauernhöfe in der Lohberger Umgebung und der bäuerlichen Arbeit mit alten Gerätschaften aufgreifen“, erläutert Lahme. Zur Vorbereitung der Ausstellungsreihe möchte die Vorstandschaft der Sektion die Einheimischen bitten, alte Fotos (nicht nur zum Thema alte Bauernhöfe und frühere bäuerliche Arbeiten, sondern auch generell) bereitzustellen, wenn möglich mit Erläuterungen, etwa zu Personen, die abgebildet sind. Diese Fotos werden gescannt, dann unverzüglich den Eigentümern zurückgegeben. Falls man diese Fotos nicht mehr aufbewahren möchte, archiviert sie der Wald-Verein entsprechend. „Darüber hinaus wäre es von besonderem Interesse, wenn sich der eine oder andere finden würde, der über einzelne alte Arbeitsweisen und Gepflogenheiten berichtet“, so Lahme, der dann zusammen mit dem Ehepaar Seidl ein Treffen arrangiert, um das Ganze festzuhalten. „Selbstverständlich würden wir daraus abgeleitete Textbeiträge im Vorfeld mit dem Informanten abstimmen“, so der Sektionschef. Die Ansprechpartner für diese Aktion sind in erster Linie Johannes und Maxi Seidl: Telefonnummer (0 99 43) 4 29 bzw. E-Mail johannes_seidl@gmx.de.. (kfl)

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