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Region Cham
Sonntag, 24. September 2017 18° 3

Jahresausflug

Frauen erkunden die Welt des Bieres

Der Frauenbund fuhr zu einem Hopfenbauern in die Hallertau und in die Bier- und Kunstwelt nach Abensberg.

Nach Bierweltführung und Besichtigung des Hundertwasserturms in Abensberg machte die Gruppe noch Halt beim Frauenbründl in Bad Abbach. Foto: kfu

Moosbach.Der Jahresausflug des Frauenbundes, dessen Ziel Busfahrer Alois Laumer und seine Frau Marianne vorgeschlagen und bis in Detail organisiert hatten, war in jeder Hinsicht eine gelungene Fahrt, was die 45 Teilnehmer, mit vielen Sehenswürdigkeiten angereichert, zum Schluss lobend erwähnten.

Erstes Ziel war der Hopfen-Erlebnis-Hof in Tettenwang, Markt Altmannstein im Nordwesten des Hopfen-Anbaugebietes Hallertau im Altmühltal, das man über Regensburg und einem Zwischenstopp einer Kaffeepause erreichte. Hopfenbauer und Gastwirt Michael Forster erzählte den Besuchern Interessantes zur Geschichte und der Technik des Hopfenanbaus, vor allem wie er früher betrieben wurde, und stellte seinen modernen Betrieb vor.

Die Familie Forster baut seit vier Generationen Hopfen in Tettenwang an, erzählte Forster nicht ohne Stolz. Während Forster I den Hopfenanbau begann, war Forster II über 40 Jahre Hopfenfachwart, dessen Amt Forster III nun schon 25 Jahre innehat. 1995 begann der vierte Besitzer mit Info-Abenden, Betriebsführungen und einen Tag der offenen Tür. Mittlerweile betreibt die Familie Forster 19,5 ha Ackerbau, 17,7 ha Waldwirtschaft und 15 ha Hopfen, wo 19 Sorten angebaut werden, wobei man über Standort und Sortenvielfalt besonders wacht.

Vieles ist noch Handarbeit

Über den Hopfenanbau erzählte Forster, dass die Vermehrung des Hopfens über Stecklinge erfolgt, was er auch vorführte. Er ist eine mehrjährig, rankend und windend wachsende Pflanze, wobei jährlich männliche und weibliche Hopfenpflanzen heranwachsen. Die weibliche wird nach dem Trocknen der Dolden zum Bierbrauen verwendet, die männlichen werden sorgfältig ausgelesen.

Wenn auch heutzutage viele Arbeiten maschinell erledigt werden, staunten die Ausflügler nicht schlecht über die vielen Arbeiten, die noch von Hand zu tun sind, bis der Hopfen nach dreijähriger Zeit einen Ertrag einbringt. Einige Besucher wussten auch noch von der Hopfenzupfer-Zeit von früher, als sich damals viele aus dem Bayerischen Wald ein paar Groschen verdienten. Für zehn Hektar benötige man 120 Zupfer. Nach dem Mittagessen ging die Fahrt nach Abensberg zu einer Bierweltführung beim Weißbierbrauer Kuchelbauer mit anschließender Besichtigung des Hundertwasserturms. Kuchelbauer besitzt eine der ältesten Braurechte der Welt und bezieht seine Rohstoffe aus der Hallertau, dem bayerischen Jura und dem Gäuboden und das Wasser aus dem hauseigenen Brunnen, der eine Tiefe von 23 Metern hat.

In einem altbayerischen Verfahren entsteht ein Weißbier in Flaschengärung. Die Brauerei Kuchelbauer ist Weißbierspezialist seit 1918 und hat seit 1300 das Brennrecht, wobei er auf seine Familientradition seit 1684 stolz ist. Mit Staunen entdeckten auch die Fahrtteilnehmer bei der Führung in einem Gewölbekeller ein Replikat in Originalgröße vom „Leonardo da Vincis „Abendmahl. Ein Highlight der Kuchelbauer-Erlebniswelt war auch der Kuchelbauer-Turm, dessen Aussichtsplattform von 25 Metern Höhe einen großartigen Blick über Abensberg bietet. Schließlich bot das Kunsthaus Abensberg den Besuchern noch einen einzigartigen Einblick in Werk und Leben des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Die Führung endete mit einer Bierverkostung.

Abstecher zum Frauenbründl

Auf der Heimfahrt machte die Frauen noch einen Abstecher zum Wallfahrtskirchlein und Einsiedelei „Mutter der Schmerzen“ von Frauenbründl bei Bad Abbach. Außen ist es zwar wegen der Renovierung eingerüstet, doch vom wunderschönen Innenraum, dessen Hochaltar das Bildnis der schmerzhaften Muttergottes trägt, waren die Fahrtteilnehmer sehr angetan und schickte noch einen Stoßseufzer zur Muttergottes. Hedwig Plötz sprach auf dem Heimweg noch die Hoffnung aus, dass den Teilnehmern die Fahrt gefallen hat, was bestätigt wurde. Plötz dankte dem Ehepaar Laumer für die Organisation und Irmi Meindl und Hilde Gierl für die Übernahme der Anmeldung. Lob erhielten auch die Frauen für die Teilnahme erst kürzlich am Kräuterbüschel-Binden und das zur Verfügung-Stellen der Kräuter. (kfu)

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